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HARK – Machination (2017)

(3.619) - Timo (8,5/10) - Sludge/Stoner/Rock

Label: Season Of Mist
VÖ: 24.02.2017
Stil: Sludge/Stoner/Rock

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Die Waliser Hark halten auch mit dem zweiten Album dem Label Season of Mist die Treue. Hierbei verfolgen sie in gepflegter Manier die gängigen Sludgemanieren, die auf einer gut gestaffelten, zwar angestaubten Stonerdröhnung, durchaus ein schweres Gewitter aus der Tonne drücken. Das Tempo ist minimal ausbalanciert und zeigt die gewohnt gelebte Trägheit, um bereits beim Opener gleich zu überraschen. Die im Mittelpart gezeigte punkige Adrenalinbeule vermittelte eine wohlige Lockerheit mit paranoiden, schlierigen Tunnelblick. Den wohl für mich stärksten Song des Albums haben Hark mit “Nine Fates” in die Konserve gepresst, den ich mit seiner melodischen, ruhigen Einleitung durchaus mit Begeisterung registrierte. Wobei sich der Titel im Verlauf mit brachialer aber auch treibender Schärfe zeigte und stilgemäß wuchtig immer wieder aufwühlend dröhnte, mehr davon. Hark lassen die verschiedensten Elemente des Genre Anwendung finden und wählen nicht selten abgelegene Pfade, welche aber die Langzeitwirkung von “Machinations” auch verstärken dürfte. Die Songs sind nicht minder vertrackt, sind technisch anspruchsvoll und zeigen ebenso musikalischen Weitblick, den man diesen Sludgepriestern nicht streitig machen kann.

Die derbhafte Brachialwürze ist nur mit dem eindimensionalen Scheuklappenblick starr, denn das Album zeigt durch die vielseitigen Gitarrenleads/Solis, minimalen aber durchdachten Tempovariationen, einen zielgerichteten Weg aus dem üblichen Dickicht. So formiert sich “Machinations” als lebendiges, klug arragiertes Bild. Mit dem grandiosen “Son of Pythagoras” und dem intensiven, fast neunminütigen abschliessenden “The Purge” möchte ich euch ein gelungenes Album empfehlen, welches alles andere als der Sludgebrei aus der Massenzucht ist! So kann das Album mit einer Fülle von schmackhaften Nährelementen den verdienten Ertrag einfahren. Sountechnisch wurde übrigens gegenüber dem Debut deutlich zugelegt und so kann diese wuchtige Tonkonserve zum leibhaftigen Nachbarsschreck mutieren!

Bewertung: 8,5 von 10 Punkten

Tracklist:
01. Fortune Favours Insane
02. Disinegrate
03. Nine Fates
04. Speak In Tongues
05. Transmutation
06. Sons Of Pythagoras
07. Premonitions
08. Comnixant 3-0
09. The Purge

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