H-J

HATE ETERNAL (2015)

"Infernus" (2.032)

Label: Season Of Mist
VÖ: 21.08.2015
Stil: Brutal Death Metal
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Was soll ich denn bitte noch zu Erik Rutan und Hate Eternal sagen - meine Freunde, wer Death Metal hört, liebt und/oder in seinem Leben zelebriert, der kommt an dem Trio aus St. Petersburg (Florida/USA) nicht vorbei. Und wer Hate Eternal nicht kennt: „Setzen „6“ – Klasse wiederholen – mehrfach!!!

Seit 1997 aktiv, veröffentlichen Hate Eternal mit „Infernus“ ihr mittlerweile sechstes Album und ich bin sehr gespannt, was mir geboten wird, scheiße nein – ich bin nicht gespannt, ich bin voller Vorfreude und weiß, was mich erwartet – Hochgeschwindigkeits-Death Metal mit technischer Note, der einfach mal gar keine Gefangenen macht und nur tote Erde hinterlässt. Also dann, auf geht’s…

…mit „Locust Swarm“ wird so ruhig eine Hate Eternal Platte gestartet, wie man sie auch nur starten kann – Vollgas! Es geht gleich zur Sache, die BPM-Zahlen schießen gen Himmel und ich bin überrascht vom gemäßigten Drumsound, der immer wieder als Makel der letzten Platten galt. Hate Eternal pflügen sich durch die Gehörgänge, dass es nur so ballert – „The Sygian Deep“, „Pathogenic Apathy“ und „La Tempestad“ sind definitiv nichts für Freunde von ruhiger Entspannungsmusik, wobei mir von diesem Trio „Pathogenic Apathy“ am besten gefällt, aufgrund der geilen Gesangsvariationen Rutans, meine Fresse, sehr geil!

Widmen wir uns mal dem Titeltrack – es folgt „Infernus“. Sehr melodisch und für Hate Eternal Verhältnisse fast getragen beginnt der Song, dann wird es nahezu groovig, so richtig Fahrt nimmt der Song nicht auf, man bewegt sich im Midtempo-Bereich, was absolut gut ist, weil man hier merkt, dass die Amis auch anders können, sie kreieren melodische Flächen und lassen die Musik einfach schieben, hier wurde der Hochgeschwindigkeitszug zu einem zermalmenden Panzer in seiner reinsten Form, auch das Ende, meine Güte, mir fehlen fast die Worte.

Was ist denn jetzt los, ich habe mich kaum von „Infernus“ erholt, da schallt mir „The Chosen One“ um die Ohren – ich fühle mich fast wie bei Transformers, aus dem Groove-Panzer wird wieder eine Rakete – voller Aggressivität, Spielfreude – herausstechend ist hier auch der mehrstimmige Gesang. „Zealot, Crusader of War” beginnt schon fast hymnenartig, doch lassen wir das, bevor dieser Eindruck entsteht, dreschen Hate Eternal dazwischen und ich erkenne Einflüsse von Behemoth und Nile, was in Ansätzen als Gewürz dieser schnellen Mahlzeit sehr gut tut. Nächster Bahnhof „Order of the Arcane Scripture”, bitte anhalten- Nein!! Der Schnellzug Hate Eternal kommt nicht zum Bahnhof, der Bahnhof kommt zu Hate Eternal. Was soll ich dazu noch sagen? Hochachtung für die Herren! „Chaos Theory“ beginnt wieder sehr flächig und fast orchestral, hier wirken Hate Eternal schon richtig modern, bis es nach knapp zwei Minuten wieder sehr gewohnt weiter geht, die mit Auflösungserscheinungen kämpfenden Morbid Angel hätten es nicht besser machen können. Dieses Instrumentalstück lässt Headbangerherzen höher schlagen.

Kommen wir nun zum letzten Titel „O’ Majestic Being, Hear My Call”, meinem persönlichen Favoriten auf „Infernus“. Breite technische Gitarren, agrgressiver Gesang, Riffs mit hohem Wiedererkennungswert und sehr geiles Drumming bilden die Eckpfeiler dieses Meisterwerks. Ich wünschte mir bei mehreren Songs derartige Momente, wie sie „O’ Majestic Being, Hear My Call” inne hat, so muss Death Metal für mich sein.

Hate Eternal haben sich weiterentwickelt, nicht nur musikalisch, sondern auch in Sachen Sound. „Infernus“ wirkt ausgereift, nicht zu überproduziert, die Drums haben genau das richtige Mischungsverhältnis zur Musik, alles ist hörbar und für mich sehr eindringlich, diese Scheibe wird die nächsten Tag bei mir in Dauerrotation laufen. Fans von Hate Eternal müssen hier zugreifen und die, die noch keine Fans waren – die auch!! Fakt. Erik Rutan hat mit J.J Hrubovcak (macht am Bass eine wirklich geile Figur, sehr gute Arbeit) und mit Chason Westmoreland (was ein geiles Drumming) eine geile Truppe zusammengestellt, ich freue mich auf Live Shows und mehr, aber vor allem erfreue ich mich jetzt an „Infernus“ – einfach ein Hammer-Teil!

Bewertung: 10,0 Punkte

Tracklist:
01. Locust Swarm
02. The Stygian Deep
03. Pathogenic Apathy
04. La Tempestad
05. Infernus
06. The Chosen One
07. Zealot, Crusader of War
08. Order of the Arcane Scripture
09. Chaos Theory
10. O’ Majestic Being, Hear My Call

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