H-J

HUNTRESS (2015)

"Static" (2.137)

Stil: Heavy Metal
VÖ: 25.09.2015
Label: Napalm Records
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Da ist sie wieder, die viel gehypte Band, die mit “Starbound Beast” einen Klassiker raushaute, der zeitlosen Heavy Metal mit ein wenig Okkult und viel Credibility verband. Huntress gehören seit einigen Jahren zu meiner Playlist. Da freue ich mich natürlich sehr, dass sie wieder mit neuem Silberling am Start sind. Die Erwartungen meinerseits sind sehr hoch, da ich den Vorgänger nach wie vor für ein in sich großartiges Album halte.

Sorrow“ als Opener ist dann auch der perfekte Huntress-Song: Heavy Metal mit rauher, schneidender Rockröhrenpower, feinstem Riffing, geilen Leads und einem Juwel von Refrain. Ich bin begeistert, …. Aber leider währt die Euphorie nicht lange. Nach mehrmaligem Hören muss ich konsterniert feststellen, dass ich mich frage, was mit der Band passiert ist. Die Songs zünden nicht alle. Viel zu viel Gefrickel ohne Sinn und Verstand, zu viele Parts, die keinen Sinn ergeben und im Nirgendwo enden. Klar, toll dass die Band so viel und so gut spielen kann, aber die Songs geben das einfach nicht her. Irgendwann klingt alles gleich. Bis auf die Ausreißer in den Geschwindigkeitsgraden bleibt nix hängen.   Und zum ersten Mal in ihrer Karriere hat die Band auch so richtiges Überflüssiges am Start. “Mania” ist ein Rohrkrepierer sondergleichen. Spannungslos und lahm. Wenn Jill „I lose control“ singt  würde man sich wünschen, sie würde es mal tun. Aber nö. Es fängt öde an und wird dann auch noch langweilig. Schade. Sehr Schade. Aber mit einer Plattenfirma wie Napalm Records kann man sich das natürlich erlauben und die Leute werden es sowieso  lieben. Die nötigen Kontakte hat das Label ja und so wird die Band ordentlich rumkommen und im Zusammenhang mit Liveshows auch weiterhin fleißig abräumen. Die Gitarristen ziehen immerhin alle Register ihres Könnens und der Groove der Band stimmt auch. Fantastische Leads gibt es nicht, aber doch haben insgesamt gesehen die Hälfte der Songs ein gewisses Potential.

Zudem ist es ganz simpel: die Band is ja aus den Staaten und da singt eine Frau. Na ja, singen… Sie tönt mehr als dass sie wirklich gesanglich brilliert. Wenn ich an das Debut oder Kracher wie „Zenith“ denke, kann ich das eintönige Rumgejohle, das zudem auf Nummer sicher geht, einfach nur kopfschüttelnd belächeln. Da müssen sich Huntress an ihren Vorgängeralben messen lassen. „Fire in my Heart“ ist dann auch wieder mal zum nicht krönenden Abschluss Mid-Tempo Metal, der zerfahren und altbacken rumpoltert. Der Refrain wirkt aufgesetzt und konstruiert. Vielleicht hätte sich die Band mal eine Auszeit gönnen sollen. Ich bin so richtig enttäuscht. Wo ist die Energie hin? Hier geht es ja nicht nur um das Handwerk, das zwar gut aber wenig überzeugend ist, sondern auch die Performance. Ein Sturm im Wasserglas. Die Band zitiert sich andauernd selbst und kommt außer in den ersten drei Tracks nicht auf den Punkt. Zudem frage ich mich, was an dieser flachen, blassen, braven Produktion so toll sein soll. Was die Plattenfirma da im Info schreibt verspricht zu viel und hält wenig.

Fazit: Die Platte hier klingt wie ne Zusammenstellung von B-Seiten und Songs, die es nicht auf das letzte Album geschafft hatten. Kreative Flaute und Erschöpfung. Die steht Jill Janus ja auch ins Gesicht geschrieben. Verdammt ärgerlich sowas.

Bewertung: 5,0 von 10 Punkten

Tracklist:
01. Sorrow
02. Flesh
03. Brian
04. I Want To Wanna Wake Up
05. Mania
06. Four Blood Moons
07. Static
08. Harsh Times On Planet Stoked
09. Noble Savage
10. Fire In My Heart

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