K-M

MANACLE – No Fear to persevere (2018)

(4.736) - Stefan (6/10) Heavy/ Speed Metal

Label: No Remorse Records (Soulfood)
VÖ: 04.05.18
Stil: Heavy/ Speed Metal

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Viel Reverb und starke Obertonlastigkeit zeichnet das Debutalbum der kanadischen Truppe MANACLE klanglich aus, wobei vier der sechs Stücke (die Älteren unter uns werden sich vielleicht erinnern) schon 2013 als Demo erschienen sind. Die Platte klingt ergo nach ganz viel 1986 oder so um den Dreh, und das schließt die Vocals sowie die instrumentellen Ideen ein. Das haben vor allem die Älteren unter uns irgendwo anders schon mal gehört (die Präferenzen der Band, die sie auf ihrem facebook-Auftritt angibt, sprechen die gleiche klangliche Sprache).

Da ich aktuell im Hauptberuf und auch privat anderweitig eingebunden bin, habe ich das Album (wie immer) wann immer es geht gehört, was mich zum Glück zu einer Art Vogelperspektive des Hörens hat wechseln lassen. Dabei bin ich schnell zu einer dualistischen, fast manichäischen Sichtweise übergegangen. Was mir nach intensiven Autobahnfahrten auf den Sack geht, sind die fast ausschließlich sehr hohen Lead-Vocals. Schön dass, der Lead-Sänger das kann, aber er zeigt uns fast nichts anderes. Das ist nach zwei Tracks doch irgendwie öde, wie ich finde.

Anderseits, da ich beim Autofahren die Augen auf dem Verkehr habe, rückt eine Platte in Situationen, in denen ich meine volle Aufmerksamkeit dem unfallfreien Fahren widmen muss, in den Hintergrund. Wenn ich die Lage wieder beruhigt hat, zum Beispiel, wenn ich mich in einen Stau eingereiht habe und die Autos hinter mir dies ebenso aufmerksam hinbekommen haben, wundere ich mich oftmals, wie ich an einem vor ein paar Momenten eigentlich für blöd befundenen Song plötzlich den instrumentalen Soloteil hervorragend finde.

Letztgenannte Parts sind jetzt auch nicht wirklich innovativ, obwohl sich so mancher Tempowechesel finden lässt. Die geringe Innovationsfreudigkeit würde dem Ansatz des Albums aber auch gar nicht entsprechen. In ihnen zeigt sich allerdings das wahre Potenzial der Band. Sie ist bei leichtem Drang nach vorn mindestens mal ziemlich gut eingespielt, und ich glaube, dass sie live genau so klingen wird. Das heißt, dass sie bei dem Tourplan in Kanada (laut facebook-Seite) von Gig zu Gig mehr Erfahrungen sammeln wird, was diesem Anspruch deutlich Zuwachs bieten wird.

Das Album hier mal kurz und knapp: die Vocals gehen (fast) gar nicht (obwohl sie historisch gesehen absolut treffend sind), aber das Eingespieltsein der Band und die Soloteile der der Instrumentalisten sind eindeutige Pluspunkte. Falls sich der Sänger noch zum Singen entschließen sollte, hätte man eine hervorragende Retro-Heavy Band am Start, der ich auch über die gesamte Distanz eines Albums zuhören könnte. Das kann ich aktuell beinahe ausschließlich bei den Instrumentalpassagen… also am Stauende.

Anspieltipps: „Journey’s End“ und „Live fast, die fast

Bewertung: 6 von 10 Punkten

Tracklist:
01. Fight for your Life
02. Tears of Wrath
03. Journey’s End
04. Live fast, die fast
05. Witches Hallow
06. Stand tall

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