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WEAPONS TO HUNT

Blessed in sin (2012)

Adrie Kloosterwaard, Bastiaan Brussaard als aktuelle, Paul Beltman als ehemaliges und Ron van de Polder als Gründungsmitglied von Sinister machen eine gemeinsame Platte. So, das war das Review…nein, natürlich nicht, doch wenn diese Vier sich zusammentun weiß man eigentlich schon vor dem ersten Ton, was man geboten bekommt: Lupenreinen, holländischen Death Metal, der allerdings im Gegensatz zu Erstgenannter Todesblei Legende nicht andauern rumbolzt, sondern mit einigen Finessen zu begeistern weiß. Achja, die Band nennt sich nicht Sinister 2.0, sondern Weapons to hunt.

Dass man diesen alten Hasen kein X für ein U vormachen kann, versteht sich schon mal von selbst. Was mich allerdings mehr als überraschte waren die Slayer artigen Riffs und Soli, die einem Kerry King auch perfekt zu Gesicht gestanden hätten. Klasse und mehr als verblüffend, denn eigentlich hatte ich mit einem trommelfeuer-artigen Stakkato gerechnet, doch Weapons to hunt sind zwar schnell, blasten aber ziemlich selten, was der Brutalität der Musik keinesfalls in Abrede steht. Einzig das hyperschnelle „Bullet for the assassin“ fält da komplett aus dem Rahmen und sprengt damit die sicher geglaubte Neun, denn diese infernalische Raserei steht mit dem Rest des famosen Albums nicht im Einklang, was sehr schade ist und den eigentlich perfekten Gesamteindruck ziemlich schmälert. Die restlichen sieben Tracks sind allerdings Granaten ohne Wenn und Aber und schneiden sogar Granitplatten. Gerade die etwas langsameren „False positive system“ oder „Strike face“ sind hier lobend zu erwähnen, ebenso wie das Riffgewitter im titelgebenden Stück. Das ist großes Theater, die Herren.

Wenn nicht dieser eine erwähnte Song und die etwas lasche Produktion wären, dann wäre „Blessed in sin“ ein sicherer Kandidat für die Top Ten gewesen. Dennoch ist das Niveau wirklich erschütternd hoch und so langsam frage ich mich, wie bitte der Nachwuchs gedeihen soll, wenn die Veteranen andauernd solch brachialen Leckerlis auf den Markt schmeißen? Weapons to hunt? Mehr als empfehlenswert.

Bewertung: saustarke 8,8 von 10 Punkten

Tracklist:

01. The hell room

02. Blessed in sin

03. Corpse field

04. The smell of victory

05. Bullets for the assassin

06. Merciless impact

07. False positive system

08. Strike face

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