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YEAR OF THE GOAT

Angels necropolis (2012)

Boah, schon wieder Musik zur Huldigung des Gehörnten. Wie ich The devil’s blood für das Lostreten dieser Welle hasse und verachte, von der grauseligen Mucke mal ganz abgesehen. Nur gut, dass es in diesem Genre auch die Ausnahmen von der Regel gibt, denn was die Schweden Year of the goat auf ihrem zweiten Machwerk „Angel’s necropolis“ zelebrieren, ist Retro Rock vom allerfeinsten. Über den textlichen Anspruch decke ich hier mal ganz geflissentlich das Mäntelchen des Schweigens.

Was mich komplett umhaute war der Einsatz des Mellotron, was ich so seit Ewigkeiten nicht mehr im harten Rock gehört habe. Exzellent, ausgezeichnet. Aber auch der Rest brummt gut und lebt von dem außergewöhnlichen Organ von Frontmann Thomas Sabbathi, der wirklich eine Stimme zum niederknien hat. Auch wenn vielleicht der Eine oder Andere nun maulen tut, er klingt wie eine härtere Variante von Matthew Bellamy von Muse, die ich zum Teil ebenfalls stark finde. Jaja…hab mich geoutet. Leider verzetteln sich YOTG ab und zu in ihren Songs und so kommen ellenlange Teile der Marke „Voice of the dragon“ oder der Titeltrack heraus, die bei weitem nicht so stark sind wie beispielsweise das anfangs sehr an alte Maiden erinnernde „For the king“ oder die absolute Oberhit-Single „I’ll die for you“, der ohne Umschweife in meinem „Favoriten Ordner“ meines mp³ Players landete. Sehr schön ist auch das an The blue oyster cult erinnernde „Spirit of fire“, ein tolles Teil. Es gibt grandiose Leads, tolle Soli und einfach einen Sack voll großer Hits, die mächtig ins Bein fahren und Spaß machen.

Auch wenn Year of the goat unter den von mir verhassten Begriff des „Okkult Metals“ fallen, ist das musikalische auf „Angel’s necropolis“ allererste Creme fraiche. Gesanglich hervorragend, manchmal etwas zu lang wissen die Schweden mehr als zu gefallen und werden von nun an öfter in meinem Player rotieren. Toller Hard Rock mit überraschenden Elementen…und ich mach mir jetzt erstmal ne Jungfrau auf und opfere ne Ziege. Hail Santa…oder wie hieß der?

Bewertung: dunkle 8,0 von 10 Punkten

Tracklist:

01. For the king

02. Angel’s necropolis

03. Spirits of fire

04. A circle of serpents

05. Voice of the dragon

06. This will be mine

07. I’ll die for you

08. Thin lines of broken hopes

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