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Live on Stage Report: Morbid Devastation Tour

CAVALERA | INCITE

26.11.2023 - Berlin @ Metropol




Ich weiß nicht, welches das letzte Konzert war, welches ich im altehrwürdigen Metropol am Berliner Nollendorfplatz gesehen habe, doch mein erstes war 1987 Slayer zusammen mit Malice und seit diesem Tag hatte der Konzerttempel in Schöneberg einen besonderen Platz in meinem Herzen.

Irgendwann wurde daraus ein Techno Tempel und eine Disco und dementsprechend war für Konzerte, gerade im gitarrenorientierten Unterhaltungs-Bereich, kein Platz mehr.



Umso mehr freute ich mich zu lesen, dass meine 29jährige Abstinenz standesgemäß mit dem Auftritt der Cavalera Brüder und deren Neuaufführung ihrer Erstlinge „Bestial Devastation“ und „Morbid Visions“ ein Ende finden sollte. Und ja, ich freute mich tierisch drauf zum einen diese Stätte meiner metallischen Erziehung wieder einmal besuchen zu dürfen und zum anderen die Neuinterpretationen zweier Klassiker sehen und hören zu dürfen, die ich in diesem Jahr total abgefeiert habe.

Bevor allerdings mit Incite der Support beginnen sollte, machte ich eine genaue Begehung und es schossen viele Erinnerungen hoch, was und wen ich alles hier schon einmal auf der Bühne bewundern durfte. Allerdings hatte der Umbau so seine Nachteile, denn was nutzen einem 3 Etagen, wenn man lediglich vom ersten Balkon eine halbwegs vernünftige Sicht auf die Bühne erhaschen konnte? Oder die ganzen Säulen, die zwar nett anzusehen sind, einem dennoch im unteren Bereich die Sicht nach vorne erheblich erschweren. Aber egal, ich war irgendwie im siebten Himmel und freute mich auf das Gemetzel, was nun folgen sollte.

Das der Roundtrip der Cavalera Brüder eine Familienreise werden würde, war schon beim Support klar, denn bei Incite steht mit Richie Cavalera der Stiefsohn von Max am Mikro und den Bass beim Hauptact bedient der Sohn von Gloria und Maxe, Igor Amadeus. Aber statt auf die Familienbande zu schauen, galt die Aufmerksamkeit nun dem groovigen Thrash Metal der Mannen aus Arizona, die dem Publikum richtig gut einheizten, mich allerdings nicht unbedingt mitnahmen. Das lag vielleicht auch an dem Sound, der irgendwie in der umgebauten Halle nicht ganz so optimal rüberkam. Ich merkte allerdings jetzt schon, dass die Idee mir das Konzert direkt vor der Bühne anzuschauen vielleicht keine gute Idee war, denn bereits zu solch früher Stunde war der Mob schon heftig unterwegs. Wie sollte es also beim Headliner werden?

Heftig, denn sofort beim Einstieg mit dem Titeltrack der ersten EP flippte das Metropol komplett aus und stellte die rhythmischen Bewegungen für den Rest des Abends nicht mehr ein. Natürlich gab es alle 5 Songs der Debüt EP in einer runderneuerten Fassung, die einem die Flöhe aus dem Gebälk vertrieben und selbst das zahlreich anwesende Jungvolk, die bei Erscheinen dieser Songs noch nicht einmal flüssig waren, schwang huldvoll das Tanzbein. Nach dem ältesten Song aus der Feder der Cavaleras „Sexta Feira 13“ gab es eine kurze Pause und mit „O Fortuna“ aus der Carl Orff’schen Fassung der Carmina Burana den Übergang zu „Morbid Visions“…und die Hölle brach los…

Es gab kein Halten mehr, man merkte die pure musikalische Aggression und der fachkundige Hörer fühlte sich in seiner These bestätigt, dass Sepultura anno 1986 schon mächtig was auf der Pfanne hatten. Allerdings kreide ich es an, dass man mit „War“ meinen Lieblingssong nicht spielte und stattdessen im Zugabeteil mit „Escape to the void“ von „Schizophrenia“ einen Song auspackte, der nicht in das Konzept des Abends passte. Ebenso wenig wie das kurz angespielte „Dead embryonic cells“ oder Songs vom „Chaos A.D.“ Album, die nicht einmal ansatzweise der rohen Brutalität der alten Songs standhalten konnten.

Dennoch ein fantastisches Konzert, bei dem die Musik im Vordergrund stand und lediglich zwei Monitore links und rechts für ein wenig Optik sorgten. Würde ich mir jederzeit noch einmal anschauen, was mein Muskelkater am folgenden Tag allerdings mit Vehemenz verneinte.




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