Ein gutes halbes Jahr, nachdem Stone Sour mit ihrem Knalleralbum „House of Gold & Bones Part 1“ die gesamte Zephyrs-Odem Redaktion in Verzückung versetzte, folgt jetzt der Nachschlag in Form Part 2. Die Frage die sich nun stellt , kann das neue Werk dem fulminanten Vorgänger das Wasser reichen? Die Antwort ist ganz klar nein. Nicht weil Part 2 jetzt schlechter ist, zwar sucht man einen Monstersong wie „Gone Sovereign“ hier vergebens, sondern weil es schlicht weg ein wenig anders ist.
Part 2 kommt streckenweise sehr düster und bedrückend rüber dabei aber auch sehr kompakt. Das stellt der gute und zugleich etwas melancholisch wirkende Einsteiger „Red City“ auch gleich unter Beweis. Beginnend mit zarten Klavierklängen entwickelt sich die Nummer zu einem wirklich coolen Rocksong. Dieses Niveau kann „Black John“ locker halten. Mit dem balladesk wirkenden Sadist verliert das Ganze etwas an Schwung. Zwar ganz nett aber auch nicht der Brecher. Da kann das kraftvolle „Peckinpah“ wieder deutlich Boden gutmachen. Danach wird wird’s dann etwas, ja wie beschreib ich’s am besten, dünne ist vielleicht passend. Dabei sind „Stalement“, „Gravesend“, „The Uncanny Valley“ und „The Conflagration“ wirklich gute Songs, da würden sich andere Bands alle fünf Finger nach ablecken, aber für Stone Sour Verhältnisse ist das etwas zu lasch. Und „Do me a Favor“ und „Blue Smoke“ sind für mich leider Totalausfälle. Musikalisch mehr als belanglos und langweilig. Und auch der gute Corey (den ich im Übrigen für einen der besten Metal Sänger überhaupt halte) kann mich hier überhaupt nicht überzeugen. Als Entschädigung hauen die Jung’s mit dem Titeltrack ein ordentliches Brett raus, welches sehr eindrucksvoll zeigt welches Potential in ihnen steckt. Von daher ist die Wahl des Anspieltipps ganz klar auf den Titeltrack und auf „Red City“ gefallen.
Fazit: Ein kleines bisschen Wehmut schwebt schon in der Luft, waren die Erwartungen an „House of Gold and Bones Part 2“ doch recht hoch. Vielleicht waren Stone Sour hier zu überambitioniert und man hätte an den Songs noch ein klein wenig länger feilen sollen. Dennoch ist „House of Gold and Bones Part 2“ ein gutes wenn auch nicht überragendes Album.
Bewertung: Das können die Mannen um Corey Tayler aber deutlich besser 7,5 von 10 Punkte
Tracklist:
01. Red City
02. Black John
03. Sadist
04. Peckinpah
05. Stalemate
06. Gravesend
07. ‘82
08. The Uncanny Valley
09. Blue Smoke
10. Do me a Favor
11. The Conflagration
12. The House of Gold & Bones