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RUNEMAGICK – After Chaos: Nocturnal Vigil (2026)
(10.463) Timo (8,5/10) Death/Doom Metal
Label: Hammerheart Records
VÖ: 18.09.2026
Stil: Death/Doom Metal
Die Schweden RUNEMAGICK hatten gerade Ende der 90er Jahre mit ihrem starken Mix aus klassischen und doomigen Death Metal für einiges an Furore gesorgt. The Supreme Force of Eternity (1998) und Requiem of the Apocalypse (2002) waren alles andere als ein durchschnittlicher Sound des Genre. Federführend liegen RUNEMAGICK in den Händen von Mastermind Nicklas Rudolfsson (Sacramentum, Deathwitch etc.), der das Album in Eigenregie fertigstellte, was auch die gesamte Instrumentierung von Gitarren, Bass, Synthesizer, Maultrommel, Schlagzeug und Percussion betrifft.
RUNEMAGICK je bekannt für wuchtigen Death Metal, der größtenteils sich im Midtempo bewegt, aber von Monotonie weit entfernt ist. Ist das neue Material im Jahr 2026, noch deutlicher im schleppenden und getragenen Death/Doom angesiedelt. Eingebettet in archaischen, heidnischen Klangwelten. Der Langspieler geizt mit einer Spielzeit von 1 Stunde und 26 Minuten wohl kaum, die die Ära VI der Bandgeschichte einläuten. Soundtechnisch und auch vom Layout ziehen RUNEMAGICK wieder alle positiven Register, das sehenswerte Artwork stammt von Pablo Robbio. Die Illustrationen von Dísa Draugurinn, die basierend auf Visionen, die durch das Anhören der Demos und Texte des Albums inspiriert wurden.
So bietet man auf dem aktuellen Album neben ausgedehnten Spielzeiten, Death/Doom, mit melodischen und dramatischen Songwriting, mal urwüchsig, mal hypnotisch und eingebettet in einer fesselnden Atmosphäre, in der ureigenen Art von RUNEMAGICK. Im Sound der Band ist man weiterhin sehr klassisch unterwegs, Geduld bei den überlangen Songs sollte man jedoch mitbringen. Dennoch hätte den Songs ein wenig mehr Dynamik gutgetan, die Intensität ist auf dem Album leider nicht immer auf dem gleichen Niveau, aber Freunde des RUNEMAGICK Death/Doom dürften das hier kaum als großen Mangel betrachten.
Neben dem imposanten Opener After Chaos, das groovige energetische The Nocturnal Vigil und dem nahezu perfekten, vielschichtigen, über 12minütigen Urðr’s Cosmic Weave, bekommt man von RUNEMAGICK auch dieses Mal wieder einige exzellente Death/Doom Gourmetstücke serviert. Ein weiteres Highlight bietet dabei auch das wuchtig, zähe, fast schon Gothic/Doom’ige Formless Dawn und dem auch im obersten Regal untergebrachten Abyssal Continuum. Gegen Ende verfolgt das Album eher einen mythisch, spirituellen Death/Doom Fahrtweg, dem ich nicht ganz folgen konnte. Aber was andererseits dem Album einen stimmigen, thematisch treffenden Abschluss widmet.
Es bleibt dabei. RUNEMAGICK liefern auch mit After Chaos: Nocturnal Vigil Death/Doom in ihrer ganz eigenen Art ab. Dabei offenbaren sich Songs voller Dramatik und atmosphärischer Härte, die sich in melodischer Melancholie vortrefflich ausbreiten. Auch wenn gegen Ende das Album ein wenig abflacht, haben RUNEMAGICK alles andere als ein durchschnittliches Standartwerk abgeliefert.
Anspieltipps: The Nocturnal Vigil und Formless Dawn
Bewertung: 8,5 von 10 Punkten
TRACKLIST
01. After Chaos
02. Rune Magick Unbound
03. The Nocturnal Vigil
04. Urðr’s Cosmic Weave
05. Abyssal Continuum
06. Formless Dawn
07. The Vast That Knows No Shape
08. Into the Endless Continuace

