TFTHS Classic vom 07.03.2026 mit Jan Kubon
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Live on Stage Report: WACKEN 2026
vom 28.07. bis 01.08.2026 @ Wacken
Wacken ist nur einmal im Jahr und dieses Jahr wollten wir das absolute WOA-Erlebnis genießen. Mein erstes Wacken Open Air jährte sich dieses Jahr zum 20. Mal und für Lotti sollte es das erste WOA werden. Wir waren tierisch gehypt und extrem aufgeregt. Wir guckten uns bereits im Vorfeld viele Dokus an, erzählten über Erlebnisse und genossen die letzten Tage vor dem Festival Harry Metal’s tägliche Infrastruktur-Updates.
Das 35. Wacken Open Air sollte für uns etwas Besonderes werden und ob es funktioniert hat, erfahrt ihr in unserem Festivalbericht. PARTY ON!
TAG 1 - Sonntag, 26.07.2026
In der Nacht von Samstag auf Sonntag ging es für uns um 4:00 Uhr nachts los. Wir wollten pünktlich zum Presse-Check-in da sein, und das funktionierte auch mehr als gut. Die Fahrt war sehr entspannt, und in Lübeck sah man dann auch bereits die ersten, zwar vereinzelten, Festivalgänger bzw. Anhänger.
Gegen 8:30 Uhr kamen wir dann am Check-in an, und anders als bei meinem letzten Besuch 2022 war dieser an einem anderen Ort zu finden. Der Check-in war an einem Kuhstall, wo das morgendliche Muhen überall zu hören war. Ich fand es toll, und Lotti hatte auch ihre Freude mit den Milchgebern. Wie kann so ein Festival besser starten? Richtig, gar nicht! Wir holten unsere Bänder und fuhren weiter zum Camp Ground.
Ich kann immer noch nicht sagen, ob wir falsch platziert worden waren oder ob wir einfach Glück hatten. Auf jeden Fall hatten wir einen Ground fast für uns allein. Der VIP-Camp-Ground war direkt neben uns und bereits mehr als gut gefüllt. Wir standen womöglich auf dem Tag- bzw. Bandparkplatz … so wirkte es ab Mittwoch zumindest. Aber gut, Glück für uns, und wir hatten unsere Ruhe.
Nachdem wir das Lager aufgebaut hatten, und das auch noch pünktlich vor Regenbeginn, legten wir uns noch einmal hin, denn heute stand bereits der erste Programmpunkt auf dem Plan. Gegen 17:00 Uhr machten wir uns auf zur Erkundungstour mit dem Ziel LGH Landgasthof. Ich muss sagen, dass ich wirklich extrem überrascht war, wie sich der Zeltplatz in den letzten drei Jahren verändert hatte. Das Residenz Evil kannte ich noch als kleine Fläche am Arsch der Heide, und mittlerweile ist es ein riesiges Areal geworden. Auch die Befestigung der Wege war echt super. Am Ende des Weges ging es über eine mobile Brücke rüber auf die Wacken Plaza. Dort waren die Welcome to the Jungle Stage und bereits sehr viele Zelte für die Kauflustigen aufgebaut und bereits geöffnet. Ich hätte es auch nicht für möglich gehalten, dass bereits am Sonntag so viele Menschen vor Ort waren.
Lotti und ich kauften uns also erst einmal unsere Wacken-Shirts und genossen das Treiben. Auf der Jungle Stage, die übrigens seit 2022 richtig gewachsen ist, spielte Maschine (und damit meine ich jetzt nicht Dieter Birr, sondern die WOA-Ansager-Legende) Bingo mit den Leuten. Natürlich alles mit einem gewissen Metal-Einschlag, aber das war für Lotti schon verdammt lustig zu sehen. Wir guckten uns den Spaß noch kurz an und gingen dann weiter. Vorbei an diversen Ständen und dem Wackinger Village bis zur Wasteland Area, die auch einen neuen Standort bekommen hat. Auch das Wasteland ist deutlich gewachsen, aber dazu später mehr.
Weiter ging es über den bereits auch sehr gut gefüllten Campground ins Dorf. Am Eingang für die Fußgänger wurde ich dann doch auch das erste Mal etwas sentimental. Ich erzählte Lotti, dass ich hier vor 20 Jahren das erste Mal auf das Gelände gekommen bin, und wenn man sich diese Zahl etwas auf der Zunge zergehen lässt, dann ist das schon echt heftig … irgendwie. Generell laberte ich ununterbrochen über meine Erlebnisse dort. Ich glaube, auch Lotti brannten etwas die Ohren, da sie aber auch selbst erschlagen war von der Größe und dem Bombast, den das Wacken zu bieten hat … wenn sie dort schon gewusst hätte, was noch alles auf sie zukommen sollte.
Im Dorf angekommen, sah man auch sofort, dass hier für die nächsten Tage alles für den Ausnahmezustand vorbereitet und für die Party des Jahres geschmückt wurde.
Wir gingen zum Landgasthof, und das aus zwei Gründen. Zum einen wollte ich Lemmy die letzte Ehre erweisen und zum anderen sollten dort heute SKYLINE eine Warm-up-Clubshow spielen. Als wir am LGH ankamen und ich die Lemmy-Statue sah, wurde ich auch gleich wieder sentimental. Seine Asche wurde zwar, ich denke auch mal, nur über die Zeit des Festivals aus dem Sockel entfernt, aber trotzdem war es schön, dort zu sein. Ich öffnete meine Jacky-Coke-Dose, um sie auf Lemmy zu erheben, als plötzlich mein alter Freund Guilherme Miranda von DIETH und ENTOMBED A.D. auf die Straße lief. Wir freuten uns extrem darüber, uns wiederzusehen, und er erzählte mir, dass er gerade mit DARK EMBRACE dort gespielt hatte. Das hatte ich gar nicht mehr auf dem Schirm und auch nicht, dass MOB RULES und andere bereits heute dort spielten.
Nachdem wir uns dann erst einmal verabschiedet hatten, kam auch Veranstalter Holger Hübner mit seinem Fahrrad um die Ecke gefahren. Wir sagten kurz Hallo und holten uns noch ein Foto mit ihm, bevor wir in den Landgasthof gingen. Dort stand bereits das nächste Wacken-Kultgesicht vor uns: Harry Metal Himself! Wie gesagt, Lotti und ich hatten uns im Vorfeld seine Videos bei YouTube angeguckt und Lotti feierte ihn auch. Also haben wir nett nach einem Foto gefragt und auch eines bekommen, und dann ging es rein.
Wirklich, jeder, der mal in Wacken ist, sollte sich den LGH angucken. Das ist wirklich ein total schöner Club geworden, und wenn man bedenkt, dass in der Doku FULL METAL VILLAGE (2006/2007) hier noch die Dorfkneipe war, dann ist dieser Ort wirklich wichtig für das Festival. So kommen wir nun aber auch zur ersten Band des Festivals für uns, den legendären SKYLINE!
SKYLINE ist die alte Band von Veranstalter Thomas Jensen und war eigentlich eine Coverband. Ich hatte die Band seit 2009 eigentlich immer in Wacken gesehen, und seit 2019 spielen sie auch vermehrt eigene Songs. Dort erschien ihr erstes Album „Uncovered“ und ihr Set wurde zunehmend zu einem eigenen mit gelegentlichen Covern. 2024 erschien dann „Human Monster“ (welches ich hier auch reviewt hatte), und SKYLINE legte den Coverband-Stempel endgültig ab. Ich fand das Konzert super! Wenn man SKYLINE nur als Opener der Hauptbühne kennt, dann sollte man die Gelegenheit nutzen, sie sich mal so anzugucken. Die Band hat es einfach drauf und ist extrem sympathisch. Selbst Thomas kam auf die Bühne, um mit den Jungs einen Song zu spielen. SKYLINE hatte zwar im Set auch einige Cover mit dabei, aber ihre eigenen Songs sind für mich dann doch wirklich die Stärke der Band und verdammt gut. Lotti fand sie auch so gut, dass sie sich die Band am Donnerstag dann noch einmal angucken wollte.

