TFTHS Classic vom 25.08.2022 mit GRAVE DIGGER
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Live on Stage Report – SIX FEET UNDER | EMBRYONIC AUTOPSY
23.06.2026 – Hamburg @ Logo
EEEEEEeeeeeEEEEEE!!!!
Mensch, was war ich aufgeregt bzw. voller Vorfreude! Ja, 99,99 % der Redaktionskollegen und sicherlich viele Leute da draußen (inklusive meiner Frau) werden es anders sehen oder nicht verstehen, aber ich hatte mega Bock auf das SIX FEET UNDER-Konzert. Warum? Die letzten beiden Alben waren mal wieder ein positiver Lichtblick, genau so wie die Liveaufnahmen aus Amerika vom letzten Jahr sowie die aktuellen Videos, die man schon von der Tour gesehen und gehört hat. Natürlich muss man die Musik mögen, und da die Truppe um Chris Barnes eine der zehn Einsteigerbands im Metal für mich war, bin ich da auch ein wenig nostalgisch unterwegs bzw. habe einen anderen Bezug dazu.
Es ist zugleich auch mein erstes Konzert im LOGO in Hamburg, und es war natürlich schon merkwürdig, eine „so große“ Band in einem recht kleinen, eher für den Underground bekannten Club sehen zu sollen. Aber natürlich ist der Fall der Truppe auch nicht an mir vorbeigegangen, und ich war einfach froh, dass ich überhaupt noch mal die Chance dazu bekomme. Die Parksituation ist nicht so leicht in der Umgebung, aber dennoch machbar, vor allem, wenn man mit den öffentlichen Verkehrsmitteln anreist und dem Kumpel mit Auto einen Platz freihält. Aber das wissen die meisten wohl schon, und dank der recht frühen Anreise war ein Platz in der ersten Reihe gesichert. Der Club an sich ist echt top, hat eine kleine, gemütliche Bühne, deren Soundanlage beide Bands top rübergebracht hat. Das Barpersonal ist super nett und höflich und vor allem für die Menge des ausverkauften Konzerts an Besuchern richtig flott unterwegs. Was möchte man also mehr?
Richtig, Mukke und das am besten direkt auf die Fresse, und somit sind wir beim Opener EMBRYONIC AUTOPSY angelangt. Vor lauter Vorfreude habe ich ganz verplant, mich vorab mit der Truppe zu beschäftigen. Demnach sagte mir die Band vorher gar nichts, außer, dass der Name der Band für eventuell harten Death Metal der brutalen Schiene stehen wird. Und damit lag ich vollkommen richtig! Die Truppe aus den Staaten ist schon die gesamte Tour über an der Seite von SFU und hat mit dem heutigen Tag das Ende der Clubshows zu feiern und somit das Ende ihres Parts bei der Tour. Und das hat man gemerkt, denn neben den eh schon schnellen und präzisen Riffs lag irgendwie noch ein Stückchen mehr in der Luft.
Die Meute im LOGO wurde ordentlich eingeheizt, und die Truppe hat gefühlt aus allen Rohren gefeuert und mich vollkommen überzeugt. An sich sorgte der Club ja schon für eine gemütliche, kleine Atmosphäre, wie man sie eventuell von Underground-Konzerten aus der Jugend kennt. Aber wenn man zusätzlich dazu auch noch wie damals unverhofft von einer einem unbekannten Band überzeugend an die Wand gespielt wird, hat man doch alles gewonnen, oder? Was will ich damit sagen? Die Stimmung war großartig bei allen Leuten vor Ort, und das hat man gespürt. Und genau diese Energie haben EMBRYONIC AUTOPSY eingefangen und mit Death Metal gespiegelt an die Masse zurückgegeben. Großartig, und die knappe Stunde verging wie im Fluge! Davon gerne mehr, und wird daheim definitiv auf Platte auch nachgeholt!
Nun also eine kleine Umbaupause, das Drumkit wurde abgebaut, sodass nur noch eins auf der Bühne steht. Neue Getränke geholt und sich so langsam darauf vorbereitet, dass es nun endlich losgehen würde. Mangels Platz und Co. war natürlich die Band selbst auch schon vorher am Wuseln auf der Bühne, und wer braucht bei so einem kleinen Konzert schon einen dicken Walk-in oder so was? Instrumente checken, schon mal ein wenig mit dem Publikum herumeiern und dann einfach loslegen – unverschnörkelt, nicht unnötig choreografiert, sondern einfach und simpel gehalten (wie die Musik auch 😉).
Und dann ging es auch schon los! SIX FEET UNDER im LOGO Hamburg, und der Saal tobte ab dem ersten Klang. Moshpit, Headbangen und Gerangel in den ersten Reihen, dazu noch viele textsichere Fans neben mir und eine top gelaunte Truppe auf der Bühne mit klassischem, groovigem Death Metal. Die Band hatte Bock, Chris hatte Bock! Was nämlich neben den glücklichen Gesichtern der Fans aufgefallen ist: Ebenso haben SFU grinsend ihr Set durch den Saal geballert. Und Mensch, was für eine Setlist. Sehr seeeeeehr viele alte Klassiker aus den Anfangsjahren, dazu zwei Titel vom aktuellen Album und beendet wurde das Ganze mit zwei CANNIBAL CORPSE-Klassikern. Warum auch nicht, immerhin spielen bei SFU ja nun auch zwei originale CC-Gründungsmitglieder mit, ebenso wie bei CC aktuell selbst. Und auch wenn das Ende des Abends damit perfekt abgerundet wurde, so muss man einfach zu den restlichen Titeln an sich sagen, dass ich selten so etwas Mitreißendes miterlebt habe. Selbst meine Frau, die mit Growling und Death Metal nichts wirklich anfangen kann, wurde überzeugt, und ich meine weiterhin, dass viele Klassiker der Band eigentlich jeden mitreißen können, sofern man es zulässt.
Ja, es ist teilweise simpel, aber es muss halt auch nicht immer nur Blastbeats und Co. sein, um gut zu sein. Und hey, wer das mochte, hatte ja eigentlich bei der Vorband schon genug davon, oder? Jedenfalls klang alles einfach perfekt. Chris' Stimme war genial und dabei auch das bekannte Meme „EEEEEeeee!!!“, das einfach Teil der Songs ist und mit dazugehört. Natürlich merkte man den beiden Hauptmitgliedern das Alter schon an, sodass von einer großen Bühnenshow nicht gesprochen werden kann. Aber sie haben ihr Bestes gegeben. Unter anderem hat wohl Chris eine seiner Dreads genommen und sie vor mir, während ich am Headbangen war, mitkreisen lassen. Habe ich selbst nicht gesehen, aber großartige Story. Eventuell sieht man es im Livemitschnitt von Jack Owen (PS: Ich bin der Dude mit dem BLOOD INCANTATION-Shirt). Aber ja, was soll ich da final noch sagen? Alle kamen zu Recht durchgeschwitzt aus dem Club, haben das LOGO gefühlt auseinandergerissen und so etwas erlebt man nur, wenn einfach alles gestimmt hat – und das hat es!
War Is Coming
Silent Violence
Revenge of the Zombie
Lycanthropy
Torn to the Bone
Feasting on the Blood of the Insane
Victim of the Paranoid
Seed of Filth
Death or Glory
Know Nothing Ingrate
Mister Blood and Guts
Ghosts of the Undead
Human Target
Beneath a Black Sky
Stripped, Raped and Strangled (CANNIBAL CORPSE-Cover)
Hammer Smashed Face (CANNIBAL CORPSE-Cover)

