TFTHS Classic vom 06.10.2022 mit Tom Angelripper
Aktuelle Meldungen
Zephyr's Odem - Monthly Warfare 06-2026
Unsere Alben des Monats Juni 2026
SOULBURN – Quanttifying Cosmic Doom (2026)
SOULBURN haben keine Sammlung von Songs veröffentlicht, sondern einen schwarzen Monolithen erschaffen, der sich jeder einfachen Beschreibung entzieht. Wer bereit ist, sich auf diese Reise einzulassen, findet hier eines der außergewöhnlichsten Extreme-Metal-Werke der letzten Jahre
NUNSLAUGHTER – Satanic Chaos Legion (2026)
Ein Album, das die eigene Legende nicht verwaltet, sondern ihr noch einmal ein verrostetes Messer zwischen die Zähne klemmt. Wenn Devil Metal einen amtlichen TÜV-Stempel braucht, dann steht er genau hier: bestanden, gesegnet vom Teufel, durchgefallen bei der Kirche.
FLESHCRAWL – Epitome of Carnage (2026)
FLESHCRAWL haben den Verlust von Sven nicht verdrängt, sondern verarbeitet und daraus neue Energie gezogen. Epitome of Carnage wirkt wie ein riesiger blutiger Mahlstrom aus Vergangenheit, Gegenwart und purer Leidenschaft. Diese Band lebt mehr denn je.
DARK ZODIAK – Black Goddess (2026)
Es gibt Flüstern, Gegrowle, Gekeife und Gequieke, daß es eine Freude ist. Die Produktion knallt ordentlich, ist aber trotzdem undergoundig. Also nix mit klinisch und überproduziert. Obendrauf gibt es ein fantastisches Artwork welches perfekt zum Albumtitel passt.
LEX LEGION – Lex Legion (2026)
Wer die goldene Ära von King Diamond liebt, wird dieses Album verschlingen. Wer klassischen Heavy Metal liebt, ohnehin. Für mich ist Lex Legion nicht nur eine Reise zurück in die frühen Neunziger, sondern gleichzeitig der Beweis, dass großartige Musik kein Verfallsdatum kennt
EINHERJER – Lifeblood (2026)
EINHERJER haben sich selbst übertroffen und schenken uns ein wahnsinnig starkes Album, welchem ihr unbedingt eure volle Aufmerksamkeit schenken solltet. Voller Support! Kauft die Scheibe! Die Jungs haben es mehr als verdient!
WARNING – Rituals Of Shame (2026)
“Rituals of Shame” ist defintiv das Doom Metal Album abseits überproduzierter und makelloser Veröffentlichungen geworden. Roh, in düsterer Essenz des Undergrounds getränkt und mit ordentlich nostalgischem Flair garniert. Hier gilt es sich bei aller Schwere und Melancholie fallen zu lassen, zu fühlen
SPACE PARASITES – Make me evil (2026)
Fette Riffs, starke Kompositionen, eine Frontfrau mit absolutem Wiedererkennungswert und genug Herzblut, um selbst den letzten Tresen im Berliner Underground zum Beben zu bringen. Genau so muss diese Art von Metal klingen.
ASTRIFEROUS – Atavistic Unraveling (2026)
Ich stehe ja auf sowas. Dieser ganze Weltraumhöhlenmenschen-Death Metal MUSS eben auch so klingen. Nicht zu poliert, vertrackt und doch mahlstromartig mitreißend, mit einem Menschen der mir seine Weisheiten in Tonhöhe C oder tiefer entgegengrowlt.
VORAX – Volcano Shock (2026)
Am Ende ist Volcano Shock genau das Album geworden, das ich 2026 eigentlich viel häufiger hören möchte. Keine sterile Hochglanzproduktion, kein überambitionierter Technikzirkus, sondern ehrlicher Death Metal mit Eiern, Herz und einem verdammt guten Gespür für Riffs.
VERDUN - Abyssal Womb (2026)
Verdun liefern mit Abyssal Womb ein dichtes, düsteres und zum Teil extrem beklemmendes Werk ab. Verdun schafft es beide Lager, Black und Sludge zu verbinden und eine Brücke zwischen den Genres zu erbauen, so dass auch zum Beispiel Fans der Lousianatruppe von Crowbar nicht die Nase rümpfen können oder die elitären Blackmetaller.
SPEEDSLUT – Cimbrian Rites (2026)
SPEEDSLUT liefern genau das ab, was ihr Bandname verspricht: ungezügelte Energie, jede Menge Herzblut und Riffs, bei denen man automatisch die Luftgitarre auspackt. Wer nach dem letzten Ton keinen Nackenmuskel spürt, hat das Album entweder stumm gehört oder versehentlich Schlager aufgelegt.
BLOODKILL – Systemic Disruption (2026)
„Systemic Disruption“ ist ein energiegeladenes, mitreißendes Thrashgekloppe, welches viel zu schnell vorbei ist, aber eine magische Anziehungskraft der Repeattaste bewirkt. Ich jedenfalls finde das Scheibchen der vier Inder saucool, und werde mir bei Gelegenheit definitiv mal das Debutalbum reinziehen.
HELLEVATE – Killicon Valley (2026)
Und wenn dieser Metalfan seine Erfüllung im Thrash, Speed und Power Metal findet, dürften sie damit auch Erfolg haben. „Killicon Valley“ ist eine gelungene Mischung aus Melodie und Aggression, die sich nicht gegenseitig im Weg stehen, sondern gemeinsam für maximale Wucht sorgen.
EVERGREY – Architects of a new Weave (2026)
Doch hinten raus fehlt ein wenig die ganz große Magie, der eine Song für die Ewigkeit, dieser monumentale Treffer mitten ins Herz. Statt kompletter Eskalation gibt es diesmal eher kontrollierten Weltschmerz mit gelegentlichen Gänsehautmomenten. Immer noch beeindruckend. Aber eben nicht ganz überirdisch.
HOT OF THE MONTH
HÖWLER – Beyond Mortal Control (2026)
In Zeiten, als man noch mit dem Finger auf der Aufnahmetaste verweilte, um Songs vom Radio mitzuschneiden, hätte man HÖWLER wahrscheinlich gelyncht, denn scheinbare Songenden in die Tracks einzubauen, scheint ein kleines Hobby der Kostarikaner zu sein.
PREMIUM TIP
IRON KOBRA – Eternal Dagger (2026)
Heavy Metal wie er sein wollte. Zu jeder Sekunde authentisch, unkalkuliert und immer dem Gespür, was gut für den Song ist. Die Soli glänzen ohne den anderen Instrumenten im Licht zu stehen, hier wirkt alles wie aus einem Guss

