TFTHS Classic vom 10.11.2023 mit Tom G.Warrior
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Live on Stage Report – Walpurgisnacht 2026
vom 01. bis 02. Mai 2026 – Berlin @ ORWOhaus
AUF ZUM LETZTEN TANZ!
Das war sie also, die letzte Walpurgisnacht. Ja, richtig gelesen, was 2022 als Ableger des De Mortem et Diabolum ins Leben gerufen wurde, wird nun, nach der fünften Auflage zu Grabe getragen. Seitens der Veranstalter lautet es, wie folgt:
„Die Gründe sind vielfältig und reichen, so transparent wollen wir sein, vom bereits kommunizierten schwierigen Vorverkauf (nicht zum ersten Mal) bis hin zu persönlichen Veränderungen in unserem Organisationsteam. Wir werden alle nicht jünger, Familien entstehen und Prioritäten verschieben sich…“.
Verdammt schade, für mich als Dauergast, der jedes Jahr dabei war und diese Veranstaltungsreihe mit der eigenen Band damals sogar eröffnen durfte. Apropos Erstauflage der Walpurgisnacht, diese sollte eigentlich schon 2020 stattfinden, wurde damals aber – wir alle erinnern uns schmerzhaft an diese Zeit – aus „coronalen“ Gründen verschoben. Man könnte meinen, es lag schon damals ein kleiner Fluch irgendeiner Hexe auf dem Festival. Doch ab 2022 ging es dann endlich los und in den folgenden Jahren sah man dort fantastische Konzerte etablierter Bands und wurde immer wieder von eher unbekannteren Acts überrascht. Der Mix war etwas bunter als beim De Mortem und damit stilistisch noch etwas breiter aufgestellt als die Hauptveranstaltung im Dezember. Und genau das bot auch die finale Auflage am 1. und 2. Mai 2026.
TAG 1
Es ist der „Tag der Arbeit“ und die Sonne lacht. Wer Bock auf Demo hat, kann heute wunderbar marschieren gehen. Wem es aber eher nach einer amtlichen Ladung extremer Musik verlangt, der bewegt sich heute ins ORWOhaus. Pünktlich um 14:30 Uhr eröffnen die Nordlichter Diabolisches Werk die fünfte Walpurgisnacht mit ihrem rotzigen Bastard aus Death, Thrash und Black Metal, bei dem auch ein gewisser Punk Vibe mitschwingt. Die Band ist sehr motiviert und stört sich nicht daran, dass die Location aktuell noch nicht allzu voll ist. Stattdessen geben sie ordentlich Gas für die, die eben nun schon die Fäuste zu den Salven der Kieler recken.
Wer nun Lust auf eine fette Ladung Death Metal hat, wird in den nächsten 40 Minuten keineswegs enttäuscht werden, denn Wilt stehen in den Startlöchern. Während ich bei den Westfalen in erster Linie erstmal an die alte Schwedenschule denke, höre ich andere Besucher auch diverse britische Bands zum Vergleich heranzuziehen. Und irgendwie passt beides, denn Wilt vereinen die Hochburgen und verschmelzen sie gekonnt zu einem fetten und brutalen Groovemonster. Gekrönt von einer sehr sympathischen Ausstrahlung punkten sie bei mir und dem restlichen Publikum ebenso.
Auf Outlaw hatte ich mich im Vorfeld schon sehr gefreut. Die letzten Male, die ich sie live erleben durfte, waren bereits überzeugend und sollte der Sound stimmen, so würde der folgende Auftritt wohl ein erstes Highlight werden. Doch zunächst stimmt soundtechnisch hier so einiges nicht und es muss erst einmal fix nachjustiert werden. Obendrein fehlt aus gesundheitlichen Gründen (wie Frontmann Daniel mir später erzählte) auch noch die zweite Gitarre. Outlaws Hymnen mit nur einer Gitarre? Uff, das ist erstmal ein kleiner Schock…
Doch nachdem der erste Song gespielt ist, steigert sich der Sound schlagartig und allerspätestens beim dritten ist der Klang perfekt. Plötzlich füllen die großen Melodien der gebürtigen Brasilianer das ORWOhaus und die Atmosphäre beginnt zu wachsen und sich zu verdichten. Das Highlight, auf das ich gewartet hatte, formt sich nun ganz rasant und Song um Song gewinnt das Trio die Menge für sich. Auch wenn also der Einstieg etwas schwierig war, liefern Outlaw letztlich doch einen ersten Höhepunkt des ersten Tages und beenden ihr Set fulminant mit „Reaching Beyond Assiah“.
Es ist kurz vor 18 Uhr, als die Lokalmatadoren Imha Tarikat die Bühne betreten. Inzwischen ist der Saal ansehnlich gefüllt. Ein Grund könnte die nun spielende Band selbst sein, wenn man betrachtet, wie diese vom Publikum begrüßt und gefeiert wird. Und eine Überraschung ist dies auch nicht, so wie die Berliner hier abliefern. Ihre extreme Energie überträgt sich auf die Meute im Saal, die ordentlich in Wallung gerät. Frontmann Ruhsuz Cellât alias Kerem malträtiert seine Stimmbänder aufs Derbste und dreht auf der Bühne Runden wie ein Derwisch aus der Hölle.
Auch seine Bandkollegen sind alles andere als einbetoniert und heizen den Saal ebenfalls heftig an. Drummer Jerome (btw. Sohn von Kreators Ventor) befeuert das Ganze zusätzlich, klettert auf sein Set in einem kurzen Break und springt punktgenau auf seinen Hocker zurück um wieder reinzudreschen als gäbe es kein Morgen. Imha Tarikat sind vielleicht ein bisschen irre, aber genau deshalb auch verdammt geil.
Offen gestanden kannte ich One Of Nine gar nicht, bis ich ihren Namen auf dem Flyer für die Walpurgisnacht sah. Was ich mir im Vorfeld dann anhörte, gefiel aber sehr gut. Nichtsdestotrotz gehe ich ohne eine gewisse Erwartungshaltung vor die Bühne und lasse mich einfach überraschen. Entsprechend unvoreingenommen kann ich mich einfach treiben lassen. Mit „Age Of Chains“ starten sie in ihr Set mit genau dem Song, den ich vom Reinhören auffällig positiv im Gedächtnis behalten habe – das catcht natürlich. Ich gebe mich dem herrlich oldschooligen Sound der amerikanischen Tolkien Verehrer hin und fange an zu genießen, womit ich ganz eindeutig nicht allein dastehe. Im Gegensatz zu mir ist das Publikum mit der Band jedoch deutlich vertrauter, was ich nach und nach immer mehr feststelle.
Der Sänger von Lamp Of Murmuur, die gleich im Anschluss spielen sollen, scheint das Einsingen wohl nicht gänzlich allein gestalten zu wollen und kommt schon mal für einen Gastauftritt zu seinen in schwarze Roben und Nieten gehüllten Landsleuten auf die Bühne. Mit „Of Desperate Valor“ beenden sie letztendlich unter lautem Jubel ihrer alten und neugewonnenen Fans die Show und geben den Staffelstab nun final an Lamp Of Murmuur weiter.
Die Truppe um Bandchef M. sehe ich heute zum ersten Mal und bin ein wenig gespannt, unter anderem da mein guter Freund Jonas sie sehr feiert, seit dem er sie mit Spectral Wounds sah – und seine Meinung hat Gewicht bei mir. Da der Sound der Alben nicht so ganz meinem Gusto entspricht, bin ich sehr positiv vom Klang am heutigen Abend angetan. Dieser überträgt zwar die angestrebte Atmosphäre der Band, doch klingt alles etwas differenzierter und zugleich „echter“ (statt von Effekten überladen), was mich erreicht und abholt. So gefallen auch mir Lamp Of Murmuur mit ihrem eigenständigen Mix aus rabiatem Old School Black Metal, Gruselatmosphäre und einem Hauch Dark Western ziemlich gut.
Nach so viel wildem Geschepper und alter Black Metal Schule gibt es jetzt einen radikalen Tapetenwechsel, der sagenhaft funktioniert: Nach aller garstigen Raserei der letzten Stunden bringen The Night Eternal nun lupenreinen Heavy Metal auf die Bühne des ORWOhauses. Normalerweise nehme ich eigentlich Reißaus, wenn diese Spielart auf dem Programm steht, aber erstens habe ich großes Vertrauen darin, dass das Team von De Mortem et Diabolum beziehungsweise Walpurgisnacht weiß, was es tut und zweitens lässt die Tatsache, dass The Night Eternal und Imha Tarikat sich viele Musiker teilen, drauf schließen, dass hier Künstler mit einem angenehmen Hang zur Dunkelheit auf der Bühne stehen und nun keine kitschiege Heavy Show droht. Und tatsächlich bin ich sehr schnell angefixt.
Die Band liefert natürlich eine energische Show, aber nichts ist dabei albern, sondern einfach kernig und authentisch. Während die Instrumente nicht selten Iron Maiden Vibes versprühen, erinnert mich der Gesangsstil von Frontröhre Ricardo das ein ums andere Mal an Glenn Danzig. Nachdem ich nun also in Bezug auf die Black Metal Bands des heutigen Tages so oft den Ausdruck „Old School“ benutzt habe, gilt dieser Wortlaut auch – äußerst wohlwollend – für den Heavy Metal von The Night Eternal. Wer auf 80er Heaviness steht, sollte diese Band mit geschätztem Altersdurchschnitt von 30 unbedingt mal antesten.
So schön diese Exkursion in für mich ungewohnte Gefilde aber auch war, was die Tagesagenda nun bereithält, ist für mich nicht weniger als ein verdammt lang gehegter Wunsch: Endlich darf ich zum ersten Mal überhaupt Cult Of Fire live sehen! Ich weiß gar nicht mehr, wie lange ich meinem Freund André, der zum engsten Orgakreis des Festivals gehört, schon damit auf die Nerven gehe, dass ich diese Band bei der Walpurgisnacht oder dem De Mortem sehen möchte.
Nun also ist es soweit. Wenn ich beschreiben sollte, was genau dafür eigentlich der Grund ist, wüsste ich gar nicht, wo ich anfangen soll. Diese Truppe ist so outstandig, dass es den Rahmen dieses Artikels sprengen würde. Doch hier ein paar Eckdaten: Das Bühnenbild ist total opulent und völlig eigen und mit nichts anderem zu vergleichen. Im Vordergrund ein Altar voller Kerzen, Früchten, Statuen und Perlen, Weihrauch in der Luft, rechts und links riesige Schlangenfiguren, unter denen die Gitarristen sitzend spielen und in der Mitte Sänger Vojtěch in seiner Ritualsgewandung inklusive Chhau-Maske. Hinduistische, buddhistische, vedische und esoterische Themen begleitet von sägenden Gitarren, hämmernden Drums und extremen Schreien und das bei dieser Kulisse – wie kann das kein Headliner mit Ausnahmestatus sein?
Klar, dann, wenn der Sound Mist wäre, doch das ist hier und heute absolut kein Problem. Alles sitzt, alles klingt, die Show wird perfekt inszeniert und ich verfalle nicht einfach nur ins Schwärmen sondern fast schon in Trance. Was hier passiert, ist einfach etwas ganz Besonderes und Unvergleichbares und meine große Vorfreude auf dieses Konzert wird einfach völlig erfüllt. Dass „Kali Ma“ gespielt wird, hatte ich erhofft (und etwas erwartet) und ich werde nicht enttäuscht. Gekrönt wird das Ganze dann noch dadurch, dass ich eine Perle von der Altardekoration behalten darf. Mehr geht nicht! Was ein Abschluss eines großartigen ersten Tages…
TAG 2
Auch in diesem letzten Walpurgisnacht-Jahr gibt es wieder ein brachiales Duo zu bestaunen. Zwar ist die Bühnenshow von Mýrdal etwas spartanisch angelegt, aber wenn man zu zweit für so viel Feuer sorgen kann, sei es verziehen. Denn was die beiden Herren hier als Duett durch das ORWOhaus blasen, ist schon beachtlich. Okay, vollkommen aus den Socken hauen die Sachsen mich nicht, doch einen amtlich soliden Auftritt möchte ich ihnen schon attestieren und auch das Publikum zollt ihnen reichlich Anerkennung. Für Maat schlägt mein Herz schon sehr lange und als bekennender Fanboy prangt auf meinem wüstensandfarbenen Shirt heut auch ihr Logo. Auf die Berliner mit der Leidenschaft fürs antike Ägypten habe ich mich extrem gefreut – und werde in keinem Moment enttäuscht.
Der Sound ist klar, drückend und brillant und so knallt ihr fesselnder Egyptian Death Metal schwer und mit der archetypischen Stimmung aus den Boxen. Während die ersten drei Songs das (noch) aktuelle Werk „From Origin To Decay“ bedienen, geht es danach zurück ins Jahr 2014, wo unter anderem der Titelsong des Debütalbums „As We Create The Hope From Above“ lauert, was mich sehr freut. Die fünf Herren aus der Hauptstadt liefern in ihren martialischen, mit Erde bedreckten Outfits Song um Song supertight ab. Nach 40 intensiven und irgendwie viel zu schnell verstrichenen Minuten endet das Set der Hobbyägypter mit dem 2017er „March For A Dying God“. Das war verdammt fett, unterhaltsam und sympathisch und wieder einmal überzeugend. Und ich höre mich immer noch leicht ketzerisch aber ernst gemeint sagen: „Wie Nile, aber in geil!“, denn für mich überliefern Maat dieses Thema einfach viel besser als die deutlich populäreren Amerikaner - und das eben auch live.
Nach diesem heutigen Ausreißer in todesmetallische Gefilde geht es zurück in die schwarze Schiene: Servant sind aktuell - mindestens in der deutschen Black Metal Szene - ein ganz heißes Eisen und das zu recht. Denn nicht nur auf Tonträger sondern auch live begeistern die Niedersachsen. Die Songs sind sehr energetisch, temporeich und voller Melodie. Sänger Farago weiß sein Chrisma zu nutzen und heizt die Menge immer wieder erfolgreich an. Kurz und knapp: Ein Erfolg auf ganzer Linie und vermutlich ein Highlight für viele.
Verdammt gern hätte ich das auch über Agrypnie gesagt, doch irgendwie ist beim Auftritt der deutsch-österreichischen Formation der Wurm drin. Der Sound ist nicht wirklich rund und das gilt scheinbar nicht nur vor sondern auch auf der Bühne. Zum Beispiel habe ich den Eindruck, dass Schlagzeuger Flo, den ich für einen der besten seines Handwerks in der heutigen Zeit halte, nicht so recht seine Kollegen hören kann. Dieser Mann ist für gewöhnlich makellos und verlässlicher als das Amen in der Kirche, doch heute passt irgendwas nicht zusammen. Daher springt der Funke nie völlig bei allen über. Immerhin beim finalen „Der tote Trakt“ kriegt die Truppe um Bandkopf Torsten Hirsch mich nochmal gepackt.
Die nun anknüpfenden Karg locken einerseits einige eingefleischte Fans des depressiven, selbstzerstörerischen Black Metal ins ORWOhaus, scheinen andererseits aber auch nicht jedermanns Geschmack zu sein. Vielleicht ist aber auch das famose Wetter schuld, dass sich einige Menschen nach draußen zu einer kleinen Beschallungspause locken lassen. Unter ihnen sind auch meine Frau und ich, die zum einen eben nicht so viel mit Karg anfangen können und auf der anderen Seite einfach mal etwas Sonne, Frischluft und eine Ladung Pommes vom Foodtruck brauchen.
Wie gut diese kleine Auszeit war, wird umgehend klar, als Nornir die Bühne betreten und ich ihnen mit frischer Energie meine volle Aufmerksamkeit schenken kann. Es wäre geradezu fatal gewesen, dies nicht tun zu können – denn die Sachsen liefern nicht nur einen starken Auftritt ab, sondern vielleicht den Höhepunkt des Tages. Für mich persönlich läuft hier gerade wohl die Show des Tages! Nornir prügeln gnadenlos und doch gibt es genug Raum in den Songs, um den Kopf rhythmisch wippen zu lassen. Mein absolutes Highlight im Set kommt dabei schon früh: „Yggdrasil Og Nornene“ ist so verdammt episch und packend geschrieben, dass sich meine Haare aufstellen und ich mein diabolisches Grinsen kaum aus dem Gesicht gewischt bekomme.
Wenn ich den Freibergern also etwas ankreiden will, dann höchstens, dass dieser Megasong nicht das Finale ihres Auftritts darstellt. Und trotz dieses zwischenzeitigen Höhenflugs verlieren Nornir mich nicht und können bis zum Ende begeistern. Während des Sets stattet Servant- Sänger Farago ihnen übrigens noch einen Besuch ab. Okay, bis sein Mikro endlich eingepegelt ist, ist der Song fast vorbei, doch die Wirkung verfehlt sein Gastspiel nicht. Alles in Allem eine ganz starke Show!
So langsam neigt sich auch Tag II dem Ende. Nach den roten, blutverschmierten Gesichtern der Nornir-Musiker wird die Bühne nun in eisblaues Licht getaucht, denn nun stehen Istapp auf dem Plan. Passend zu ihrem Namen, der „Eiszapfen“ bedeutet, sind die Schweden nicht die größten Freunde der Sonne, was ein entsprechender Backdrop mit durchgestrichenem besagten Himmelskörper bestärkt. Auch die eindrucksvollen Roben der fünf Musiker sind echte Hingucker, genau wie der Mikroständer, der von einer stilisierten Schneeflocke geziert wird. Optisch machen Istapp also schon mal was her. Doch auch in Punkto Performance lassen die Schweden nichts anbrennen beziehungsweise schmelzen. Dass sie aber so einen eiskalten Sound haben wie zuvor Nornir kann ich nicht behaupten, denn Istapp haben sehr viele pagane, melodische Parts in ihren Songs und spielen gern mit (fast schon fröhlichen) Klargesängen. Zephyr’s Odem Kollege Niclas meint scherzend zu mir, dass er, wenn er es nicht besser wüsste, sie nach Finnland verorten würde.
Und in der Tat mache auch ich gewisse Ähnlichkeiten mit Bands wie Kalmah oder Ensiferum aus. Aber all das soll weder positiv noch negativ zu werten sein sondern lediglich eine Einordnung des Klangs Istapps. Unterm Strich erlebt das Publikum einen durchweg unterhaltsamen Gig einer motivierten, energiegeladenen Band, die auch nach dem Gig noch lange in ihren krassen Bühnen-Outfits durch das ORWOhaus streift und den Fans viele Möglichkeiten für gemeinsame Fotos lässt. Sympathisch…
Die letzten Klänge der Walpurgisnacht sollen dann etwas stiller sein. Epyrium entführen mit den Songs ihres Debüts „A Wintersunset...“ das Publikum ins Jahr 1996. Für Fans der Band um Gründer Markus Stock ist dies vermutlich ein Geschenk und der Inbegriff von Nostalgie, für mich und einige andere scheint es jedoch eher gediegene Abschiedsmusik zu sein…
Und so beginne ich meine Verabschiedungsrunde, was in diesem speziellen Falle nicht nur bedeutet, mich von der Crew, die einfach restlos aus fantastischen Menschen besteht, für die nächsten Monate zu verabschieden sondern auch von der Walpurgisnacht selbst – denn ich wusste bereits vor der offiziellen Bekanntmachung, dass dies mit großer Wahrscheinlichkeit der letzte Hexentanz im ORWOhaus sein wird. Das bedeutet für mich das Ende einer Ära, den Abschied einer Konzertreihe, die ich nicht nur jahrelang als Schreiberling sondern sogar einmal als Musiker miterlebt habe.
Großer Dank an die Gastgeber und Wehmut geben sich da die Hand. Doch eins bleibt mit Gewissheit: Im Dezember steht auf jeden Fall wieder das De Mortem et Diabolum an! Und neben einem Wiedersehen mit meinen Freunden unter Veranstaltern und auch (Dauer-)Gästen erwartet mich und euch wieder eine großartige Auswahl an Bands. Unter anderem sind diesmal Schammasch (mit in Deutschland exklusiver „Triangle“-Show), Darvaza, Panzerfaust, The Spirit und A Forest Of Stars dabei. Das solltet ihr auf keinen Fall verpassen! Sichert euch euer Ticket hier.

