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Zephyr's Odem - Monthly Warfare 07-2026

Unsere Alben des Monats Juli 2026


LEFT TO DIE – Initium mortis (2026)

Ein absolutes Muss für alle DEATH-Fans. Nicht bloß für Sammler, Komplettisten und Menschen, die ihre Demotapes alphabetisch nach Bands, Jahren und Schimmelbefall sortieren, sondern für jeden, der verstehen möchte, wo Death Metal seinen ersten modrigen Atemzug nahm.

FINSTERFORST - Still (2026)

Still bestätigt dennoch eindrucksvoll, warum FINSTERFORST für mich zu den spannendsten und besten Bands dieses Landes gehören. Das Album ist gewaltig, emotional, detailverliebt und trotz seiner 78 Minuten niemals zäh.

RUTHLESS – Curse Of The Beast (2026)

Dabei rutscht die Scheibe an keiner Stelle in Plätscheritis oder Langatmigkeit ab. Man ist fürbass erstaunt, wie schnell die Zeit beim Hören vergeht. RUTHLESS tragen den klassischen Heavy Metal der Achtziger in die Neuzeit, kloppen ein paar Rostpartikel ab und präsentieren das alte Schlachtross im neuen Glanz. Feine Sache, das.



WITCHSORROW – The Devil And All His Works (2026)

Alter, was ein fettes Teil. WITCHSORROW zeigen auf „The Devil And All His Works“ äußerst eindrucksvoll alles, was Doom Metal ausmacht. Dröhnender Gitarrenkrach aus den Siebzigern, BLACK SABBATH'sche Dunkelheit, zeitlose Brachialität und ab und an Geschwindigkeiten, die sich nur marginal oberhalb der Kontinentaldrift bewegen

PSYCROPTIC – The Pulse of Annihilation (2026)

Das neue Album ist zugänglicher, ohne gefällig zu werden, technischer Irrsinn mit nachvollziehbaren Strukturen und ein gewaltiges Riffgewitter, das nicht nur Musiker mit Taschenrechner begeistert. PSYCROPTIC klingen hier hungrig, präzise und erstaunlich frisch

HELLIONIGHT – Witches‘ Sabbat (2026)

HELLIONIGHT haben den Exotenbonus, der ihrem Herkunftsland Bahrain zuzuschreiben wäre, in keinster Weise nötig. Selbst im Ruhrpott oder Berlin, in Kalifornien oder New York heimisch, würden die drei Thrashologen Furore machen.

HROTHGAR – Tales Of Valhöll (2026)

Den Franzosen ist es mit dem Album gelungen, doch recht erfolgreich an den Pfosten der nordischen Hochsitze zu sägen. Die Mischung aus Melodic Death, Death Metal, Black Metal, Pagan Metal und Epic Metal ist sehr ausgewogen und macht Spaß.

MASTER MASSIVE – White Shadows (2026)

Ich bin gerade beim vierten Durchlauf von „White Shadows“ und erkenne mit jedem Mal mehr Details und Facetten. MASTER MASSIVE zeigen, dass sich Progressivität und Heavyness nicht ausschließen müssen, sondern ganz gut Hand in Hand gehen können.

MADBALL – Not your Kingdom (2026)

Not Your Kingdom ist kein nostalgischer Rundgang durch die New Yorker Hardcoregeschichte und auch kein verzweifelter Versuch, einer jüngeren Generation hinterherzurennen. Die Platte klingt hungrig, geschlossen und glaubwürdig.

INTO DARKNESS – Route to the Outer Side (2026)

Zufrieden bin auch ich damit, dass meine Erwartung zu keinem Zeitpunkt erfüllt wurde, sondern ich etwas gänzlich anderes bekam, als das, was ich zwar sehr gerne mag, aber eben schon ein paar zig Male gehört habe. Da kommt Space- Death Metal in angethrashtem Gewand doch direkt erfrischend. 

RAVAGED BY THE YETI – Snowbound Horror (2026)

RAVAGED BY THE YETI liefern ein kurzes, groovendes und erstaunlich unterhaltsames Death-Metal-Brett, das weder Kunstfell noch Wärmflasche benötigt. 8,3 von 10 eingefrorenen Extremitäten – und Rogga darf sich nun gern drei Tage Urlaub gönnen. Mehr aber bitte nicht, sonst werde ich nervös.

IRON SLAUGHT – Metallic Torments (2026)

Iron Slaught sind eine dringliche Empfehlung für Speed- und Heavy- Sammler. Lasst euch begeistern vom Charme dieser zwei Maniacs, auch mal in französischer Sprache betören, und verzaubern vom großartigen Songwriting, das natürlich nicht das Rad neu erfindet, aber eben sehr rund ins Rollen bringt.

TABERNAKEL – Scheintaufe (2026)

Die Mischung aus Aggression, Düsternis und Atmosphäre machen „Scheintaufe“ zu einem Release, welches tief in der Black-Metal-Tradition verhaftet ist, sich aber anschickt, diesen Anspruch frisch und unverbraucht darzubieten.

SOLACE – Fading Failing Ruin (2026)

SOLACE agieren in der Schnittmenge aus Doom Metal und Stoner Rock, scheuen sich aber nicht, auch mal Elemente aus dem Southern Rock, dem frühen Heavy Metal und sogar dem Blues zu entnehmen.

CRIME ZONE – Beach Thrash (2026)

Auf den Punkt gebracht, hier wird absolut nichts Neues fabriziert. Die Riffs hat man schon tausendmal gehört und auch das Gebrüll ist so innovativ wie eine Olive im Martini. Aber dafür macht der Kram mordsmäßig Spaß. Und so soll das auch sein.



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