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HKSPK – Heimkehr (2026) (Zweite Meinung)

(10.432) Robse (10/10) Blackend Death Metal


Label: D.I.Y.
VÖ: 11.09.2026
Stil: Blackend Death Metal 






Einst thronte das mächtige TSO – das Todesschwadron Ost – über Brandenburg-Frankfurt (Oder) mit Bands wie Riger, Minas Morgul, Vrankenvorde und war Vorbild für den Black-Death-Pagan-Nachwuchs im ganzen Land. Still wurde es über die Jahre, Musiker verließen die Stadt, wurden Väter, älter, und die Fackel erlosch Stück für Stück. Lange war es ruhig, und vergangene Erfolge wurden zu Lagerfeuergeschichten, bis sich ein junges, dynamisches Trio ein Herz fasste und die zu erlöschende Fackel wieder mit einer Napalmkanone entflammte. Und wie – meine Fresse, ey.

HKSPK – HELLO KITTY SCUM PORN KILLER (was für ein großartiger Name)

Leute, eine derartige Wucht und Spielfreude habe ich schon lange nicht mehr gehört, und wenn ich nicht altersbedingt Rheumasalbe auf dem ganzen Körper verteilt hätte, würde ich jetzt in die Anbauwand springen und die Raufasertapete von der Wand fressen.

Wenn man hierzu noch bedenkt, dass die jungen Wilden gerade erst aus der Schule gekommen sind und noch nicht mal ganze drei Jahre unterwegs sind, dann bekommen alte Herren wie ich schon mal die Ehrfurchtsgänsehaut. Ich habe die Burschen auf einem kleinen Dorffest kennen und lieben gelernt. Ein permanent grinsender Gitarrist, ein völlig cooler Drummer und ein Sänger namens Jim Tomic (geil), der mich aufgrund seiner lässigen, verschmitzten Art an meine Anfänge erinnert hat, sind doch seine Gags auf der Bühne unfassbar lustig. Und die Tatsache, dass er die Welt nicht so ernst nimmt, machen ihn und seine Mannen zu Publikumslieblingen und sehr sympathisch.

Wenn du weißt, wie man mit den Leuten umzugehen hat, die mit einem Bierchen in der Hand vor der Bühne stehen, leicht nach Schweiß riechen, dann hast du schon gewonnen, und der Erfolg gibt ihnen Recht. Innerhalb kürzester Zeit mauserte sich die kleine Vorband zum Publikumsliebling und spielt inzwischen auch Headliner-Shows. Kinders, wenn ihr am Ball bleibt, dann wird das noch ganz großes Kino mit euch, und meinen Segen habt ihr allemal.

Aber jetzt zur Musik – ich höre hier liebliche Parallelen zu Bands wie Bifröst, Darkthrone, Deströyer 666, Eisregen und auch den oben genannten Helden. Ja, die Mischung ist krass. Passt das? Und wie! Es passt wie das Auge in der Faust oder wie du heißt.

Stimmlich bewegt sich Jim im bösartigen Death-Metal-Bereich, und ich frage mich, wo der Bengel dieses Organ herholt. Fieses Geschreie der absoluten Black-Metal-Oberklasse gehört ebenso zu seinem Talent und macht Heimkehr zu einem absoluten Hörgenuss.

Hier auf bestimmte Songs einzugehen, ist absolute Zeitverschwendung, denn hier kommt alles aus einem Guss und muss von jedem Fan brachialer und dennoch melodiöser Musik unbedingt angecheckt werden, um sich danach zu verneigen. Bolt Thrower trifft auf Darkthrone – sollte als Beschreibung reichen.

Ich war lange nicht so angetan von einem Fast-Newcomer. Heimkehr ist nämlich schon das zweite Werk innerhalb kürzester Zeit, und ich spreche hier nicht nur ein großes Lob, sondern auch eine absolute Empfehlung für jeden Freund barbarischer Klänge aus.

Diese Leidenschaft und Spielfreude, diese Mischung aus altbekanntem bösen Metal in Kombination mit neuen, frischen Ideen machen dieses Album für mich zum Highlight 2026. Jungs, ihr seid auf dem richtigen Weg und habt ein riesiges Erbe übernommen, das ihr mehr als mächtig weiterlebt.

Ich verneige mich.

Göttlich.


Bewertung: 10 von 10 Punkten


TRACKLIST

01. Prelude
02. Torture
03. White Secretions II
04. Sonnenjäger
05. Kill The Weak
06. Rot In Despair
07. Rain In The Face
08. Heimkehr


ROBSE


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