OLD RUINS – Mount Arreat (2026)
(10.413) Timo (9,0/10) Melodic Black Metal
Label: Sick Taste Records
VÖ: 18.09.2026
Stil: Melodic Black Metal
Der melodische Black Metal der Gelsenkirchener OLD RUINS hatte auf ihrem Debutalbum schon einiges zu bieten. Auf Mount Arreat klingen die Herren dann noch eine Spur erwachsener. Bilden damit ein schönes Pendant zwischen dem klassischen Sound des Genre, eingebunden in einer stimmigen Atmosphäre, die dabei recht eigenständig aus den Boxen prescht.
8 Songs, in 47 Minuten steht dabei auf dem Tableau. Das Material entfaltet dabei seine Tiefe erst nach mehreren Durchläufen. Für zwischendurch ist Mount Arreat dann keineswegs gemacht, denn sehr viel Nuancen wollen auf dem vorliegenden Gesamtwerk entdeckt werden. Lyrisch im Diablo Universum angesiedelt, ist das soundtechnisch und auch optisch vorzüglich umgesetzt und beweist viel Klasse. Hier regiert viel Liebe für’s Detail.
Dynamisch und spannend, zeigt das Material sich in seiner Aufwartung stets durchdacht. Gleich der starke Opener Once There Was Light bietet neben den klassisch, schwedischen Melodic Black Metal Sound auch viel eigenes Potential. Und zeigt sich dabei enorm kurzweilig. Gut funktionieren tut das auch beim stimmigen Call To Arms, dass überraschend auch ein paar schöne Immortal Bezüge aufweist. Eingeleitet von einem Piano Part in Uileloscadh Mor, ist der längste Songs des Albums, auch mit einer epischen Breite ausgestattet und setzt sich besonders elegant in Szene. Was absolut nachhallt.
Neben Nihlathak ist auch unbedingt der Titelsong Mount Arreat ein richtiges Highlight, erinnert es doch stellenweise an frühe Samael. Wie auch Lord of Destruction, was nicht weniger eines der stärksten Songs des Albums ist, stellenweise sogar Death/Gothic Elemente einbindet, was mich sofort an die spanischen Golgotha erinnerte. Mit Tyaels Despair wird das zweite Album dann im Abschluss vollendet und bringt den Sound von OLD RUINS, selbstredend auf den Punkt.
Am Ende steht ein anspruchsvolles und neugierig machendes Album, dass äußerst selten die klassischen Vordenker des Genre zitiert, dabei umsomehr eigenständig zu Werke zieht. Ein durchschnittliches Album ist dies hier keineswegs und lässt hoffnungsvoll in die Zukunft von OLD RUINS blicken.
Anspieltipps: Once There Was Light und Mount Arreat
Bewertung: 9,0 von 10 Punkten
TRACKLIST
01. Once There Was Light
02. Gates Of Harrogath
03. Call To Arms
04. Uileloscadh Mor
05. Nihlathak
06. Mount Arreat
07. Lord of Destruction
08. Tyaels Despair

