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FEN – Elemental (Part 1: Mourning Earth) (2026)

(10.407) Schaacki (8,3/10) Atmospheric / Post Black Metal


Label: Prophecy Productions
VÖ: 21.08.2026
Stil: Atmospheric/ Post Black Metal






Wer die drei Buchstaben F-E-N liest, findet so einige Bedeutungen: Die Abkürzungen für die „Förderation Europäischer Narren“, eine historische chinesische Maßeinheit oder auch die Bezeichnung für ein trockengelegtes Sumpf- und Moorgebiet im Osten von England. Um letztgenanntes drehen sich die Geschichten der gleichnamigen Band Fen, deren Mitglieder hier aufgewachsen sind und ihre Inspirationen aus eben jener Umgebung schöpfen. Wer dabei schon jetzt an mystische Bilder denkt, ist in der Tat nicht falsch. Die Musik der britischen Atmospheric Black Metal Band ist durchaus verträumt und kann einen verzaubern. Dazu nutzt das Trio postiges und auch verdammt progressives Songwriting ebenso wie Klargesänge und malt damit die Landscapes der Songs in die Köpfe des Hörers.

Doch damit nicht genug - Fen sind mitnichten eine reine Atmo-Band. Die drei Herren aus dem Sumpf können auch draufhauen, dass die Moorleichen vor Schreck auferstehen. Dadurch sind die rund sechs bis sieben Minuten langen Songs keine reinen Schwarzmetallballaden zum Meditieren sondern rütteln immer wieder kräftig auf und schupsen den Hörer durch die bildgewaltige Landschaft. Das sorgt für Abwechslung und Überraschungen und vertreibt jegliche Vorhersehbarkeit, was die Songs von „Elemental (Part 1: Mourning Earth)“ sehr interessant macht. 

Nicht als Kritik aber als eine gewisse Geschmacksfrage kann man wohl notieren, dass es auf diesem Werk vielleicht nicht den einen herausstechenden Song, quasi den Hit, gibt. So sind die Songs eben einfach nicht geschrieben oder angedacht. Jeder Song funktioniert als eigene Geschichte mit verschiedenen Kapiteln und das Album in seiner Gänze als ein kleiner Epos. Am besten spiegelt das der Schlusstrack „Moor“ wider. Mit seinen knapp 13 Minuten ist er kein kleiner, fixer Appetithappen, offenbart dafür aber die Stärken des Trios einmal mehr: Innerhalb eines einzelnen Songs allein eine Welt zu erschaffen, diese zu durchwandern, Wendungen zu erleben, auf unvorhersehbare Dinge zu stoßen und alles Erlebte nach Haus zu tragen. Somit ist „Elemental (Part 1: Mourning Earth)“ kein Kurztrip, der von einer Anekdote, also einem Hit, lebt, sondern von der ganzen Reise. Und ich kann nur wärmstens empfehlen, diese anzutreten.

Kleiner Zusatz: Die Deluxe Edition enthält ganze fünf Bonus Tracks, darunter Coverversionen von W.A.S.P., The Cure und Crosby, Stills & Nash – nur leider lagen mir diese nicht vor, um mehr zu diesen sagen zu können… 

Anspieltipps:
🗻 Massif
🌄 Moor 


Bewertung: 8,3 von 10 Punkten


TRACKLIST

01. Glacier
02. Tectonic
03. Massif
04. Abyssal Plain
05. Barrow
06. Moor 

Bonus (Deluxe- Version)

07. The Torture Never Stops (W.A.S.P. cover)
08. Limbs of Aether
09. The Ghost Elms
10. The Same Deep Water as You (The Cure cover)
11. Wooden Ships (Crosby, Stills & Nash cover) 



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