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KREUZ – In Sack Und Asche (2026)

(10.392) Maik (8,0/10) Doom Death Metal


Label: D.I.Y. 
VÖ: 13.08.2026 
Stil: Doom Death Metal 







Nachdem er mit NEBELFAUST in diesem Jahr schon mit einer Veröffentlichung auf der Matte stand, hat Zinkruwahn, der sich hier einfach A nennt, auch mit seinem Death Doom Projekt KREUZ ein neues Album am Start. Nachdem im letzten Jahr schon eine Tape-EP unter dem Titel „Klage Eines Kranken“ erschien, wurde nun das Debütalbum nachgeschoben, welches auf den Titel „In Sack Und Asche“ trägt. 

Die Mucke von KREUZ bewegt sich im Death Doom mit leicht schwarzmetallischem Anstrich. Das klingt jetzt einfacher, als es ist, denn KREUZ mischt nicht einfach die Stile ineinander, sondern strebt ein ganz eigenes Gemisch an. Die Gitarrenriffs in den schleppenden Phasen sind der blanke, düstere Doom Metal. Ab und an kommen auch melancholisch klagende Parts vor, die mich an die Frühwerke von KATATONIA oder OPHTHALAMIA erinnern.

Gesanglich bietet sich zumeist ein heiser krächzendes Flüstern an, bzw. sind die Vocals so abgemischt, dass es so wirkt. Das bringt dann eher einen Black Metal Vibe in die Musik, was in Verbindung mit der doomigen Hauptnote zusätzlich düster und regelrecht niedergeschlagen wirkt. Gelegentlich wird auch Klargesang verwendet, was den Songs etwas Abwechslung verschafft. Insgesamt aber alles in verschlingende Dunkelheit gehüllt. 

Gut, Songtitel wie „Die Not Des Vergänglichen Menschen“ oder „Hinab Zur Unterwelt“ verströmen schon von Haus aus keine überströmende Lebensfreude, und wie mir der Musiker schrieb, sind die Texte auch an biblische Psalmen angelehnt, ‚entziehen ihnen jedoch ihr Trostversprechen‘. Macht Euch da selbst einen Reim drauf!

In dem schon erwähnten „Not Des Vergänglichen Menschen“ und auch zu Beginn von „Hinab Zur Unterwelt“ ragen auch schon mal schwarzmetallische Riffs aus dem brütenden Doom-Morast, auch Anklänge an den Dark Metal kann man in den Songs finden. Das alles erschafft eine Stimmung, die „In Sack Und Asche“ zu einer äußerst desolaten Stimmung verhilft, die auch nicht beim ersten Lauschangriff vollends zündet. Am besten ist es, man sitzt beim Anhören in einem völlig verdunkelten Raum und formatiert sich mit stark ethanolhaltigen Getränken die Festplatte, während man die finsteren Katarakte seiner Gedankenwelt erforscht. 

Obwohl die Songs eine desolate, melancholische Grundnote haben und insgesamt düster und verloren wirken, erwecken sie nicht wirklich einen suizidalen Effekt. Eher eine tiefe Schwermut und philosophische Gedankengänge über das Konstrukt von Geschichten und Mythen, die wir leichthin und unreflektiert ‚Leben‘ nennen. Das Album dürfte sowohl für die Death-Doomster interessant sein, als auch für die Freunde des DSBM. Alles in allem steht hier ein Album zu Buche, welches alles verdunkelt. Selbst der Sommerhimmel hat sich düster bewölkt, während ich das hier schreibe und „In Sack Und Asche“ dabei höre.

Anspieltipps:
Die Zerstörung Des Heiligen Tempels
👇 Hinab Zur Unterwelt


Bewertung: 8,0 von 10 Punkten


TRACKLIST

01. Die Zerstörung Des Heiligen Tempels 
02. In Sack Und Asche 
03. Ein Heer Von Fröschen 
04. Die Not Des Vergänglichen Menschen 
05. Hinab Zur Unterwelt 
06. Die Köpfe Des Leviathan 
07. Zu Den Uralten Trümmern 



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