CHEMICAL STORM – Splintered, Crushed and Shattered (2026)
(10.466) Maik (8,6/10) Thrash Metal
Label: D.I.Y.
VÖ: 25.09.2026
Stil: Thrash Metal
Facebook | Metal Archives | Bandcamp | Spotify | Instagram
Da ist mir durch Zufall schon die letzte EP der Briten CHEMICAL STORM vor den Sucher grutscht, und schon zwei Jahre später legen die Knaben den nächsten Fourtracker auf. Das ist dann schon die dritte EP der Band, und entweder sind die Knaben zu ungeduldig, um zu warten, bis sie eine komplette LP zusammenbekommen, oder es ist einfach eine Kostenfrage, denn schließlich kommt auch „Splintered, Crushed And Shattered“ in Eigeninitiative heraus.
In der musikalischen Ausrichtung hat sich nicht viel verändert, immer noch zocken CHEMICAL STORM beinharten US-Westküsten- Thrash, allerdings dann eher Marke SLAYER als TESTAMENT, obwohl auch die Einflüsse der Band um Chuck Billy nicht vollends von der Hand zu weisen sind. Auch der Teutonenthrash hat seine DNA mit eingebracht, denn vor allem der letzte Song „D.T.A. (Don't Trust Anyone)“ hat mich doch etwas an neue EXUMER erinnert.
Das liegt vor allem am stampfenden Midtemporhythmus und an der Art, wie Vocalist Liam hier singt, denn ansonsten geht er eher in Richtung Tom Araya. Aber eben nur bei den Songs, die so richtig straight forward auf die Zwölf gehen, und das sind eigentlich alle drei anderen Songs, wenngleich zwischendrin mal kurz das Tempo gedrosselt wird, damit man sich zwischendurch das Gebein zurechtrücken kann.
„Rotten“ gibt dann Vollgas ohne Gnade und „The Embalmer“ macht auch keine Gefangenen. Und da man sich beim Titelsong, „Rotten“ und „The Embalmer“ gewaltig die Genickmuskulatur malträtiert hat, kann man sich mit dem Abschlusssong noch mal gediegen ‚erholen‘.
Ohne irgendwelche Zeit zu verlieren, brettern CHEMICAL STORM gleich zu Beginn den Title Track aufs Tapet und geben mit dem Songtitel schon mal das angestrebte Endstadium der Nackenwirbel an. Zersplittert, zermalmt und zerschmettert eben, als wäre der Skorpionpanzer vom Coverbild direkt über einen drübergewalzt.
Und da macht es am Ende auch nicht viel aus, dass hier nach reichlich neunzehn Minuten schon wieder Schicht im Schacht ist. Grund genug, entweder die Repeattaste zu drücken oder sich den Vorgänger „Digital Dementia“ gleich hintendran zu hängen. Ich werde das auf jeden Fall machen und auch die Band weiterhin im Auge beziehungsweise Ohr behalten, denn CHEMICAL STORM braten doch ein gar feines Thrash- Steak.
Anspieltipp:
🥀 Rotten
Bewertung: 8,6 von 10 Punkten
TRACKLIST
01. Splintered, Crushed And Shattered
02. Rotten
03. The Embalmer
04. D.T.A. (Don’t Trust Anyone)

