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CEREBRAL CURSE – Abominant Incarnations of Sepulchral Depths (2026)

(10.580) Phillip (7,5/10) Death Doom Metal


Label: Rotted Life Records
VÖ: 11.11.2026
Stil: Death- Doom Metal







Death-Doom die X-te, diesen Monat, und das schon zu Beginn! Diesmal mit deutlich höherem Fokus auf dem „Death“, nehme ich an. Und wie sich das gehört, gesellen sich zur saulangen Songspielzeiten auch noch saulange Songtitel dazu, dass ich Larry Tesler und Tim Mott inständig für die Erfindung der Copy-Paste-Funktion danke.

Stilecht dürften auch CEREBRAL CURSE mit ihrem Dank nicht sparen, denn was hier an Repetition abgeht, ist im besten Sinne monumental. Insbesondere im ersten Stück Abominant Incarnations of Sepulchral Depths wird es gerade dadurch besonders catchy. Wenn man das so nennen mag. Monströs schwere Riffs auf tiefst gestimmten Sechssaitern wiederholen sich bedrohlich oft und vereinen sich mit dem stoischen und sehr dienlich bespielten Schlagzeug zu einer zermalmenden Walze. Und da elf Minuten schon eine ordentliche Schippe Zeit sind, ist es vielleicht nicht so ratsam, diese in Gänze mit eben jener Walze zu füllen. Ich hätte per se Nichts dagegen, aber zugeben, dass das hart langweilen würde, wenn man ohnehin nicht damit beschäftigt ist, vor sich hinsabbernd auf ein herbstliches Feld zu starren, muss ich auch.

Daher haben CEREBRAL CURSE ein paar clevere Breaks eingebaut und die Nummer mit ein paar Blasts, interstellar anmutenden Melodiespielereien und Grooves garniert. Der erste Track läuft also richtig gut rein! Der zweite, Mangled Cranial Liquefaction, hat es da zu Beginn etwas schwieriger. Behäbig schleppt sich der Song in die erste Beschleunigungsphase und kann ab hier auch direkt punkten. Die hintergründige Space-Atmo des ersten Songs weicht hier einer eher bedrohlichen, nicht zu fassenden, Kulisse.

Das abschließende Monumentalwerk Degradation Towards Corporeal Dissolution, ist schon auf Grund der Spielzeit von über 17 Minuten ein riesiger Brocken und hat auch sonst verhältnismäßig wenig mit den beiden vorangegangenen Stücken gemein. In diesem Schlachtschiff von Song steht klar der Doom im Fokus und wird auch bis zum Ende durchzelebriert. Lediglich ein wirklich sehr geil gesetzter Flanger-Effekt durchbricht die Tristesse des Schleimsumpfs.

Wobei wir dann auch thematisch bei der Stilistik der Band angelangt sind. Sauber oder gar überproduziert ist hier Nichts. Man spürt förmlich die organisch ausschwingenden Saiten und fühlt die Drumsparts irgendwo in seiner Magengegend. Aus dieser kommt auch der unverständliche, aber erstklassig abgemischte Vocal-Sound, der selbstverständlich mit einer satten Portion Hall versehen wurde. So schmeckt das!

Wobei hier explizit die ersten beiden Stücke zu nennen sind, der Nachgang ist mit dann doch irgendwie zu unpassend, wenn auch nicht schlecht. Da das Album allerdings „nur“ drei Songs hat, ist mit hier der Bruch zu groß, da ich durch eben jene beiden Songs dermaßen angefüttert wurde, dass es gerne mehr davon hätte sein dürfen.

Wer sein Bewusstsein einfach mal für 40 Minuten ausklinken möchte, schnappt sich dieses Album, setzt sich auf seinen Arsch und starrt wahlweise Rauhfaser, Herbstfeld, das Meer oder die Dächer einer Großstadt an, während er CEREBRAL CURSE durch den Gehörgang peitscht. Klingt nicht verlockend? Dann ist das vielleicht nicht „dein“ Album.

Anspieltipps:
💀 Abominant Incarnations of Sepulchral Depths


Bewertung: 7,5 von 10 Punkten


TRACKLIST

01. Abominant Incarnations of Sepulchral Depths 
02. Mangled Cranial Liquefaction 
03. Degradation Towards Corporeal Dissolution



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