KALENDERWOCHE 08-2026
EXHUMED – Red Asphalt (2026)
Red Asphalt ist Blut, Gedärme und Splatter – aber grandios organisiert, rasend, brutal, intelligent und bis ins Mark unterhaltsam. Ein herrliches Album zum kompletten Ausrasten, ein Crash ohne Überlebende und ein neuer Fixpunkt im Exhumed-Kosmos. Das ist kein Album, das man hört – es ist ein Frontalaufprall mit 200 km/h, bei dem selbst der Asphalt noch schreit.
KALENDERWOCHE 07-2026
SLAUGHTERDAY – Dread Emperor (2026)
Am Ende bleibt: SLAUGHTERDAY sind weiterhin diese verlässliche Abrissbirne – nur diesmal mit noch mehr Wucht, noch mehr Fokus und einem Sound, der so groß ist, dass man ihn eigentlich anmelden müsste. Wenn das der „Dread Emperor“ ist, dann ist der Thron nicht aus Gold, sondern aus Knochen und Lautsprechern.
KALENDERWOCHE 06-2026
TAILGUNNER – Midnight Blitz (2026)
Unterm Strich bleibt ein Album, das sich nicht erklären lässt, sondern gehört werden muss. Midnight Blitz ist Heavy Metal, wie er gedacht ist: direkt, ehrlich, mitreißend – und so verdammt gut, dass man ihn sich ohne langes Zögern ins Regal wuchtet. Wer hier noch diskutiert, hat den Verstärker zu leise eingestellt. „Midnight Blitz klingt wie ein Versprechen an die Zukunft – abgegeben mit der Faust in der Luft und dem Blick nach vorne.“
KALENDERWOCHE 05-2026
HÄLLAS – Panorama (2026)
Bereits in den ersten wenigen Minuten schürten Hällas die Hoffnungen in mir, dass es doch bitte so großartig weiter gehen würde. Da das aber nicht ging, machten sie einfach noch großartiger weiter und gaben mir als Hörer eine Fantasy-Reise ohne Gleichen. Dafür brauchten sie keine überbordende Produktion oder aggressive Soundeffekte, sondern spannendes Songwriting und ergreifende Riffs und Melodien
KALENDERWOCHE 04-2026
MEGADETH - Megadeth (2026)
Wenn ich ehrlich bin, wirkt dieses Album wie ein gut gemachter, aber nicht absoluter Höhepunkt. Es ist eher ein würdiges Schlusswort, kein letztes Feuerwerk mit Raketenregen. Zu glatt produziert? Vielleicht. Zu steril für manche im aggressiven Thrash-Kosmos? Eventuell. Aber sauber gespielt, effektiv arrangiert und mit einem Händchen für Variation und Härte gesegnet – das allemal.
KALENDERWOCHE 03-2026
MARIANAS REST – The Bereaved (2025)
Eine Platte, die man idealerweise in der dunklen Jahreszeit hört, bei Kerzenschein und einem guten Glas Rotwein vor dem Kamin. Sollte kein Kamin vorhanden sein, tut es zur Not auch die Zentralheizung – die Kälte kommt trotzdem durch. Und am Ende steht The Bereaved vielleicht nicht auf derselben unerreichbaren Stufe wie seine beiden Vorgänger, aber es ist ein weiteres eindrucksvolles Kapitel in der Geschichte dieser Ausnahmeband.
KALENDERWOCHE 02-2026
LIONHEART – Valley of Death II (2026)
Es ist von Anfang bis Ende ein Schlag in die Fresse, aber einer mit Zweck: Ventil auf, Dampf raus, Kopf wieder klar. Wenn das hier nicht mindestens in der Nähe eines Hardcore-Idealbilds liegt, dann weiß ich auch nicht – vielleicht existiert das perfekte Hardcore-Album wirklich nicht. Aber LIONHEART stellen sich verdammt breitbeinig direkt davor und sagen: „Dann komm doch her.“
KALENDERWOCHE 01-2026
ELLENDE – Zerfall (2026)
Es gibt einfach Kombinationen, die gehören zusammen: Senf und Bratwurst, Kaminfeuer und Kuscheldecke und selbstverständlich Winter und Black Metal. Und gleich zu Jahresbeginn hauen die Österreicher von Ellende ein Brett raus, das, auch wenn ich diese Review im Dezember 2025 schreibe, mein liebstes Album 2026 werden könnte.

