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Q&A – Das Interview: OPFERMOOR

Alter schützt vor Black Metal nicht!


Das dürfte jetzt wohl der jüngste Interviewpartner sein, den wir bei Zephyr’s Odem je hatten. Es wird wohl bei jedem Menschen Stolz und Freude auslösen, wenn die Sprößlinge sich anschicken, in den Fußstapfen ihrer Erzeuger zu wandeln. Da wird es Balör (Ex-MAYHEMIC TRUTH, ec-MORRIGAN, BLIZZARD, DOOMENTOR) sicher nicht anders ergangen sein, als sein Sohn sich des Namens Skijaldar Blutfaust annahm und sich anschickte, dem Kult des klassischen Black Metals zu frönen. Und da der Junge mit Leib und Seele und großer Hingabe an seinem Projekt OPFERMOOR arbeitet, sollte man ein derartiges Unterfangen so gut wie möglich unterstützen. Zudem gefiel mir die Mucke auch noch. Und so schickte ich einfach einmal ein paar Fragen los. Und hier nun das Ergebnis:

Zuerst einmal meine anerkennenden Worte über die erste Veröffentlichung von OPFERMOOR. Wenn ich denke, was ich in dem Alter so gemacht habe…naja. Vielleicht stellst Du dich und dein Bandprojekt unseren Lesern erst einmal vor?

Hallo, danke für das Interesse an meinem Projekt. Ich bin Skijaldar Blutfaust und habe OPFERMOOR mit dem Ziel gegründet, ähnliche Musik wie meine Idole MAYHEM, BATHORY, DARKTHRONE und FALKENBACH zu machen. Die Band wurde von mir im Oktober 2025 aus der Asche einer Vorgängerband erhoben, auf die ich später näher eingehe. 

Während deine Altersgenossen auf TikTok und Instagram herumposen, hast du dich dafür entschieden, rohen Black Metal der alten Schule zu spielen. Was hat dich an dieser Musik so gepackt, dass du beschlossen hast, selbst in dieser Richtung aktiv zu werden?

Vor ca. 1,5 Jahren lernte ich in der Schule einen Kumpel kennen, der mich zum Black Metal brachte. Wir kamen schnell auf die Idee, eine eigene Band zu gründen. Zusammen mit einem weiteren Schulkumpel gründeten wir unsere erste Band mit dem Namen DOOM. Damals spielte ich noch Schlagzeug. Ein Schulkumpel spielte Gitarre und der andere Bass und übernahm den Gesang.

Ich habe dann schnell gemerkt, dass meine Leidenschaft die der anderen überstieg und habe nach einigen Bandproben beschlossen, alleine weiterzumachen. Ich fing dann an, Gitarre und Bass zu lernen und schaffte mir über YouTube - Tutorials die Grundlagen drauf. Ich fing dann auch recht schnell an, eigene Songs zu schreiben und so bin ich jetzt bei meinem zweiten Demo gelandet.

Wie bist du auf den Namen OPFERMOOR gekommen? 

Ich interessiere mich sehr für die germanische Mythologie und deren Gebräuche. So war es doch recht naheliegend, einen Namen zu nehmen, der ein Symbol dieser Mythologie und Gebräuche darstellt.

In Deinem Alter (ist nicht abwertend gemeint) gehört doch eine Menge Mut und Selbstvertrauen dazu, sich mit einem eigenen Release an die Öffentlichkeit zu trauen. Hattest du da Zweifel oder war das von Anfang an nach dem Motto: „Scheiß drauf! Was die alten Säcke können, das kann ich schon lange!“?

(Lacht). Ich bin einfach nach dem Motto vorgegangen: Scheiß drauf! Was die alten Säcke können, kann ich schon lange. Und wenn jemand meint, mich aufgrund meines Alters nicht ernst nehmen zu müssen, soll er daran denken, dass ich immer noch Musik machen werde, wenn er schon unter der Erde liegt.

Du hast alle Instrumente selbst eingespielt. Aber wie ich hörte, war ursprünglich jemand anderes für den Gesang vorgesehen? Wie kam es dazu, dass du es dann doch selbst gemacht hast?

Es war jemand geplant, der hat mich aber immer nur versetzt und die ganze Sache nicht ernst genommen. Das kann ich überhaupt nicht ausstehen und habe dann beschlossen, es einfach selbst zu machen.

Deine Einflüsse sehe ich bei den Frühwerken von BATHORY, MAYHEM und GORGOROTH. Roher, ungekünstelter Black Metal.  Welche Bands aus dieser Richtung magst du sonst noch? Was hältst du von DARKTHRONE? Und wie denkst du über VENOM, HELLHAMMER oder frühe SODOM?

BATHORY, MAYHEM und DARKTHRONE habe ich ja oben schon als meine Favorites genannt. Auch VENOM und HELLHAMMER finde ich geil. Von SODOM habe ich eine CD von meinem Vater bekommen, habe diese aber noch nicht angehört, da ich eigentlich ausschließlich Vinyl höre.

Wieviele Bleigewichte hast du deinem Vater, der ja im Black Metal kein unbeschriebenes Blatt ist, eigentlich ans Bein binden müssen, dass er vor Stolz nicht an der Zimmerdecke schwebt? Hat seine Musik auf deine Songs einen wichtigen Einfluss gehabt oder kam das alles aus dir selbst?

Wahrscheinlich ziemlich viele (lacht). Aber dafür, dass keiner von uns abhebt, sorgt schon meine Mutter (lachen beide laut).

Nachdem ich endlich realisiert hatte, dass mein Vater wirklich Black Metal macht, muss ich schon sagen, dass seine Musik einen erheblichen Einfluss auf mich hatte und dass es mir auch außerordentlich gut gefällt. Sonst hätte ich ja nicht auf dem zweiten Demo den Song „Morrigan“ gecovert. Aber sonst sind alle Songs aus meinen Ideen entsprungen.

Deine Texte bewegen sich im Themenbereich der alten germanischen Götter. Was fasziniert dich an dieser Thematik?

Auch eine Leidenschaft, die ich von meinem Vater habe. In den letzten Jahren haben wir auch sehr viele Ausflüge und Urlaube damit verbracht, Stätten zu besuchen, die genau dieses Thema hatten. Daher kam dann auch meine Faszination für dieses Thema. Außerdem meine ich, dass man genau aus dieser Mythologie sehr viele gute Songs machen kann.

Beim Befassen mit vorchristlichen Religionen kommt man ja auch irgendwann auf Pagan Metal. Gibt es da Bands, die dich interessieren? Ich meine eher Bands wie alte ENSLAVED als jetzt…hm…FINNTROLL oder so.

Ich meine, dass FALKENBACH schon in diese Richtung geht und man in meinen Songs auch diesen Einfluss merkt. Aber so lange höre ich ja noch gar kein Black Metal. Es blieb noch nicht so viel Zeit, alle Bands zu hören. Frag mich doch zu den genannten Bands in einem Jahr noch mal! Somit kann ich deine Frage leider nicht konkret beantworten.

Da du ja alles selbst machst, stammt wahrscheinlich auch das Coverartwork von „Flammen Der Götter“ von dir, oder?

Ja.

Üben, Songs schreiben, Musik aufnehmen, Mixen, Mastern, Tapes und CDs kopieren, Booklets herstellen und Zeug verschicken…da dürfte kaum noch Zeit für etwas anderes sein. Dennoch würde ich gern fragen, ob du dich mit Büchern und Filmen beschäftigst und inwiefern dich diese beim Erschaffen von Songtexten beeinflussen?

Mixen und Mastern übernimmt mein Vater. Aber er bringt mir da auch immer mehr bei. Das Layout für CDs und Tapes übernimmt meine Mutter. Bücher sind nicht so mein Fall, aber natürlich schaue ich Filme. Da gibt es auch viele Genre, die mir gefallen. Als Beispiel: Der 13. Krieger, Star Wars, Godzilla. Aber Einfluss auf meine Texte haben die Filme nicht.

Möchtest du auch in Zukunft eher allein agieren, so wie Quorthon von BATHORY auch? Oder hast du irgendwann vor, eine Band um dich zu scharen? Hättest du Spaß daran, live zu spielen oder siehst du die Sache eher so wie DARKTHRONE, die das nach eigener Aussage gar nicht brauchen?

Ich finde das total bewundernswert, was Quorthon (RIP) mit BATHORY geleistet hat, aber ich möchte schon irgendwann eine Band haben und bin deshalb auch auf der Suche nach einem Schlagzeuger. Falls hier jemand ist, der einen kennt, der wieder einen kennt, der in meinem Alter (12) plus minus ein-zwei Jahre, ist, der soll sich bitte bei mir melden.

Wie unschwer zu bemerken, hast du keineswegs vor, dich erst einmal auszuruhen. Auf YouTube ist schon jede Menge neues Material zu hören. Mir scheint, dass da demnächst wieder etwas veröffentlichungstechnisch geplant ist. Zumindest habe ich da was läuten gehört.

Mein zweites Demo „Suebischer Stahl“ ist bereits auf YouTube veröffentlicht, sowie auch bei Bandcamp als Download erhältlichLimitierte CDs und Tapes sind in Arbeit.

Zum Abschluss möchte ich dir für deine Zeit danken. Ich bin gespannt, was uns musikalisch aus deiner Richtung in Zukunft noch entgegenbrennt. Die abschließenden Worte dieses kleinen Gesprächs gehören Dir:

Ich habe zu danken, für dein Interesse und deinen Support! 




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