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BLOODKILL – Systemic Disruption (2026)

(10.319) Maik (8,4/10) Thrash Metal


Label: D.I.Y. 
VÖ: 10.05.2026 
Stil: Thrash Metal 






Der indische Subkontinemt hat sich in den letzten Jahren ja schon mit einigen bemerkenswerten Bands in Szene gesetzt. In diesen Reigen gesellen sich auch BLOODKILL aus Mumbai, die nun auch schon eine Dekade am Start sind, und vor fünf Jahren ihr Debütalbum „Throne Of Control“ veröffentlicht haben. 

Damals ist mir die Band durchgerutscht, aber ihre diesjährige EP mit dem Titel „Systemic Disruption“ schlug dann direkt vor mir auf und konnte nicht ignoriert werden. Vier Tracks sind auf dem Teil, und die Songs sind auch relativ kurz, wodurch das Gerät nicht mal die dreizehn-Minuten-Marke knackt. Aber Spaß macht die Mucke. 

Thrash Metal, der ein paar Crossoverelemente und sogar die eine oder andere Groove Thrash- Einlage verbaut, aber ohne den eingeschlagenen Kurs zu verlassen, der da heißt: voll auf die Fresse. Knackige Riffs und aggressiver Gesang, der auch ein paar Nuancen zulässt. Auch gitarrenmäßig lässt man mal die eine oder andere Melodie zu, wie eben im Solo von „The Hidden Hands“

Aber jetzt bin ich schon zum Ende des Scheiblings durchgerutscht. Soweit isses noch gar nicht, obwohl die Shortstory, während ich das hier schreibe, gerade den dritten Durchlauf absolviert.

Also zum Opener und gleichzeitig Titelsong. Der hat fast ein wenig vom Thrash’n’Roll, sprüht vor Energie und säbelt schön sägende Riffs ins Gelände. Der Gesang klingt schön fies und dreckig und setzt schräge Töne als verstärkendes Element ein, und auch auf Gangshouts muss man nicht verzichten.

„Digital Spell“ lädt schon mit den ersten Tönen zum rhythmischen Auf und Ab des Schädels ein. So ungefähr könnte man sich eine Kooperation von SLAYER und SODOM vorstellen, nur irgendwie ungestümer. Und da sind wir schon bei „Temptress“, dem kürzesten Song auf dem Fourtracker. Und natürlich fetzt der auch am dreckigsten ab, und zieht sogar dem vorigen Song noch die Wurst vom Brot.

Ja, und schon wieder Schluss? „The Hidden Hands“ schließt das Ding viel zu früh ab. Hier wird ein wenig mehr variiert, wie ich schon sagte. Mehr Melodien, etwas mehr Technik, etwas langsamer, aber nicht weniger aggressiv, was auch eben am krassen Gebrüll des Sängers liegt, der wohlige Entspannung jeglicher Art in den Bereich der Unmöglichkeit verbannt. 

„Systemic Disruption“ ist ein energiegeladenes, mitreißendes Thrashgekloppe, welches viel zu schnell vorbei ist, aber eine magische Anziehungskraft der Repeattaste bewirkt. Ich jedenfalls finde das Scheibchen der vier Inder saucool, und werde mir bei Gelegenheit definitiv mal das Debutalbum reinziehen.

Anspieltipp:
🐘 alles…ist ja kurz genug


Bewertung: 8,4 von 10 Punkten


TRACKLIST

01. Systemic Disruption 
02. Digital Spell 
03. Temptress 
04. The Hidden Hands 



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