Alben des Jahres 2025

DIE Alben DES MONATS (05/26)

Aktuelle Reviews

Q&A - Die Interviews

Tales from the hard side

Wir hörten früher gerne

So fing alles an

CD-Reviews K-M

MORTIIS – Ghost Of Europa (2026)

(10.310) Clemens (7,2/10) Heavy Metal


Label: Prophecy Productions 
VÖ: 26.06.2026 
Stil: Heavy Metal 






Was macht man, wenn man sich von der Black Metal Institution EMPEROR trennt und nicht mehr so wirklich Bock auf Black Metal hat? Richtig, man gründet eine spirituelle, Darkwave, Synthi Rock Band und benennt sich nach seinem eigenen Künstlernamen. Es war höchstwahrscheinlich nicht so plump und simpel gestrickt Anfang der der 90er Jahre, aber es reicht, um grob zu umreißen, wer oder was MORTIIS ist und warum es wohl letzten Endes auch unter dem Deckmantel Heavy Metal (Warum auch immer?) bei uns gelandet ist.
 
Der erste Durchgang mit dem Silberling war kein einfacher, da ich ja überhaupt nicht so wirklich in dem Genre drinnen bin und die Skepsis dementsprechend groß war. Aber sich auf neue Sachen einlassen zu können ist ja auch eine Kunst und Hürde, die ich gerne mal nehme, zumal mich die Bandfotos dann doch ein wenig neugierig gemacht haben. Immerhin könnte man glauben, dass der Protagonist sich wie ein „Race“ aus „Stargate Atlantis“ verkleidet hat. Gleichzeitig kam mir dann aber beim Hören des Opener „Ghost Of Europa“ noch ein Gedanke aus einer ganz anderen Richtung.

Der Track hätte doch locker auch in Hideo Kojimas Spielreihe „Death Stranding“ sein können, oder? Und ab dem Punkt war ich tatsächlich drin, anstatt mich von Vorurteilen und Skepsis gegen die Musik zu stellen. Düster, melancholisch, irgendwie auch kalt und steril, zugleich aber auch sehr tiefgründig und emotional, so würde ich die Musik beschreiben. Sie braucht ihre Zeit und die Offenheit, sich ihr zu stellen, beziehungsweise das ganze an sich ran zu lassen, aber wenn das gelingt, ist es echt eine Erfahrung. Keine Musik, um Richtung Strand mit einem Kasten Bier zu ballern, aber Musik, in der man sich verlieren kann, die eben nicht nur zur „einfachen“ Unterhaltung dient, sondern was bewegen möchte. 

Ruhige Klänge, verzerrter Gesang, E-Drums, gepaart mit, natürlich, einer dezenten Synthi-Unterstützung, treffen auf Tempowechsel und vor allem einer Vielfalt und Varianz im Songwriting. Manchmal braucht es eben ein paar Wiederholungen, bis sich die Atmosphäre aufbaut, oder es braucht auch mal einen kleinen unerwarteten Bruch in der aufgebauten Wohlfühlzone, was man hier alles findet. Sehr spannend und gut gemacht!

Inwieweit das nun innerhalb der Bubble gut oder schlecht, innovativ und Co. ist, kann ich nicht sagen, da ich wenig, bis kaum Vergleiche dazu habe. ABER, und das ist viel wichtiger, es hat mich überzeugt dranzubleiben, nicht abzuschalten, was für einen Genrefremden doch mehr als nur eine Leistung ist, oder? Man findet dann doch manchmal auch seine Schnittpunkte, obwohl man es sich anfangs nie hätte ausmalen können, probiert es doch auch mal aus! 

Anspieltipps:
👻 Ghost Of Europa
😶 Violent Silence 


Bewertung: 7,2 von 10 Punkten


TRACKLIST

01. Ghost Of Europa 
02. Return To The Old Fields 
03. The Faith That Fades Away 
04. Violent Silence 
05. Transcending Morpheus
06. Tundra, Heart Of Hell
07. Tribes Of Dystopia
08. Farewell Romero 



SOCIAL MEDIA

Album der Woche

Album des Monats

Album des Jahres

MERCH

70.000 Tons 2024

The new breed

GROTESQUE GLORY

mottenkiste

P P P

ZO SONGCHECK

V.I.P.

alter Z.O.F.F.

Unsere Partner

Join the Army

Damit das klar ist