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BELUSHI SPEED BALL – Toxic Waste Was Everywhere in the ‘80ies (2026)

(10.295) Phillip (6,5/10) Thrash Metal/ Crossover


Label: D.I.Y.
VÖ: 05.06.2026
Stil: Thrash Metal/ Crossover






Lange ist es her, dass ich von dieser Band gehört habe. Die 2015er EP Regretfully Endorsed By Senor Diablo war quasi die amerikanische Entsprechung zum britischen Fun Thrash der Marke Lawnmower Deth. Nur eben amerikanisch, mehr S.O.D., also mit mehr Holzhammer und weniger nuancierten, lyrischen Zwischentönen. Textlich und thematisch hat sich seither wenig geändert und Belushi Speed Ball suhlen sich weiter genüsslich nostalgisch im riesigen Themengebiet „Medienerzeugnisse für die Generation X und Millenials“.

Wer sich hier bereits gut abgeholt fühlt, der soll sich bitte auch nicht aufhalten lassen. Es hagelt bandinterne Gags, Spongebob-, Terminator- und auch South Parkreferenzen im Minutentakt, verteilt auf eine Spiellänge von fast einer Dreiviertelstunde. Ab und an aufgelockert durch ein paar Skits.

Musikalisch bekommen wir grundsoliden Crossover-Thrash kredenzt, der gnadenlos nach vorne preschen will, jedoch vom etwas zurückhaltend-leisen Sound gebremst wird. Man könnte den Regler jetzt selbst Richtung 10 drehen, doch dann hat man das Problem, dass die gewollt quakigen Vocals von Vince Castellano alles übertönen wollen. Ein weiteres Problem muss ich im Songwriting ausmachen. Selbstverständlich ist es ambitioniert, als Crossover-Truppe ein 40 Minuten- Album einzutrümmern, doch ist es dafür nötig wirklich ausnahmslos jeden Gag und jede Hookline bis zur Bedeutungslosigkeit zu wiederholen? So kommt man auch auf Strecke, beraubt den für sich sehr knackigen Songs aber um ihr kerniges Momentum und biegt knallhart Richtung Nervigkeit ab.

Als Snack zwischendurch taugt das Album nämlich sonst ganz gut, ist ansonsten ziemlich kurzweilig gelungen und hat von Beginn an sicherlich nicht das Ziel verfolgt DAS Thrash-Album des Jahres zu werden. Man merkt zu jeder Zeit an, dass es sich um ein Kumpel-Projekt handelt, bei dem das musikalische Schaffen deutlich hinter den Zusammenhalt sortiert wurde, was ich absolut honorieren möchte. Diesen Spaß merkt man der Platte definitiv an, nur leider versprüht sie diesen nicht so, wie Belushi Speed Ball es hätten gekonnt, wenn ihnen jemand mal gesagt hätte, dass 12 Wiederholungen einer Zeile vielleicht doch eine Idee zu viel sind.

Anspieltipps:
💪 What’s funnier Than 24?


Bewertung: 6,5 von 10 Punkten


TRACKLIST

01. I Ought Not Know
02. How Tough Am I? 
03. That's a Mighty Fine Wayne Gretzky
04. What's Funnier Than 24? 
05. All Pete's Exes 
06. Kellaway's Wife 
07. D.E.N.N.I.S. System
08. It's a Green Day (You Know… Still Like Stocks) 
09. Terminator Lava Factory 
10. I'm Not Your Buddy, Guy 
11. Belushi Speed Ball  
12. Captain Planet Still Can't Stop Us



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