HELLIONIGHT – Witches‘ Sabbat (2026)
(10.348) Maik (9,2/10) Thrash Metal
Label: Witches Brew
VÖ: 03.07.2026
Stil: Thrash Metal
Wer mich kennt, der weiß sicherlich, dass ich einerseits auf die New Wave Of Thrash Metal abfahre, andererseits auch gern Bands anteste, die jetzt nicht so aus den Gegenden kommen, in denen Metal eine große Rolle spielt. Bei meinen Recherchen über Metalbands aus Asien bin ich auch auf HELLIONIGHT gestoßen. Die Band kommt aus Bahrain, einem Land, welches jetzt nicht unbedingt zwingend zu den Top-Metal-Ländern gehört. Zufälligerweise fiel mir auf, dass es von der Combo ein aktuelles Album gibt, habe da mal reingehört und war schlichtweg von den Socken.
Demzufolge addierte ich diese Scheibe zu meiner To-do-Liste. „Witches' Sabbat“ nennt sich das Brett und ist passenderweise auch auf dem Label Witches Brew erschienen. Das Hexengebräu hat es in sich. Man nehme ein paar alte Thrashkräuter, besonders aus deutschen Landen. KREATORius „Endless Pain“aricum beispielsweise oder SODOMonium akut und addiere etwas punkiges Gift der Marke VENOM, damit der Sud auch eine schön schwarze Farbe, oder anders ausgedrückt, eine AURA NOIR, bekommt.
Nun gieße man etwas MOTÖRHEADöl hinzu, und damit die Sache insgesamt frisch und unverdorben schmeckt, kommen noch neuere Ingredienzien hinzu, etwa eine Prise WARBRINGERium oder TOXIC HOLOCAUSTia punkthrashorica. Mit heftiger CRUEL FORCE wird dann das ganze DESASTER umgerührt. Das alles lässt man um die Zeit von MIDNIGHT kurz (genau genommen 30:33 Minuten) köcheln und haut zum Schluss noch mit dem BITCHHAMMER drauf.
Und fertig ist das ultimative Gesöff zum „Witches' Sabbat“. Nachwürzen muss man nicht, denn die Brühe hat alle Würze, die diese Art Blackened Thrash braucht, dass einem die Lauschlappen glühen. Alle Hexen (und auch Hexer) werden begeistert sein und zum fröhlichen Besenpogomosh übergehen.
Die Band hat sich schon mit den ersten Tönen in mein Herz gespielt, und ich bin der Meinung, dass „Witches' Sabbat“ nicht einfach nur ein weiteres Speed’n’Blackened-Thrash-Album ist, sondern in dieser Sparte ganz weit oben in meine persönlichen Charts einsteigt.
HELLIONIGHT haben den Exotenbonus, der ihrem Herkunftsland Bahrain zuzuschreiben wäre, in keinster Weise nötig. Selbst im Ruhrpott oder Berlin, in Kalifornien oder New York heimisch, würden die drei Thrashologen Furore machen. Der Spirit der Achtziger wird hier mit Vehemenz in die Neuzeit geprügelt, zeigt allen Trends den killernietenbewehrten Mittelfinger und fegt einem die Spinnweben aus den Gehörgängen.
Passend auch das Coverartwork, welches im Stil der Achtziger gemalt(!) ist. Zusammen mit dem Logo könnte das auch ein faszinierender Fund im Gebrauchtplattenladen sein, ist aber neu und frisch. Hier sind keine Filler, nur Killer. Jeder Song kloppt den Kalk vom Hirn und zieht die Scheitel auf 80.
Anspieltipps:
🔥 Temple Of Madness
💀 Extermination Now!
⚔️ …ach, einfach alles
Bewertung: 9,2 von 10 Punkten
TRACKLIST
01. Extermination Now!
02. The Electric Chair
03. Temple Of Madness
04. Luciferian Pride
05. Souls Of Evil
06. Temptress Gold
07. Evilust
08. Witches‘ Sabbat

