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BRENEK – Das Tote Ganze (EP) (2026)

(10.346) Maik (8,0/10) Progressive Black Metal


Label: D.I.Y. 
VÖ: 08.06.2026 
Stil: Progressive Black Metal 






Ein neuer Stern am pechschwarzen Black-Metal-Himmel ist aufgegangen, und zwar das Weimarer Duo BRENEK, die in diesem Jahr ihre EP „Das Tote Ganze“ als erstes Release veröffentlicht haben.

Die Band versteht sich als Bewahrer des traditionellen Black Metal, reichert diesen aber durch progressive Elemente und Einflüsse aus dem Post Black Metal an. Dazu kommt eine melancholische Atmosphäre, die sich aber eher durch Wut und Aggression auszeichnet als durch desolate Verzweiflung.

Die kontrastierenden Momente zwischen klassischer Black-Metal-Raserei und dissonanten, fast schmerzenden Disharmonien erzeugen eine besonders kalte Atmosphäre. Gezielt überraschende, ja sogar atypische Parts machen die Musik noch interessanter, wie die im Song „Leben Ist Silber, Leiden Ist Gold“ so ab Minute fünf dezent erscheinende Flamencogitarre oder das fast walzermäßige Riffing in „Mein Tod“, das melodiöse Solo und das geradezu hypnotisch-doomige Ende im selben Song.

BRENEK bieten also keinesfalls schwarzmetallische Einheitskost, lassen aber den modernen Dissonanzhund an der langen Kette. Das Tier bekommt seinen Auslauf, hält sich aber innerhalb des traditionellen Geheges auf. Altschwarzmetaller wie ich bekommen also ihre Portion traditionelles Geschradder, kriegen aber mit der songdienlich eingesetzten Modernität ein bisschen frischen Wind um die alten, faltigen Schlappohren geblasen.

Insbesondere das abschließende „Der Wolf, Der Narr“ zeigt hier sehr deutlich die Kontrastierung. Der Song beginnt mit Lounge-ähnlichen Klängen, zerrt dann extrem dissonant an den Gehörnerven, um das letzte Stück mit einem in Dauerschleife mesmerisierenden klassischen Riff ausklingen zu lassen, welches dann noch eine ganze Weile im Nischel nachtönt.

Anspieltipp:
🔥 Mein Tod


Bewertung: 8,0 von 10 Punkten


TRACKLIST

01. Leben Ist Silber, Leiden Ist Gold 
02. Mein Tod 
03. Das Weltenschwelen 
04. Der Wolf, Der Narr 



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