HÖWLER – Beyond Mortal Control (2026)
(10.318) Maik (8,0/10) Thrash Metal
Label: D.I.Y.
VÖ: 08.05.2026
Stil: Thrash Metal
Die Band HÖWLER sind keine Neulinge im New Wave Of Thrash Metal- Zirkus, stehen sie doch schon seit 2008 auf der Matte, und haben vor Kurzem ihren bereits fünften Langsteckenscheibling eingetütet. Ich bin auch nur durch Zufall auf die Band gestoßen, und ihr unverständlicher Unbekanntheitsgrad erstaunte mich fürbass.
Vielleicht hat es damit zu tun, dass die Band aus Costa Rica kommt, und obwohl CHEMICIDE aus diesem Land doch schon auf sich aufmerksam machen konnten, scheppert das kleine mittelamerikanische Land wohl noch im Exotenstadium, obwohl es dort doch eine ganze Menge cooler Bands gibt.
„Beyond Mortal Control“ nennt sich der aktuelle Silberling des Trios, und bietet altschuligen Thrash, der sich in meinen Ohren mehr an deutschem denn an amerikanischem Thrash orientiert. Einige Riffs hatten etwas von frühen DESTRUCTION, wobei einige etwas vertrackte Momente dann eher Bands wie DEATHROW in meiner Erinnerungsschleife aufploppen ließen.
Gerade „The 9 To 5 Trap“ oder der Titelsong „Beyond Mortal Control“ haben diesen technischen Aspekt. Und „Obey The Lie“ könnte auch für „Release From Agony“ geschrieben worden sein. Aber keine Angst. HÖWLER können auch geradlinig auf die Fresse bügeln. Gerade Songs wie „Rotten Cortex“ oder „Erased And Replaced“ scheppern da ordentlich durchs Gestrüpp.
Mit dem Instrumentalstück „Sick From Within“ genehmigen sich (und uns) HÖWLER eine kleine melodische Ruhepause, bevor es weiter auf die zwölf gibt, aber nicht mit Raserei, sondern mit einem schleppenden Midtempopanzer namens „Fleshbound“.
Abschließend gibt es noch eine Coverversion, und zwar der Song „Shylock“ der mir bisher auch unbekannten australischen Hardrockband BUFFALO.
„Beyond Mortal Control“ ist ein solides Thrashalbum, welches teilweise etwas zu plätschern droht, was vor allem am etwas gleichförmigen Gesang liegt. Insgesamt ist die Scheibe aber eine respektable Produktion. In Zeiten, als man noch mit dem Finger auf der Aufnahmetaste verweilte, um Songs vom Radio mitzuschneiden, hätte man HÖWLER wahrscheinlich gelyncht, denn scheinbare Songenden in die Tracks einzubauen, scheint ein kleines Hobby der Kostarikaner zu sein.
Anspieltipps:
💣 Rotten Cortex
🙇 Obey The Lie
Bewertung: 8,0 von 10 Punkten
TRACKLIST
01. Peace Is Dead
02. Rotten Cortex
03. Sick From Within (instr.)
04. Fleshbound
05. Erased And Replaced
06. The 9 To 5 Trap
07. Beyond Mortal Control
08. Obey The Lie
09. Shylock (BUFFALO- Cover)

