FORSMAN – Brenndar Rustir og Fuorandi Fjörur (2026)
(10.308) Clemens (7,0/10) Black Metal
Label: Metal Blade
VÖ: 26.06.2026
Stil: Black Metal
Mensch hat meine Frau sich über den Einstieg in das Debut Album der Isländer von FORSMAN gefreut. Nunja, sie lag mit Kopfschmerzen und leichtem Fieber während des Schreibens neben mir auf der Couch, aber das ist ja auch eigentlich uninteressant für den Leser und das Musikstück. ABER es passt, um perfekt einzuleiten, denn die Truppe legt gleich los und scheppert, was das Zeug hält! Kein Intro und Co, Gitarrengefiedel und ab die Post! Dabei natürlich auch „inseltypisch“ leicht dissonant und brachial direkt!
Die Szene in Island ist schon eine spezielle und hat seinen eigenen Touch, möchte ich meinen, beziehungsweise geht es mir so, bei den Bands, die ich bisher gehört habe. Und das passt vor allem auch auf den Black Metal, der wirklich unverkennbar in seiner Machart ist und oft keine leichte Kost darstellt. Jedenfalls muss man das schon wollen und offen für sein, und darf keine 08/15 gewohnte Pandaprügelei erwarten. Hier geht es nämlich irgendwie roh, trotzig, aber zugleich auch präzise und abwechslungsreich zugange.
Variabler Gesang zwischen Growls und Screams, sowie auch mit weiblicher Unterstützung („Drottinn Fyrirgefur Allt“)? Beim letzteren bin ich mir noch unsicher, aber fest steht, hier wird den Instrumenten, wie dem Hörer alles abverlangt. Das Tempo ist überwiegend angezogen und die Saitenfraktion legt Riff über Riff, ob man das will oder nicht! Und daher auch der aggressive Druck der Titel, die wirklich direkt nach vorne gehen und nichts zu verbergen haben, da Sie mit allem vorpreschen, was Sie haben und das auch noch gnadenlos.
Der Sound ist dementsprechend auch alles andere als glasklar oder totkomprimiert, hier haben die Töne noch genug Raum und Spiel, um sich zu entfalten, also die Atmosphäre unverfälscht wiederzugeben. Und das tut den Titeln auch sehr gut, anders würde es nämlich nicht funktionieren, meiner Meinung nach und wirklich dann nur noch im Krach enden, wobei, evtl. tut es das jetzt schon für einige, wer weiß („Andvana“)? Aber ich kann jedem nur raten, der die dunklen musikalischen und nicht so großen Namen in dem Genre frönt, hier mal ein Ohr zu riskieren. Und sofern das Argument zählt und doch großes Namedropping braucht, hier und da erinnert mich die Musik an alte BEHEMOTH Vibes, vor Allem in der zweiten Hälfte der Scheibe („Barmafylltar Fjöldagrafir“).
Anspieltipps:
🐧 Svartir Svanir
🔨 Hrae Hins Almattuga
Bewertung: 7,0 von 10 Punkten
TRACKLIST
01. Drottinn Fyrirgefur Allt
02. Svartir Svanir
03. Andvana
04. Valdniosla
05. Kynjamyndir
06. Lof Mer Lif Bitt Ad Taka
07. Hrae Hins Almattuga
08. Barmafylltar Fjöldagrafir

