MORBID MEAT – Possessed By The Witch (EP) (2026)
(10.362) Maik (8,2/10) Blackened Thrash Metal
Label: D.I.Y.
VÖ: 31.07.2026
Stil: Blackened Thrash Metal
Was eignet sich am besten, um die Woche in den Sack zu hauen und sich die Rübe wieder zurechtzurücken? Klar, ordentlich was zum Saufen und dazu so richtige Drecksaumucke aus den finstersten Schlünden der Alkohölle. Zu diesem Behufe haben sich MORBID MEAT gedacht, sie schieben ihrer letztjährigen Langrille ein kleines Schmankerl hinterher.
Dies kommt in Form eines schönen Dreitrackers namens „Possessed By The Witch“. Dafür haben sich die drei Mexicanos ein neues Bandlogo gegönnt, welches das alte um mehrere Längen schlägt. Das morbide Fleisch ist zwar von den da gezeigten Knochen schon heftig abgenagt worden, dafür bietet die Mucke fein abgehangenes carnivores Schnabulat.
Da sich die Band „von der Hexe besessen“ fühlte, ergriffen sie sogleich die nötigen Konsequenzen und brachten das runzlige Zauberweib mit „Kill The Witch“ gleich mal gediegen um die Ecke. Und das mit einem schön dreckigen Mix aus Thrash, Speed, Black und Rock’n’Roll. Gut, wenn man „witch“ durch „week“ ersetzt, ergibt mein anfängliches Geschwafel auf einmal Sinn. So einfach kann das sein. Die auf dem Debütalbum sehr stark zu hörenden Einflüsse der gaaanz frühen DEATH sind zugunsten schwarzer Dreschmucke etwas zurückgefahren worden.
Alles ist dann auch genau so dreckig produziert, wie es sein soll. Bratende Riffs, bei denen man das beim Erschaffen geflossene Bier und die gequalmten Ziggen förmlich riecht. Fett Hall auf die Vocals und ab geht die Luzie.
Nachdem die Hexe verhackstückt wurde, begeben sich MORBID MEAT auf „The Rock’n’Road“, um mit Riffing à la alten SACRIFICE und ONSLAUGHT fett Gas zu geben. Und wenn ich alt meine, meine ich gaaanz alt. Und die drei Krachologen zeigen mit Vehemenz, dass im Bereich dieser Mucke noch nicht der letzte Akkord verklungen ist.
Wenn man derart schnell unterwegs ist, trifft man unweigerlich den „Speed Demon“, dem MORBID MEAT am Ende der Scheibe huldigen. Der Song beginnt zunächst etwas verhalten, bietet sogar ein regelrecht melodiöses Solo, in dessen Hintergrund sich aber schon langsam das erste Killerriff aufbaut, mit dem dann auch wieder ordentlich Kniegas gegeben wird. KREATOR zu „Endless Pain“-Zeiten kommen mir da gewaltigst in den Sinn.
Und schon ist das Ding rum, und ich drücke wie besessen (von der Hexe?) auf „Repeat“ und schon läuft das gute Stück nun schon zum fünften Mal hintereinander durch meine Lauschröhren. Fein. Wird jetzt aber so langsam Zeit für das erste Bier.
Anspieltipps:
🔥 Alles
Bewertung: 8,2 von 10 Punkten
TRACKLIST
01. Kill The Witch
02. The Rock’n‘Road
03. Speed Demon

