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CLOVEN HOOF – Never A Prophet In Your Own Land (2026)

(10.419) Maik (9,5/10) Heavy Metal


Label: High Roller Records
VÖ: 25.09.2026
Stil: Heavy Metal


Kommt man auf das Thema New Wave Of Britih Heavy Metal, ist der erste Gedanke wohl äußerst selten der an CLOVEN HOOF. Und dies trotz der Tatsache, dass die Band schon seit 1979 unterwegs ist. Gut, Bassist Lee Payne ist das einzige verbliebene Gründungsmitglied und die Band hatte auch die gesamten 90er pausiert, ist seitdem aber sehr fleißig unterwegs. Seit 2022 kommt alle zwei Jahre ein neuer Langspieler heraus, so auch in diesem.

„Never A Prophet In Your Own Land“ ist der neue Scheibling betitelt, und kommt wie schon der Albumvorgänger auf dem High Roller Label heraus. CLOVEN HOOF haben sich ja letztlich meist auf eine Schnittmenge zwischen der NWOBHM und dem US- Metal eingeordnet, das letzte Album wurde von der Presse auch sehr mit BLACK SABBATH assoziiert. Doch scheinbar ist die Band noch nicht in dem Stadium angelangt, in welchem man sich selbst kopiert.

Denn „Never A Prophet In Your Own Land“ wildert wieder vermehrt im Bereich der NWOBHM, und da sind gewisse musikalische Zitate kaum zu vermeiden. Schon der Opener „Terror From The Skies“, der ordentlich auf die Tube drückt, offenbart songwriterisch eine leichte JUDAS PRIEST- Note. Das folgende „Conquistador“ könnte auch aus der Feder von DIO stammen, während der quasi Titelsong „Never A Prophet“ episch ausufernd an neuere IRON MAIDEN denken lässt.

„Gipsy Roller“ nun wieder erinnert ein wenig an DEEP PURPLE, und dies nicht nur wegen dem herrlichen Hammondorgelsound. All diese Vergleiche sollen nun nicht heißen, dass CLOVEN HOOF hier schamlos klauen würden. An diesen Namen kommt man, wenn man klassischen britischen Metal spielt, ja kaum vorbei. Und sich plagiatorisch zu betätigen, haben die Kollegen auch gar nicht nötig.

Nun möchte ich mich hier nicht mit weiteren Hufspaltereien befassen, denn insgesamt ist das Album äußerst rund, abwechslungsreich und packend geworden. Selbst beim momentan sechsten (!) Hördurchgang wird der Silberling nicht langweilig. Solides Songwriting, technisch auf allerhöchstem Niveau und einfach coole Songs.

Zudem schafft es Harry Conklin, dass die Songs nicht irgendwie wie JAG PANZER, SATAN’S HOST oder eine der anderen Bands klingen, in denen das Goldkehlchen sangestechnisch zugange ist bzw. war. Auf diesem Album liefert er jedenfalls eine sagenhaft coole Arbeit ab, mit der er sich vor den führenden Metalsangesgrößen kaum verstecken muss. 

Auch sonst fühle ich mich fast dazu hingezogen, dass „Never A Prophet In Your Own Land“ das reifste und kompakteste Album der Briten ist. Ausgeklügeltes Songwriting, welches nie verkopft wirkt, auch nicht beim leicht angeproggten Zwischenspiel in „Iron Mask“, ergeben griffige Songs, welche das Album zu einem kurzweiligen Hörerlebnis machen. Die siebenundvierzigeinhalb Minuten vergehen wie im Fluge und der Finger wandert automatisch zur Repeattaste. 

Auf der Scheibe sind so gut wie keine Filler vorhanden, weshalb ich mich auch sehr schwer tat, mich für zwei Anspieltipps zu entscheiden. Mit „Never A Prophet In Your Own Land“ zeigen CLOVEN HOOF, dass sie zur Speerspitze des britischen Heavy Metals gehören. 

Anspieltipp: „Terror From The Skies“ und „Iron Mask“

Bewertung: 9,5 von 10 Punkten










TRACKLIST

01. Terror From The Skies
02. Conquistador
03. Never A Prophet
04. Gipsy Roller
05. The Bigger They Are
06. Iron Mask
07. Phantom Chaser
08. Flying Dutchman
09. Prodigal Son
10. Seven Sacred Wonders

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