PROSECUTED – Emancipation Through Violence (2026)
(10.406) Maik (8,0/10) Thrash Metal
Label: D.I.Y.
VÖ: 21.08.2026
Stil: Thrash Metal
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Ich habe ja schon Metal Bands, auch Thrash Bands aus (fast) aller Herren Länder ausgegraben, aber eine aus Dubai ist mir bisher noch nicht vor die Flinte gelaufen. Seit 2022 gibt es die Band PROSECUTED aus den VAE, und selbige hat dieses Jahr ihr Debütalbum rausgeschmissen. Komplett in Eigenregie und deshalb auch erst einmal nur digital.
„Emancipation Through Violence“ nennt sich das Teil. Das Coverartwork hat für mich zwar nicht wirklich etwas mit dem Albumtitel zu tun, würde sich aber auf T-Shirts ganz gut machen. Auch über die Band selbst liegen mir kaum Informationen vor, was meine sehr vorsichtige Umschreibung für das Wörtchen ‚keine‘ ist.
Also müssen wir uns rein auf die Musik konzentrieren, was ja eigentlich auch der Sinn eines Reviews ist. Der Thrash Metal der Dubaier scheint sich für mich eher an amerikanischen Bands zu orientieren, allerdings agieren PROSECUTED teilweise aggressiver, was vor allem am körnigen Gitarrensound liegt, der völlig furztrocken die Gehörknöchelchen glattschmirgelt.
Dabei ist das Gesamtkonstrukt mitnichten unter ‚brutales Gemetzel‘ abzuheften, wenngleich das recht blutige Cover selbiges zu vermuten anregt. PROSECUTED sind auch Melodien nicht abgeneigt, würzen sie aber immer wieder mit aggressiven Elementen. So wechselt der ansonsten recht gepresst wirkende Gesang an einigen Stellen regelrecht Death Metal- affin.
Zu Mitschnittzeiten hätte ich die Band allerdings an zwei Stellen dieses Albums in alle Höllenschlünde verflucht, denn der Fünfer scheint auch Gefallen daran zu finden, scheinbare Songenden zu konstruieren, nach denen das Lied dann dennoch weitergeht. Zum einen bei „Beneath My Shadow“, wo man denkt, dass nach dem Akustikpart Schluss ist. Und beim abschließenden Titelsong spielen sie das nochmal durch. Naja, wenn es denn Spaß macht.
Insgesamt ist „Emacipation Through Violence“ zwar kein Ultra-Masterpiece, aber für ein Debütalbum doch recht ordentlich und abwechslungsreich konzipiert. Teilweise wirkt das Material etwas fahrig, aber da habe ich wohl einfach Brombeeren in den Ohren. PROSECUTED haben nun auch Dubai in meinen persönlichen Metal- Atlas eingetragen, und wenn die Kerle dranbleiben, kann da noch was echt Großes draus werden.
Anspieltipps:
💥 Destruction
😱 Theory Of Insane
Bewertung: 8,0 von 10 Punkten
TRACKLIST
01. Black Lariat (intro)
02. Dementia Recommence
03. Destruction
04. Destined To Fade
05. Beneath My Shadow
06. Theory Of Insane
07. Skinwalker
08. Emancipation Through Violence

