TFTHS Classic vom 25.08.2022 mit GRAVE DIGGER
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Q&A – Das Interview: SABIENDAS
Für Eintrittsgeld ein Menschenzoo
Mit SABIENDAS meldet sich eine der eigenwilligsten deutschen Death-Metal-Bands zurück. Seit ihrer Gründung 2006 hat sich die Truppe aus Nordrhein-Westfalen nie darum geschert, Erwartungen zu erfüllen oder Trends hinterherzulaufen. Stattdessen wurden bissige Gesellschaftskritik, schwarzer Humor, technische Raffinesse und eine gehörige Portion Wahnsinn zu den Markenzeichen der Band. Mit Puppeteer Of Doom präsentieren SABIENDAS nun ein Album, das auf den ersten Blick zugänglicher und organischer wirkt als manche Vorgänger, dabei aber nichts von seiner Schärfe verloren hat. Grund genug, Frontmann Jan mit einigen Fragen auf den Zahn zu fühlen.
Hallo Jan, vielen Dank, dass Du Dir die Zeit für dieses Interview nimmst. Wie geht es Dir und wie fühlt es sich an, das neue Album endlich auf die Menschheit loszulassen?
Es fühlt sich sehr gut an. Leider hat es auch wieder mehr Zeit gebraucht, als wir eigentlich eingeplant hatten, um das Album unter die Leute zu bringen. Das Album wurde natürlich wieder von Toni produziert und aufgrund seines vollen Terminplans in den letzten drei Jahren, mussten wir da immer sich ergebende Zeitfenster nutzen. Wie du bemerkt hast, haben wir auch wieder ein neues Label. Also im Laufe der Zeit wieder das eine oder andere Problem, welches den Zeitplan immer wieder verschoben hat. Aber jetzt ist es raus und wir sind rundum glücklich mit dem Ergebnis.
Wenn man auf die mittlerweile zwei Jahrzehnte Bandgeschichte von SABIENDAS zurückblickt: Welche Eigenschaften haben Euch überhaupt erst ermöglicht, so lange durchzuhalten, während viele andere Bands längst das Handtuch geworfen haben?
Die Frage wurde uns schon häufiger gestellt. Nun ich bin ja „erst“ seit 16 Jahren dabei. Also bis auf wenige Monate die Zeit, in der das jetzige LineUp zusammen ist. Mag daran liegen, dass wir auch vor 10 Jahren schon alle ein gewisses Alter hatten und bestimmte Abschnitte der Lebensplanung bereit abgeschlossen hatten. Vielleicht ist liegt es auch daran, dass wir gute und schlechte Phasen als normalen Lauf des Lebens sehen.
Natürlich kriegt man sich auch mal in die Wolle oder ist gefrustet, weil Dinge nicht so funktionieren, wie man sich das vielleicht wünscht. Aber selbst in solchen Situationen, hat man dann eine oder zwei Nächste drüber geschlafen und bei der nächsten Probe oder der nächsten Show hat man dann auch wieder Spaß miteinander. Wir stellen die Band nicht in Frage und jeder von uns hat über die Jahre zu viel Schweiß und Herzblut in das Projekt gesteckt, als dass man es leichtfertig aufgeben würde. Bei manchen Entscheidungen stimmen wir am Ende einfach ab und so wird’s dann gemacht. Damit kann dann jeder leben. Da muss man sich manchmal eben der einfachen Mehrheit beugen.
Wenn Du den Jan von damals treffen könntest – welchen Rat würdest Du ihm geben und welchen Rat würde er vermutlich ignorieren?
Da kann ich nur für mich selbst sprechen. …mmmh..*grübel* vielleicht im einen oder anderen Moment ein etwas weniger „edgy“ verhalten. Aber wie gesagt. Hätte ich wohl ignoriert.
Der Titel Puppeteer Of Doom klingt nach jemandem, der im Hintergrund die Fäden zieht. Wer oder was ist dieser Puppenspieler für Dich persönlich?
Spannend wie der Titel so manche Interpretation anregt, die wir gar nicht im Sinn hatten. Hinter der Idee steckt eigentlich kein tieferer Sinn oder Botschaft. Alex hatte die Idee das Thema „Asylum-Horror“ oder eben den irren Doktor als Thema aufzugreifen und mir kam dann Dr. Channard aus Hellraiser II in den Sinn. Ebenso das Bild der Ketten als Fäden der Marionetten. Man könnte jetzt über die Symbolik von Clive Barker philosophieren aber so weit sind wir da gar nicht gegangen. Also wer da eine mögliche Meta-Ebene oder versteckte Gesellschaftskritik hinter vermutet, den muss enttäuschen.
Kannst Du uns etwas über das lyrische Gesamtkonzept des Albums erzählen? Gibt es einen roten Faden, der sich durch die Songs zieht?
Es gibt ja diese berühmte Horror-Serie aus Amerika, welche in jeder Staffel ein klassisches Horror-Hauptthema aufgreift, Stilelemente verbindet und vermischt und darauf dann ein meist recht abgedrehte Gesamtgeschichte strickt. Da wir ja nun bereits das vierte Album aufgenommen haben, sehe ich da auf gewisse Weise eine Parallele. Unsere Alben behandeln meist zu 50% ein Hauptthema, was sich dann auch im Artwork widerspiegelt. Ob es jetzt die Untoten von „Restored to Live“, die historischen Bezüge zu Pest, Folter und Krieg auf „Column of Skulls“ oder die Kannibalen und Serienmörder auf „Repulsive Transgression“ waren. Diesmal ist es eben das Thema „Irrenhaus“, medizinische Experimente, „Mad Scientist“, Krankheit und „Body-Horror“. Hier haben wir wieder so eine A- und B-Seitenaufteilung. Die Hälfte der Texte bleibt dem Thema treu und der Rest behandelt verschieden Themen.
In meinem Review hatte ich den Eindruck, dass das Album organischer und leichter nachvollziehbar wirkt als einige Eurer früheren Werke. Würdest Du dieser Einschätzung zustimmen oder sehe ich da etwas, das gar nicht beabsichtigt war?
Also spätestens seit „Repulsive Transgression“ haben wir darauf geachtet, dass jeder Song ein Signature-Riff hat, an dem man den Song erkennt bzw. wiedererkennt. Wir haben da schon lieber auf Variation als auf Masse gesetzt. Also klassische Songstruktur von Intro, Strophe, Refrain und einem Mittelteil evtl Solo. Findet man ja als Hörer auch angenehmer. Nach meiner Ansicht ist das auf „Puppeteer of Doom“ aber kein neuer Ansatz. Es hat sich wohl einfach so entwickelt.
War diese etwas direktere Herangehensweise ein bewusster Schritt beim Songwriting oder hat sich das Material ganz natürlich in diese Richtung entwickelt?
Ich glaube, dass sich das ganz natürlich in diese Richtung entwickelt hat. Wir haben da keinen Masterplan. Wir schreiben neue Songs und im besten Fall baut das Material organische aufeinander auf.
Welche Unterschiede siehst Du selbst zwischen Puppeteer Of Doom und seinem Vorgänger?
Der größte Unterschied ist wohl das neun der zehn Songs diesmal wieder komplett von Alex geschrieben wurden. Für „Repulsive..“ haben wir ganz traditionell sehr viel Zeit im Proberaum verbracht. Für „Puppeteer“ hat Alex sehr viele Ideen und fast fertige Songs in Studio eingebracht und wir haben dann gemeinsam am Feinschliff gearbeitet und vereinzelt nochmal was umgestellt. Der Hauptteil lag aber bei Alex. Daher trägt „Puppeteer of Doom“ zu großen Teilen einfach ihre Handschrift.
Klar die Texte stammen von mir und die Drums hat Toni geschrieben und arrangiert. Auch beim Gesang haben wir die finale Version erst im Studio und bei den Aufnahmen herausgearbeitet. Das war neu. Früher war zu Beginn der Aufnahmen alles fertig, diesmal haben wir uns selbst die Möglichkeit gegeben mehr zu probieren und am Ende die für uns beste Variante auszuwählen. Manche würden vielleicht sagen, eine effektivere und zeitgemäßere Arbeitsweise als sich mit zwei Kisten Bier im Proberaum einzuschließen..haha!
Der Sound wirkt auf mich sehr lebendig und weniger konstruiert als vieles, was man heute im Metal-Bereich hört. Wie wichtig war Euch, dass die Platte nach echter Band und nicht nach Computer klingt?
Sehr wichtig. Die Drums wurden in einem Take aufgenommen und abgesehen von den Soli-Spuren auch nur jeweils eine Gitarrenspur genutzt. Also alles sehr „basic“. Klar nimmt man heute digital auf und nutzt die technischen Möglichkeiten. Aber uns ist und war es immer besonders wichtig unsere Live-Energie auf eine Platte zu bannen. Daher legen wir großen Wert darauf, dass sich das Endprodukt wie eine echte Band anhört. Da werden eben auch kleine Ungenauigkeiten bewusst zugelassen. Gleiches gilt auch für unsere Artworks. Ich will keiner Band vorschreiben was sie zu tun oder zu lassen hat, aber bei SABIENDAS wird keine KI eingesetzt. Jetzt nicht und in Zukunft nicht.
Gab es während der Aufnahmen einen Moment, an dem Ihr wusstet: „Ja, genau so muss dieses Album klingen“?
Wie auch bei den vorherigen Alben, war Toni der Mann mit dem soundtechnischen Masterplan. Er hat meist schon bei Beginn der Aufnahmen eine Vorstellung wie das Endergebnis klingen soll. Wir vertrauen ihm da fast blind und es hat auch immer sehr gut funktioniert. Im Grund hatte die erste Promo-Version des Albums noch einen anderen Mix als das endgültige Ergebnis. Wir fanden den ersten Mix schon geil, aber Toni hat dann nochmal ne Schüppe draufgelegt. Diesen einen Schlüsselmoment gab es nicht. Wir orientieren uns da sehr am Live-Sound und am Klang der einzelnen Amps.
Du warst textlich noch nie besonders zimperlich. Welche menschlichen Abgründe, Schlechtigkeiten oder gesellschaftlichen Irrsinnigkeiten hast Du diesmal verarbeitet?
Eigentlich sind die Texte auf „Puppeteer of Doom“, im Gegensatz zu den beiden Vorgängern, eher harmlos ausgefallen. Mit realen menschlichen Abgründen beschäftigen sich wohl am ehesten „Puppeteer of Doom“ Walls of Bedlam“ und „De Morte Indignorum“. Die ersten beiden genannten Songs, beschäftigen sich eben mit der Geschichte der Psychiatrie und der Behandlung von Geisteskrankheiten, wie man es früher nannte, im Laufe der Geschichte. Namensgebend für „Walls of Bedlam“ ist das Bethlam Royal Hospital eines der ersten Krankenhäuser seiner Art überhaupt, in dem man die Leute nur weggesperrt und an die Wand gekettet hat. Wenn man nicht irre war, wenn man reingekommen ist, wurde man es spätestens durch die Zustände darin. Teilweise konnte man gegen Eintrittsgeld sogar besichtigungstouren machen. Quasi ein Menschen-Zoo. „Puppeteer of Doom“ behandelt wie gesagt das Thema der Lobotomie als ..naja medizinische Behandlung.
Im Grund hat man den Leuten das Herrn zerstört. Wurde auch gerne mal angewendet, um unangepasste Menschen ruhig zu stellen und verkam über die Jahre zur Jahrmarktsattraktion.. Die jetzt hier auszuführen ginge zu weit, aber man sollte sich da mal einlesen. Was man früher als Behandlungsmethode probiert hat, gilt heut e ja teilweise als Folter Dann gibt’s noch Parasitenbefall, den Prozess des Sterbens und der Verwesung. „De Morte Indignorum“ beschreibt die Hinrichtungsart der Kreuzigung. Aber ohne religiösen Bezug, sondern historisch. Daher auch der Titel „Der Unwürdigen Tod“. Es war eben eine Hinrichtungsmethode für untere Klassen oder Sklaven. „Soul Devourer“ bezieht sich auf die Legende des Vendigo. Ein Dämon aus der nordamerikanischen indigenen Mythologie.“Garden of Delight“ behandelt eine sexuelle bzw. S/M Komponente von modernen Vorstellungen der Hölle wie es z.B. bei Hellraiser angedeutet wird.
Die Idee kam mir im Zuge der Diskussion um das Computerspiel „Succubus“. Quasi nicht „Fucking Hell!“ sondern „Fucking IN Hell“. „Scavenger oft the Graves“ und „Outsider“ sind jeweils von Lovecraft-Kurzgeschichten außerhalb des Cthuluhu-Zyklus inspiriert. Also eine bunte Themenvielfalt.
Wie schwierig ist es heutzutage eigentlich noch, Menschen mit provokanten Texten zu überraschen, wenn täglich auf Social Media Dinge passieren, die früher als Satire durchgegangen wären?
Ich will niemanden bewusst provozieren. Jeder erdenkliche Schocker bez. irgendwelcher Lyrics ist doch schon passiert und jedes Tabu wurde schon irgendwie gebrochen. Ich glaube die vermeintlich extremsten Texte aus meiner Feder beziehen sich auf reale Ereignisse. Da geht es mir weniger darum Leute mit irgendwelchen Geschichten zu provozieren oder auf „Teufel komm raus“ noch eins drauf zu setzen. Vielleicht ist es für manche Leute schockierend, sich klarzumachen, dass die Welt nun mal so ist wie sie ist.
Gab es Texte oder Ideen auf dem Album, bei denen selbst Bandkollegen kurz die Augenbrauen hochgezogen haben?
Eigentlich nicht. Die sind ja einiges gewohnt und kennen das Genre ja auch in- und auswendig. Manchmal kommt vielleicht die Frage, wie ich auf bestimmte Themen komme. Beim letzten Album gabs so eine Situation für den Song „Served Cold“. Antwort: Shakespeare!
In meinem Review hatte ich den Eindruck, dass die Songs trotz aller Komplexität sehr eingängig funktionieren. Wie schwer ist der Spagat zwischen Anspruch und Ohrwurm?
Für uns total einfach, weil wir das gar nicht bewusst versuchen oder anstreben. Das passiert einfach. Wir feilen an den Songs bis sie sich für uns „rund“ anfühlen und wir unsere eigenen Trademarks wiederfinden.
Gibt es einen Song auf dem Album, der das Wesen von SABIENDAS momentan am besten repräsentiert?
Naheliegend sind da die Auskopplungen „De Morte Indignorum“ und „Puppeteer of Doom“. Das ist natürlich die Sichtweise der Band. Oft wundert es mich, welche Songs dann später von Fans favorisiert werden. Ich denke man muss da die Alben als jeweils Ganzes sehen.
Toni hat aktuell eine Pause von SODOM. Ist es für SABIENDAS ein Vorteil, dass er sich momentan wieder stärker auf die Band konzentrieren kann?
Das kann er leider gar nicht in dem Maß welches wir uns wünschen würden. Mit dem Einstieg bei Sodom hat Toni den Sprung ins Profilager gewagt und wie man so schön sagt:“ Selbstständig heiß selbst und ständig“. Daher ist er schlicht auf Engagement und Jobs angewiesen. Wir suchen übrigens gerade wieder einen Session-Drummer für einzelne Shows. Wer sich also berufen fühlt, darf sich gern melden. Toni ist natürlich fester Bestandteil der Band.
Wenn Du einen Song von Puppeteer Of Doom einem völlig ahnungslosen Metalhead vorspielen müsstest, um ihn von SABIENDAS zu überzeugen – welcher wäre das und warum?
Ich würde wahrscheinlich den Titelsong wählen. Gerade im Mittelteil um den Refrain-Teil wird’s sehr Old School! „Scanvenger oft the Graves“ oder „Soul Devourer“.
Welche Reaktionen auf das Album haben Dich bislang besonders überrascht?
Wahrscheinlich die Aussagen von ein paar Leuten, dass dies unser bisher bestes Album ist. Ich glaube wir sind einfach nur konsequent unseren Weg gegangen. Es zeigt aber, dass wir es immer noch schaffen uns zu steigern und die Qualität zu verbessern. Wir können also immer noch eins drauf setzen.
Wie wichtig sind Dir heutzutage Albumkritiken überhaupt noch? Liest Du sie neugierig, masochistisch oder gar nicht?
Doch doch ich lese die mit großem Interesse. Es gibt Magazine wie Eures wo mir die Meinung viel bedeutet, weil ich weiß, dass dort Leute an der Tastatur sitzen, die auch Ahnung von dem haben worüber sie schreiben. Ich meine, wenn wir bei uns über Musik unterhalten, wirkt das wie eine Episode von „Zwei Stühle, eine Meinung“ (wer kennts noch?) Ein paar andere gibt es da auch. Dann will man natürlich wissen wie ein Album allgemein ankommt und aufgenommen wird. Ich guck dann oft auf die persönlichen Favouritenlisten der Rezensenten. Wenn wir dann eine eher negative Rezi kriegen in der sich dann Leute zusätzlich über die beschränkten Möglichkeiten des Death-Metal als Genre im Allgemeinen auslassen, denk ich mir „Was stört es die Eiche, wenn sich die Schweine an ihr reiben“.
Warum Leute die mit dem Genre eigentlich nichts anfangen können, dann unbedingt die Rezis schreiben müssen, verstehe ich allerdings nicht. Manche geben sich ja nicht mal die Mühe fair zu bleiben. Einen echten Verriss hatten wir aber nur einmal für das Debut-Album. Da wurde uns prophezeit, dass in fünf Jahren kein Hahn mehr nach uns kräht. Das war 2013 und die Seite des „Magazins“ ist seit Jahren offline. So what!? Bei „Repulsive..“ hatte wohl der achtzehnjährige Praktikant eines großen Printmagazins einen leichten Anflug von Größenwahn.Ja ich lese die Kritiken immer noch mit Interesse aber gucke eben wer es schreibt und wie der musikalische Background der Leute ist.
Gibt es etwas in meinem Review, bei dem Du innerlich genickt oder vielleicht auch energisch den Kopf geschüttelt hast?
Ich zitiere dann mal: „SABIENDAS zeigen hier eindrucksvoll, warum sie zu den stärksten Death-Metal-Bands dieses Landes gehören. Kein Hype, kein Trend-einfach verdammt gut gemachte Musik!“ das geht natürlich runter wie 16 Jahre alter Single Malt..oder wie Öl eben.
Ein besonderer Punkt den auch andere aufgenommen haben ist, dass wir nicht versuchen irgendwelchen Trends hinterher zu laufen oder unseren Stil irgendwie „modernisieren“ wollen. Wir sind am besten damit gefahren, einfach unser eigenes Ding zu machen. Kopfschütteln blieb aus.
Welche Ziele habt Ihr mit SABIENDAS noch, die bislang unerfüllt geblieben sind?
Also wenn hier interessierte Booker mitlesen. Schreibt uns. Wir wollen unsere Live-Aktivitäten wieder mehr ankurbeln. Evtl. ist auch wieder eine kleine Tour geplant. Aber wir wissen leider alle wie sehr sich die Veranstaltungsbranche in den letzten Jahren verändert hat. Unerfüllt ist bisher eine Show auf dem Party San. Ich werde tatsächlich immer wieder von Leuten darauf angesprochen „Wann spielt ihr denn mal hier“ Tja ich bin da der falsche Ansprechpartner. Wenn nach uns ginge, so schnell wie möglich.
Nach über drei Jahrzehnten beweisen SABIENDAS, dass Erfahrung nicht zwangsläufig zu Routine führen muss. Statt auf Nummer sicher zu gehen, bleibt die Band unbequem, bissig und eigenständig. Puppeteer Of Doom zeigt eine Formation, die ihre Vergangenheit kennt, aber nicht in ihr lebt. Wir bedanken uns bei Jan für seine Zeit und wünschen viel Erfolg für das Album sowie die kommenden Live-Aktivitäten.

