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DUIR – Catarsi (2026)

(10.327) Schaacki (7,9/10) Atmospheric Folk Black Metal


Label: AOP Records 
VÖ: 26.06.2026 
Stil: Atmospheric Folk Black Metal






Zwei Häuser, beide an Ansehen gleich, entfachen neuen Streit aus altem Hass im lieblichen Verona…“ Diesen Satz aus Shakespeares „Romeo & Julia“ kennen sicher noch viele von euch. Doch wer von euch hat schon mal etwas von Duir gehört, der Atmospheric Folk Black Metal Band aus eben jener Stadt im Norden Italiens? Sicherlich nur wenige bisher, was sich durchaus ändern sollte… 

Denn nicht nur mit ihrer Herkunft sind Duir noch immer für Black Metal Verhältnisse ein wenig exotisch, sondern auch in ihrer Interpretation dieses Genres. Natürlich gibt es inzwischen schon einige nennenswerte Bands, die in dem eher für sonniges Wetter und Leichtigkeit bekannten Land für Finsternis sorgen – an dieser Stelle möchte ich gerne Enisum als Beispiel nennen – doch noch kann Bella Italia nicht mit dem Norden Europas konkurrieren.

Aber Duir brauchen sich definitiv nicht verstecken, wissen die fünf Herren mit ihren Kompositionen doch durchaus zu gefallen. Wie die Kategorisierung ihrer Nische schon sagt, steht bei der Band die Atmosphäre im Vordergrund. Diese wird nicht nur durch ansprechende Melodien an den Saiteninstrumenten erzeugt, sondern auch durch ein paar (für Black Metal) eher unkonventionelle Instrumente, was den Folk Anteil dann einbringt. Unterm Strich heißt das, dass sägende, aber auch melodische Gitarren, akzentuiertes Bassspiel und hämmernde Drums auf Flöte, Drehleier und Sackpfeife treffen. Ein ganz klein wenig erinnert mich das an meine ersten Begegnungen mit Eluveitie, heutzutage schwirren da auch Saor kurz in meinem Kopf herum. Doch sind dies noch immer recht weit hergeholte Vergleiche. Duir haben auf jeden Fall eine eigene kleine Nische und viel Eigenständigkeit. 

Dies untermauert auch der Gesang. Nicht etwa, weil die Art, wie Frontröhrer Vox in Umbra keift, völlig neu wäre, jedoch weil man italienische Vocals (noch) nicht so ganz gewohnt ist. Dies dürfte dem Hörer vielleicht nochmal eine andere Note präsentieren. Neben all dem Italienisch haben sich allerdings auch ein paar deutsche Zeilen eingeschlichen: Für den Song „Impeto“ hat man sich L.G. von Ellende als Gast geladen, der dieses Stück veredelt. Und wo wir gerade beim Namedropping sind – für den Mix und das Mastering von „Catarsi" zeigt sich Labelkollege und Groza-Kopf P.G. verantwortlich, der in seinem Ad Nauseam Sounds Studio dem Album seinen Stempel aufdrückte.

Bei diesen Namen überrascht es dann auch weniger, dass der Sound von „Catarsi" eher klar und modern statt old-schoolig und roh ist, was keine Kritik, sondern lediglich eine Einordnung sein soll. Auch sonst richtet sich das Album weniger an die Hörgewohnheiten von Freunden der alten Schule. Wer sich dagegen gern mal bei ausgedehnten Melodien und besonderen Tönen wegträumt und für Neues offen ist, der sollte Duir und „Catarsi" auf jeden Fall eine Chance geben. 

Anspieltipps:
💣 Di Nessuno
🔥 Impeto
🎶 Oltre l'Alba 


Bewertung: 7,9 von 10 Punkten


TRACKLIST

1. Manifesto 
2. Di Nessuno 
3. Impeto (feat. L.G. of Ellende) 
4. Della Notte 
5. Del Giorno 
6. Oltre l'Alba 



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