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CUTTHROAT – Invoking Terror (EP) (2026)

(10.309) Maik (7,8/10) Blackened Death Thrash Metal


Label: Dying Victims Productions 
VÖ: 19.06.2026 
Stil: Blackened Death Thrash Metal 






Der Name CUTTHROAT hat ja schon oft als Bandname herhalten müssen, allein aus den USA weiß ich von drei oder vier Bands dieses Namens. Auch in Japan gab es mal ein gleichbenamstes Outfit. Und ehrlich gesagt, hatte ich auch die Japaner im Hinterkopf, als ich mir blind dieses Album zum Rezensieren ausgesucht hatte. 

Ja, da war ich wohl auf dem Holzweg, denn diese Halsabschneider hier kommen aus Irland, sind seit drei Jahren am Start und legen nun nach zwei Demos mit „Invoking Terror“ eine EP auf. Und ich möchte audiophile und zartbesaitete Hörer gleich warnen, hier gibt es ordentlich Krawall auf die Lauschlappen. 

In der Melange aus etwas Thrash und etwas mehr Death Metal wühlend, zelebrieren CUTTHROAT ihre Mucke auch noch tiefschwarz eingefärbt. Dabei würde ich den Death Metal- Anteil definitiv auf frühe US- Schergen einnorden, denn die Iren hämmern sich zwischen technischem Wahnsinn und gewalttätigem Geprügel durch die fünf Songs, dass der Stuck nicht nur von der Decke bröckelt, sondern auch noch fluchtartig aus der Bude rieselt.

Das Ganze ist auch noch roh, räudig und knüppelhart dreckig produziert und wirkt teilweise wie eine Demo-Aufnahme, bei der frühe DEATH und ebenso frühe MORBID ANGEL zusammen eine Jam-Session gefeiert haben, während TERRORIZER die eine oder andere Idee einbrachten. CUTTHROAT machen keine Pause, um Euch den Brägen zu massieren und schleifen Euch mit brutaler Gewalt blutend durch eine Betontrümmerwelt, um Euch anschließend an gefräßige Dämonen aus dem zwölften Schlund der Hölle zu verfüttern. 

Die Soli zersäbeln mit chirurgischer Präzision den Rest der Nervenenden im Hörrohr und der Sänger growlt sich auf abnorme Weise die Lungenflügel zu Haschee, während der Drummer den ganzen Kladderadatsch in mundgerechte Happen kloppt. Das ist nicht schön und auch nicht nett, brät aber wie die Sau. Letztlich bin ich fast froh, dass es sich hier nur um eine EP handelt, denn einen ganzen Longplayer lang derartig mit Adrenalin druckbetankt zu werden, würde den alten Mann hier fast zu einer Nahtoderfahrung führen. Ungeachtet der unverkennbaren Tatsache, dass er gerade verzückt und debil grinsend das infernalische Geschepper zu genießen scheint. 

„Invoking Terror“ ist eine perfekte Namensgebung für dieses Scheibchen, denn den Schrecken, den die vier irischen Halsabschneider hier beschworen haben, dürfte Todeskrachmaten der ersten Stunde Nostalgietränchen ins Äuglein treiben, während musikalische Schöngeister eher einen von Schmerz ausgelösten Weinkrampf erleiden. 

Wer wie ich auch diese obskuren 7- Inches aus den frühen Neunzigern gehortet hat, welche sich strikt dem Konzept ‚Wohlklang‘ verweigerten, sollte hier unbedingt mal reinlauschen. Aber seid gewarnt. Danach seid Ihr entweder glücklich oder tot. 

Anspieltipp:
💀 Morbid Rites


Bewertung: 7,8 von 10 Punkten


TRACKLIST

01. March Of The Damned 
02. Invoking Terror 
03. Azathoth’s Lair 
04. Morbid Rites 
05. Life Beyond The Grave 



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