TFTHS Classic vom 31.03.2023 mit Holy Moses
Aktuelle Meldungen
Zephyr's Odem - Monthly Warfare 05-2026
Unsere Alben des Monats Mai 2026
JUNGLE ROT – Cruel Face of War (2026)
JUNGLE ROT zeigen einmal mehr, warum sie seit Jahrzehnten eine feste Größe im Underground sind: weil sie wissen, wer sie sind, und keinen Grund sehen, daran irgendetwas zu ändern. Riffs am laufenden Band, ein fettes Artwork, starke Produktion, jede Menge Groove und Brutalität – mehr braucht es manchmal einfach nicht.
FROZEN SOUL – No Place Of Warmth (2026)
So geht moderner Death Metal, der gleichermaßen die alte Schule achtet, aber auch nach vorne schaut, ohne sich irgendwelchen Trends anbiedern zu müssen. Zwischendrin gibt es atmosphärisch ein paar winzige Hänger, aber aufkommende Zweifel werden von Frozen Soul umgehend schockgefrostet. Kurz gesagt: WAS! EIN! KLOPPER!
ARMORED SAINT – Emotion Factory reset (2026)
ARMORED SAINT beweisen eindrucksvoll, dass Erfahrung nicht automatisch Altersmilde bedeutet. Manche Bands altern würdevoll. Andere werden langweilig. Die gepanzerten Heiligen hingegen treten mit Stahlkappenstiefeln die Tür ein, bestellen Whiskey für alle und liefern ganz nebenbei eines der stärksten Heavy-Metal-Alben der letzten Jahre ab.
MALADIE – The Dance of Tragedies (2026)
Es ist kein Album, das sich anbiedert, sondern eines, das fordert, überwältigt und belohnt. Ein Monument der Extreme, aber nicht im Sinne von stumpfer Härte, sondern als Ausdruck maximaler künstlerischer Freiheit.
ARROGANZ – Death Doom Punks (2026)
Ich bin mir sicher, dass das Album Death Doom Punks live ein richtig geiles Erlebnis sein wird. Manche Werke gehören eher auf die Bühne als auf die heimischen Kopfhörer, und das kann ich mich hier sehr gut vorstellen. Hoffentlich sehe ich die Jungs bald wieder live.
DARK MILLENNIUM - Come (2026)
COME ist kein Album, das man hört – es ist eines, das man erlebt. Es fordert dich, es fordert Zeit, es fordert Aufmerksamkeit. Aber wenn man sich darauf einlässt, bekommt man etwas zurück, das weit über bloße Musik hinausgeht. DARK MILLENNIUM beweisen einmal mehr, dass sie nicht nur zurück sind, sondern relevanter denn je
VENOM – Into Oblivion (2026)
Into Oblivion ist ein starkes Comeback, weil es nicht peinlich versucht, jugendlich zu klingen, sondern genau weiß, woher es kommt. VENOM müssen niemandem mehr beweisen, dass sie wichtig waren. Das haben längst andere Bands für sie erledigt, indem sie ganze Karrieren auf ihren Rußspuren aufgebaut haben.
FATEFUL FINALITY - Desolation (2026)
FATEFUL FINALITY liefern mit Desolation ein bärenstarkes Thrash-Album ab, das den alten Geistern huldigt, aber nicht im Museum verstaubt. Druckvoll, bissig, clever verpackt und mit einer Energie ausgestattet, die selbst eingefleischten Bewegungsverweigerern die Nackenmuskulatur durchlüftet.
VERBA SERPENTIS – Torchbearers (2026)
„Torchbearers“ wurde von den Kärntnern in Eigenregie veröffentlicht. Es würde mich aber wundern, wenn nicht demnächst ein paar interessierte Labels an der Tür von VERBA SERPENTIS anklopfen würden. Bis dahin sollten Freunde des klassischen Black Metals ihre Ohren in Richtung VERBA SERPENTIS ausstrecken.
DARKTHRONE – Prehistoric Metal (2026)
DARKTHRONE existieren ja schon seit vierzig Jahren und dürfen sich zurecht als schwarzmetallische Dinosaurier bezeichnen, und als solche wandeln sie in Fußstapfen, die noch älter sind. Sie scheren sich einen Scheiß darum, was modern, angesagt und erfolgreich ist.
CROWN THE BEAST – Judgement (2026)
Auf jeden Fall ist das ziemlich geiles Zeug, was CROWN THE BEAST hier zusammengeschmirgelt haben. Das Ding hat nur ein Manko. Viel zu kurz, das Ganze. Nicht mal eine Viertelstunde. Das ist ein musikalischer Coitus Interruptus. Wenn ich den Kram hier fertig habe, muss ich mir unbedingt mal das Album der Nordköppe geben.
EMBRYONIC AUTOPSY – Rise of the Mutated (2026)
Am Ende bleibt ein Album, das klingt wie eine außerirdische Autopsie auf VHS-Kassette, gefunden in einem verstrahlten Keller irgendwo zwischen Tampa und Area 51. Brutal, schleimig, herrlich geschmacklos und gleichzeitig erstaunlich ausgearbeitet. Genau jene Sorte Platte, die man nachts viel zu laut hört und morgens mit Nackenschmerzen bereut.
DAUÞUZ – Todeswerk: Uranium II (2026)
Wohlig-gruselige Fantasyatmosphäre darf man hier allerdings nicht erwarten, dafür ist das Thema der Scheibe auch zu desolat. Ich habe bei dem Album etwas länger gebraucht, als beim Vorgänger, um mich richtig reinzuhören. Und es ist für meinereinen auch nicht für den Alltag tauglich.
SPELL – Wretched Heart (2026)
Gebt diesem Album zwingend eine Chance, wenn ihr auf Unto Others oder Tribulation steht und eine passende Untermalung für besagte lauwarme Frühlings- bis Sommerabende benötigt! Ich schwöre feierlich, dass Songs wie Lilac und Exquisite Corpse noch sehr lange eure Begleiter sein werden.
PAVIANASS – Alcohol Area (2026)
Alcohol Area ist kein Album für den Feingeist – es ist ein Soundtrack für alle, die wissen, dass das Leben manchmal einfach besser schmeckt, wenn’s ein bisschen nach Hopfen, Schweiß und Chaos riecht.
HOT OF THE MONTH
ETERNAL EVIL – Forever feared (2026)
Doch bei einer Band, die erst seit 2019 unterwegs ist und bereits so viel Feuer im Kessel hat, darf man ruhig die Lederjacke zuknöpfen, den Nacken lockern und anerkennend nicken. 8,4 Punkte sind hier keine Gefälligkeit, sondern verdiente Prügelprämie.
PREMIUM TIP
DIMMU BORGIR – Grand Serpent rising (2026)
Am Ende liefern DIMMU BORGIR kein neues Enthrone Darkness Triumphant und auch keinen nostalgischen Rückfall in alte Tage. Stattdessen erschaffen sie ein großes, finsteres, teilweise überladenes, aber oft faszinierendes Werk voller Atmosphäre, Wucht und nordischer Größe

