SAMPLER – A Tribute To DARKTHRONE (2026)
(10.351) Maik (keine Wertung) Black/Death Metal
Label: Antichrist Magazine
VÖ: 23.07.2026
Stil: Black/Death Metal
Es ist hier in den unheiligen Hallen von Zephyr’s Odem wohl kein Geheimnis, dass meinereiner so ein ganz kleines bisschen auf DARKTHRONE steht. Und so verwundert es wohl niemanden, dass diese Tribute-Scheibe auch auf meinem Teller gelandet ist.
Nun sind Compilations immer eine etwas undankbare Aufgabe für den Rezensenten, denn eigentlich ist man ja bestrebt, alle vertretenen Bands zu erwähnen, andererseits ist das doch sehr ermüdend und auch für den Leser eher wenig unterhaltsam. Ich versuche hiermit, einen halbwegs erträglichen Mittelweg zu finden.
Der Sampler beginnt mit „Cromlech“, interpretiert von der amerikanischen Band GRAVETHORN. Wir starten also mit dem todesmetallischen Beginn der Norweger, und es geht auch zunächst recht chronologisch zu, zumindest bis zur „Panzerfaust“. Dann überspringt der Sampler die Phase von „Total Death“ bis einschließlich „Sardonic Wrath“ und steigt erst wieder bei „The Cult Is Alive“ ein, und zwar mit dem Song „Too Old Too Cold“, dargeboten von den Brasilianern ASKE.
Dann wird die Black-Punk’n’Roll-Ära von DARKTHRONE angerissen, kurz unterbrochen von PRAESEPULTUS' „Rust“, womit das „Hate Them“-Album doch noch zu seinen Ehren kommt. Nach „Leave No Cross Unturned“ von den Österreichern ILL TIDINGS gibt es noch einen Song aus der neueren Ära DARKTHRONEs, welche sich in einer Art Black-Doom-Metal-Nische eingeigelt haben. Zum Abschluss kommt dann noch ein Song von der „Plaguewielder“ zu Ehren, und zwar der Opener „Weakling Avenger“. Der wird von der polnischen Formation WOLFTRIBE beigesteuert.
Gut, ich als DARKTHRONE-Fanboy sehe es als recht adäquat an, dass die meisten Songs relativ eins zu eins umgesetzt wurden. LAMENTING SATANAS addieren einen nahezu maschinenhaften Rhythmus, bringen so „Transsylvanian Hunger“ mit leicht modernerem Touch rüber, was dem Song zusätzlichen Druck verleiht. GENOCIDE KVLT schaffen es, „Quintessence“ vor allem gesangstechnisch noch abgefuckter klingen zu lassen als das Original.
ASKE haben „Too Old Too Cold“, zumindest am Anfang, einen fast punkig-thrashigen Rhythmus verpasst. Shout-out geht an ILL TIDINGS, die sich daran gewagt haben, „Leave No Cross Unturned“ zu covern, einem meiner Lieblingssongs der mittleren DARKTHRONE-Ära. Ganz großes Kino.
Es handelt sich hier um eine Compilation, also eine Zusammenstellung schon fertig aufgenommener Songs, ohne nochmalige Nachbearbeitung. Das hat zur Folge, dass man hier keine gleichbleibende Soundqualität erwarten sollte. Beispielsweise sind TYRANNO etwas zu leise, ebenso ESSEDUM. INCINERATUS klingen noch leiser, dazu noch mit Drums, die an herunterfallende Tupperdosen erinnern. PRAESEPULTUS haben einen etwas verwaschenen Sound und der Gesang bei „Circle The Wagons“ von TREWAN klingt ein wenig nach U-Bahn-Schacht mit extra Hall.
Aber das ist natürlich Meckern auf hohem Niveau, denn wie ein Blick auf die Tracklist zeigt, handelt es sich ausnahmslos um Undergroundbands, die DARKTHRONE hier Tribut zollen. Und das Endergebnis ist recht gut gelungen. Wer Coverversionen nicht abgeneigt ist und insbesondere auf Fenriz' und Nocturno Cultos Mucke abfährt, ist hier gut bedient.
Anspieltipps:
🔥 Cromlech
💀 Transsylvanian Hunger
⛓️ Leave No Cross Unturned
Bewertung: keine Wertung
TRACKLIST
01. GRAVETHORN (USA) Cromlech
02. TYRANNO (Brasilien) In The Shadow Of The Horns
03. MYRDINGER (Schweden) Summer Of The Diabolical Holocaust
04. VEPHAR (Polen) Unholy Black Metal
05. LAMENTING SATANAS (USA) Transsylvanian Hunger
06. INCINERATUS (USA) Skald Av Satans Sol
07. GENOCIDE KVLT (Polen) Quintessence
08. DEATH BRIGADE (UK) The Hordes Of Nebulah
09. ASKE (Brasilien) Too Old Too Cold
10. ESSEDUM (Finnland) Fuck Off And Die
11. MEAD THIEF (USA) Raised On Rock
12. PRAESEPULTUS (USA) Rust)
13. TREWAN (Deutschland) Circle The Wagons
14. ILL TIDINGS (Österreich) Leave No Cross Unturned
15. GALDRAGON (Scghottland) The Hardship Of The Scots
16. WOLFTRIBE (Polen) Weakling Avenger

