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MONUMENT OF MISANTHROPY – Washington State Charm (2026)

(10.324) Maik (8,6/10) Brutal Death Metal


Label: Listenable Records 
VÖ: 26.06.2026 
Stil: Brutal Death Metal 






Ich hatte ja schon die beiden letzten Machwerke der Österreicher MONUMENT OF MISANTHROPY rezensiert, und so ist es wohl kein Wunder, dass mir auch das aktuelle Album der Metzelbarden auf den Esstisch flattert. Die Scheiblette wurde auf den Namen „Washington State Charm“ getauft.

Wie schon auf den früheren Releases ist auch dieses Album einem Serienmörder gewidmet. Diesmal haben sich MONUMENT OF MISANTHROPY vorgenommen, das Leben und „Wirken“ (Würgen?) von Ted Bundy zu vertonen.

Wie gewohnt agiert die Band in einer recht modern angehauchten Variante des Death Metal. Man kann es Brutal Death oder Tech Death nennen oder wie immer man auch will. Ab und an wird man mit Frickelparts und mörderischen (sic!) Breaks in den Wahnsinn getrieben, dann geht es wieder recht old school eingängig straight auf die Fontanelle. Oder beides gleichzeitig. Das geht? Na klar geht das.

Egal, in welcher Sparte MONUMENT OF MISANTHROPY gerade herumsäbeln, brutal ist es fast immer, was dem Thema auch keineswegs entgegensteht. Die Gitarren flirren teilweise wie flitzende Skalpelle durch den Gehörgang, während Sänger George scheinbar mit seinen eigenen Eingeweiden gurgelt. Auch keifend, kreischend oder mit Pig Squeals rödelt der Gute seine Lyrics heraus, dass sich selbst Sarumans Orks vor Angst ins Beinkleid koten.

Für Leute, die dem modernen Tech Death nicht so enthusiastisch entgegenstehen, sind die frickeligen Parts sicher anstrengend, diese werden aber durch etliche Fast-forward-Attacken entschädigt. Gelegentliche Ruhephasen in den einzelnen Songs wirken nur als Verstärkung, denn danach gibt es wieder maximal auf die Fresse, und zwar mit allem, was die Band finden konnte. Gerade „Colorado Murder“ ist ein Geschoss der ersten Güte. Wird meines Erachtens aber noch von „Suwannee Hog Shed“ getoppt, meinem Favoriten auf der Scheibe.

Die Mischung aus Brutalität und geradezu wissenschaftlicher Akkuratesse passt perfekt zu Bundy, denn der war keineswegs eine unterbelichtete Dumpfbacke, sondern ein politisch engagierter Jurastudent. Was zeigt, dass Intelligenz nicht zwingend Moral hervorbringt. Aber genug davon! Wer mehr wissen will, kann sich auf Wikipedia informieren. Und währenddessen vielleicht „Washington State Charm“ anhören.

MONUMENT OF MISANTHROPY haben es auf diesem Album geschafft, ihrem Sound kleine Spritzer Melodie hinzuzufügen, ohne auch nur ein Fitzelchen an Brutalität einzubüßen. Wer auf Brutal Death Metal irgendwo zwischen ABORTED, DYING FETUS und CATTLE DECAPITATION steht, sollte dem Machwerk der Österreicher mal ein Ohr leihen. Keine Bange, Ihr bekommt es zurück…

Auf dem Album sind einige Gastmusiker zu hören, eine Auflistung erspare ich mir aber.

Anspieltipps:
🔥 Suwannee Hog Shed
💀 Colorado Murder
🎸 Chi Omega Blood Rage


Bewertung: 8,6 von 10 Punkten


TRACKLIST

01. Obviously We Gonna Sart Somewhere…(Intro)
02. Neath Tacoma Asphalt
03. A Hunger Unstilled (Instr.)
04. The 1974 PNW Spree
05. Unfortunately WA
06. Washington State Charm
07. Colorado Murder
08. The Hacksaw Blade
09. Chi Omega Blood Rage
10. Suwannee Hog Shed
11. Could You Hear That?
12. Strapped To The Throne (Burn, Bundy, Burn)



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