ALTARED STATES – Borrowed Time (2026)
(10.311) Timo (6,0/10) Heavy Thrash/Doom
Label: DIY
VÖ: 29.03.2026
Stil: Heavy/Thrash/Doom
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Die West Virginia Metaller von ALTARED STATES werden den Wenigsten bekannt sein. Veröffentlichten sie doch jediglich 1990 ein selbstbetiteltes Demotape. Grund genug für Mike Tronka (Ur-Mitglied), die Band vor sieben Jahren, also 2019, zu reaktivieren. Seitdem servieren sie dem Underground recht regelmäßig eine neue EP. So auch mit Barrowed Time.
Dabei kann man sich auf eine recht superbe Mixtur aus klassischen 80er Metal, ruppigen Thrash und klassischen Doom einstellen. Also Orientierung erklärt die Bandbio zwar vollmundig für Fans von Overkill, Megadeth und Anthrax. Aber ehrlicherweise liegen da doch Welten dazwischen und ist eher Wunschdenken.
Mal vom ruppigen Sound der EP abgesehen, die so auch einen ordentlichen Undergroundcharme inhaliert, setzt die Band auf Einfachheit, statt bedeutungschwangerer Virtuosität. Zwischen teils gut gemeinter Dynamik, kommt das Material hier und da auch ein wenig holprig daher. Besonders Dead Eyes, verfällt manchmal in Schieflage. Wobei diverse Thrashcore Elemente auch erfrischend sind und ein gewisser Voivod Moment auszumachen ist. Zum schlechtesten Song des Albums muss ich leider Barrowed Time küren. Der teils schräge Gesang und das holprige Songwriting haben mich dann doch erschreckt.
Trotzdem hat die EP gerade in Heavyness und vereinzelten Variationen durchaus Potential. Denn mit dem doch gelungenen Opener The Pupil, mit stimmigen Celtic Frost Anleihen, löst man durchaus erstes Wohlgefallen aus. Auch die eher thrashigen Songs Among The Shadows, schönes Anthrax Flair und das auch unkonventionelle, auch mal hektische End Time sammeln erste Pluspunkte. Und zeigt auch im Tempobereich hat die Band ihre Momente.
Die Songs auf Barrowed Time wirken nicht immer ausgereift, kommen sogar manchmal holprig und etwas schief daher, dass muss ich leider anmerken. Dennoch haben ALTARED STATES aus den Elementen des klassischen Metal, Thrash und Doom doch ein paar ansprechende Ideen auf’s Tableau gezaubert. Songs, die zwischen klug eingestreuten Tempowechseln und ansprechender Heavyness durchaus Wohlgefallen auslösen. Auch wenn die eher schwächeren Songs einen deutlicheren Schwung ausbremsen. Und sehr wohl ein fader Beigeschmack sind.
Anspieltipps: The Pupil und Among The Shadows
Bewertung: 6,0 von 10 Punkten
TRACKLIST:
01. The Pupil
02. Dead Eyes
03. Borrowed Time
04. Among the Shadows
05. End Time

