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BONERIPPER – Radiant In Ruin (2026)

(10.325) Maik (8,2/10) Crossover Thrash Metal


Label: D.I.Y.
VÖ: 26.06.2026 
Stil: Crossover Thrash Metal






Die Grenzen zwischen Hardcore und Thrash Metal sind ja manchmal sehr diffus und schwer festzunageln. Für diese Grauzone hat man irgendwann den Begriff Crossover Thrash ins Leben gerufen. Mit dieser Art Mucke verbindet man zumeist New York beziehungsweise Amerika im Allgemeinen. BONERIPPER kommen aber aus unserem niederländischen Nachbarland und ziehen mit ihrem zweiten Album „Radiant In Ruin“ den Amis ordentlich das Skateboard unter den Füßen weg.

Angeblich hat die Band ihre metallischen Spurenelemente im Vergleich zum Vorgängeralbum etwas zurückgefahren. Nun, dazu kann ich nichts sagen, da mir der Albumerstling nicht bekannt ist. Was ich sagen kann: Der thrashige Aspekt ist immer noch kräftig genug, um irrwitzig abzumoshen.

Das liegt natürlich nicht nur an den knackigen Riffs, sondern auch am irrwitzigen Geschrei des Frontmanns WD Glashouwer, der klingt wie ein junger Tom Araya auf Kokain. Gerade Songs wie „Truth To Enemy“ erinnern an SLAYER auf „Undisputed Attitude“. Hardcorefreaks werden aber auch ihre Freude an der Mucke haben, denn klassische Hartkernrhythmen, Gangshouts und all der Kram werden hier nämlich zusammen mit den Thrashutensilien im schnellen Waschgang durch die Maschine gebraten.

Etwas Groove, ein paar Metalcore-Einflüsse, mal schleppend, aber zumeist rasend unterwegs, schicken sich BONERIPPER an, passend zum Namen, so viele Nackenwirbel wie möglich in Knochenmehl zu verwandeln. Und bis auf das fluffige Zwischenspiel „Convective Outlook“ eignet sich auch jeder Song dazu, sich den Kalk vom Gebein zu bröseln. Und der Titelsong ist eigentlich eher ein Outro. Aber sonst wird gediegen auf die Fresse gekloppt.

Die Niederländer haben die Adrenalinpumpe auf Maximallast gestellt und treiben das Teil, bis die Kugellager wimmern.

Gut, stilistisch gibt das Subgenre nicht viel Spielraum her, aber den vorhandenen können BONERIPPER mit Bravour ausfüllen, und zwar mit einer Wucht, die den geneigten Hörer fix und fertig, aber glücklich in die nächste Ecke sinken lässt. Das Album ist DIY, den Mix hat der Sänger zusammengebosselt und damit der Mucke den letzten Schliff verpasst, der das Album in eine Thrashcoregranate sondergleichen verwandelt.

Anspieltipps:
🔥 Truth To Enemy
⛓️ State Of Mind


Bewertung: 8,2 von 10 Punkten


TRACKLIST

01. Oracle Of Lies 
02. Deeds Define 
03. Damnation 
04. Iron Veil 
05. Truth To Enemy 
06. Convective Outlook (instr.) 
07. Borrowed Breath 
08. State Of Mind 
09. Violent Virtue 
10. Refuse Persist 
11. Cold Hearts Burn 
12. Radiant In Ruin 



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