Aktuelle Meldungen
Zephyr's Odem - Monthly Warfare 01-2026
Unsere Alben des Monats Januar 2026
ELLENDE – Zerfall (2026)
Nicht nur in der Musik, sondern auch auf der visuellen Ebene überzeugt Ellende auf ganzer Linie: Das wiederkehrende Symbol der Spinne findet sich sowohl auf dem großartigen Coverartwork, als auch in dem Musikvideo zu “Wahrheit Teil II” wieder. Die Bilder im Video zu “Zerfall” muss man auf sich wirken lassen, und ganz ehrlich: Selten fand ich UV Körperfarbe so gut ein- und umgesetzt wie hier
MARIANAS REST – The Bereaved (2026)
Unterm Strich bleibt ein herausragendes Album mit tollem Artwork, brillanter Produktion und enormer Abwechslung. Eine Platte, die man idealerweise in der dunklen Jahreszeit hört, bei Kerzenschein und einem guten Glas Rotwein vor dem Kamin. Sollte kein Kamin vorhanden sein, tut es zur Not auch die Zentralheizung
TEUTONIC SLAUGHTER – Cheap Food (2026)
Billig ist an dieser Platte nur der Name: Cheap Food entpuppt sich als wahres Festmahl für Thrash-Fans. Teutonic Slaughter haben sich mit diesem Album selbst übertroffen und setzen ein mächtiges Ausrufezeichen für den deutschen Thrash Metal im Jahr 2026. Grüße gehen raus an Timon Kokott, der auch für Zephyr’s Odem künstlerisch tätig ist und hier das Artwork entworfen hat. Stark!
HÄLLAS – Panorama (2026)
Ich habe mich wie Bolle auf dieses Album gefreut, mir extra vorab keine Songs angehört, um nicht unnötig die Erwartungen zu schüren, die ohnehin recht groß waren, ebenso die Zweifel. Doch ich habe nicht damit gerechnet, dass Panorama mich derart komplett umgehaut und vereinnahmt.
LIONHEART – Valley of Death II (2026)
Unterm Strich ist Valley of Death II eine dieser Platten, die nicht „unterhalten“ will, sondern dich in die richtige Stimmung prügelt – und zwar so, dass du danach kurz freundlich zu Menschen bist, weil du deinen Frust bereits in der Küche gegen die Luftgitarre ausgetauscht hast.
KREATOR – Krushers of the World (2026)
Krushers of the World ist kein Alterswerk, kein Pflichtalbum, kein routinierter Eintrag in der Diskografie. Es ist ein Album, das zeigt, wie viel Kraft in einer Band steckt, die ihre Geschichte kennt, aber nicht von ihr erdrückt wird. Sind Kreator zurück? Vielleicht waren sie nie weg.
KARLOFF – Revered by Death (2026)
Nicht ein Instrument hat einen Solo Part oder irgendwelche Poser Einlagen. Hier zählt die Rohheit des Songs und die kompromisslose Energie. Das Album klingt wie eine Kneipenschlägerei, die vor der Bühne stattfinden kann. Der Sound klingt genauso, wie es die Musik und Intention hergeben soll.
BULLET - Kickstarter (2026)
Statt neue Trends zu jagen, setzen sie auf ihr bewährtes Erfolgsrezept – und liefern damit eine Scheibe ab, die vor Spielfreude, Hingabe und augenzwinkernder Klischee-Liebe nur so strotzt. Wer Innovationen sucht, mag woanders fündig werden. Wer jedoch seit jeher ein Faible für schnörkellosen, spaßgeladenen Heavy Metal hat, wird Kickstarter lieben
SWEATMASTER – More! (2026)
Vierzehn Songs sind auf More!, alle kurz und direkt auf den Punkt gespielt. Schnörkellos, ungestüm und energiegeladen. Ich höre mir den Kram jetzt zum dritten Mal an und liebe die Scheibe mit jedem Mal mehr. Und das, wo Garage Rock und Punk Rock nicht wirklich meine Haupteinflugschneisen darstellen. Nu kuck!
FILI BIBIANO’S FORTRESS – Death Is Your Master (2026)
Wir denken an Iron Maiden, ein bisschen Dio’sche Mystik, etwas Haunt, hin und wieder lugen Manowar schelmisch über die Festungsmauer und gegen Ende sowie am Beginn auch eine dicke Spur Helloween. Alles wohlwollend erdig und organisch produziert und exzellent in Szene gesetzt, entfesselt fast jeder Song sein volles Potenzial.
WECKÖRHEAD – Bastardos (2026)
Der Wecker hat eine schön dreckige Stimme, die ihre eigene Note hat und nicht sklavisch in Lemmys ausgelatschten Stiefeln daherkommt und eine fette Punknote in die Mucke packt. Ich mag den Sound der Gitarren, die so richtig an den Synapsen zerren. Der ganze Kram ist einfach pure, in Polycarbonat oder Vinyl gepresste Spielfreude, die einfach nur geil ist.
DEATH DEALER – Reign of Steel (2026)
Unterm Strich ist Reign of Steel genau die Sorte Album, die dich wieder daran erinnert, warum Heavy Metal mal gefährlich wirkte – nicht weil er wirklich gefährlich ist, sondern weil er so kompromisslos Energie freisetzt, dass jede Vernunft kurz in Deckung geht.
INVICTUS – Nocturnal Visions (2026)
Im Fazit also ein amtliches Brett, was Invictus da gezimmert haben, ohne den oder die herausragenden Überflieger im Album, allerdings mit durchweg hohem Unterhaltungswert und ausgesprochen kongruenter Qualität. Einer höheren Bewertung steht dann auch der Gesang im Wege.
DYMYTRY PARADOX – Born from Chaos (2025)
Was als holpriger Trip durchs Chaos begann, entpuppte sich als intensive Achterbahnfahrt mit bemerkenswertem Tiefgang. Dymytry Paradox liefern hier ihr bisher ambitioniertestes Album ab – und ich muss gestehen, ich bin geneigt, Al Paradox recht zu geben: Es ist vielleicht sogar das beste Album, das sie je veröffentlicht haben.
DEATHRAISER – Forged In Hatred (2026)
Ein Wermutstropfen bleibt letztlich doch zu erwähnen, denn obwohl die Scheibe ein veritabler Leckerbissen traditionellen Thrashs ist, scheinen DEATHRAISER etwas zu wenig in Richtung Eigenständigkeit zu neigen. Die augenscheinlichen Vorbilder drängen sich doch recht oft nach vorn. Dennoch oder vielleicht gerade deswegen, macht das Album mega Spaß.
HOT OF THE MONTH
RAVE IN FIRE – Square One (2026)
Square One ist wie ein kaltes Bier an einem viel zu heißen Tag – nicht kompliziert, nicht hochintellektuell, aber genau das, was man gerade braucht. Zwischen Zuckerwatte und Dosenbier, zwischen Achtziger-Nostalgie und frischer Spielfreude liefern RAVE IN FIRE ein Album ab, das Spaß macht, hängen bleibt und mir ernsthaft Lust auf ein Konzert in Madrid macht.
PREMIUM TIP
MEGADETH - Megadeth (2026)
Und warum in aller Welt wird ein 8 Punkte Album bei uns Platte der Woche? Nunja, eine ehrfurchtsvolle Verneigung hat sich Dave schon verdient, auch wenn dieses Album in der Discographie eher im Mittelfeld anzusiedeln ist. Dennoch…Danke für die Musik! Mach's jut, man sieht sich…
RESTMÜLL DES MONATS
EDENBRIDGE – Set The Dark On Fire (2026)
Immerhin sind EDENBRIDGE schon lange im Geschäft und tauchten immer mal hier und da auf – nicht an der Spitze, aber kann über die Jahre hinweg ja dennoch nicht unbegründet so passiert sein, oder? Also entweder liege ich komplett falsch, oder hier hat die Band einfach komplett einen Flachköpper hingelegt, der sowas von keine Laune macht.

