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NECROGORE – Ectoplasmic Rape Phenomena (2026)

(10.135) Maik (8,2/10) Death Metal


Label: Awakening Records
VÖ: 20.03.2026
Stil: Death Metal






Welche Art von Mucke erwartet man von einer Band, die sich NECROGORE nennt, ein Logo hat, welches jemand aus Leichenteilen und unappetitlichen Flüssigkeiten zusammengeschustert hat und auf dessen Plattencover ein modrig verwesender Kadaver prangt? 

Richtig, es kann sich dabei nur um modrig verkommenen Death Metal handeln. Morastig und räudig wären auch Adjektive, die dieser Mucke gut zu Gesicht stehen würden, denn was hier aus den Boxen dröhnt, ist ein Gebräu aus der todesmetallischen Blut-und-Gedärme-Küche. 

Nach einem gruselig-horrorsoundtrackmäßigen „Intro“ geht es auch gleich in die Vollen. Bis in den tiefsten Höllenschlund heruntergestimmte Gitarren wummern zärtlich an die Darmzotten, während der Sänger hingebungsvoll mit seinen hochgewürgten Eingeweiden gurgelt. Ursprünglichster Schwedentod trifft hier auf britischen Grindcore der ersten Stunde. 

Dabei sind die Schergen von NECROGORE keineswegs aus Elchistan oder Brexitanien, sondern stammen aus Italien. Die Stiefelbewohner schicken sich allerdings an, den Death Metal- Helden von Rest-Europa gewaltig die Hosen strammzuziehen.

Das man mit einer derartigen musikalischen Ausrichtung nicht über Blumen und romantische Baumkuscheleien singt, dürfte klar sein, und so zeigen NECROGORE mit appetitlichen Songtiteln wie „Forced To Eat Shit“ oder „Leeches On My Dick“ auch lyrisch Fachkundigkeit im garstigen Ekelbereich. 

Das passt wie die Made auf der Leiche zur blubberig fauligen Mucke, die jedem Freak, der damals Anfang der Neunziger die extremsten Auswüchse Gedärmemucke genossen hat, blutige Freudentränchen ins vereiterte Auge. Stellt Euch eine Mixtur aus NECRONY und ganz frühen CARCASS und NAPALM DEATH vor, nehmt vielleicht noch DISMEMBERs „Defective Decay“ und die erste BENEDICTION dazu, packt noch eine kleine Schippe AUTOPSY drauf, jagt all dies nebst Eingeweiden, Blut und Exkrementen durch den Mixer und blastet Euch den ganzen Kram direkt mit einer Haubitze in die Fresse. Das ist nicht nett und auch nicht schön, aber extrem fett. 

Ein bisschen Atmosphäre sogar kommt in „Sulphureal Morbid Corpse“ auf, der mit über sechseinhalb Minuten ungewöhnlich lang für NECROGORE – Verhältnisse ist, aber keineswegs langatmig wirkt. Denn trotz der Grundausrichtung primitiver Death Metal weisen die drei Italiener doch enormes technisches Können auf, mit dem sie schöne Kontraste zu Uffta Uffta- Momenten oder brutalem Gegrinde erzeugen.

Die Death Metal- Oberliga sollte sich jedenfalls warm anziehen, denn was hier aus Italien herübergewalzt kommt, ist eine megabrutale, aber dennoch in ihren engen Grenzen fast melodische Ausrichtung ursprünglichsten Death Metals aus den schleimigsten, von Leichenteilen verseuchten Tümpeln modrig stinkender Fäulnissümpfe.  

Zugegeben, Originalitätspunkte kann ich hier keine vergeben, aber wer braucht das schon, wenn drei sadistische Pathologen einem mit angeschimmelten Darmschlingen die Scheiße aus dem Leib prügeln. Was sind das eigentlich für Bilder, die sich vor meinem geistigen Auge aufbauen? Huuuääärgl! 

 Anspieltipp:
💀Raptured, Tortured And Chained
🔪Mediomistic Intercession


Bewertung: 8,2 von 10 Punkten


TRACKLIST

01. Intro
02. Raptured, Tortured And Chained
03. Offered To The Dead
04. Forced To Eat Shit
05. Leeches On My Dick
06. Ectoplasmic Rape Phenomena
07. Mediumistic Intercession
08. One Foot In The Grave
09. Sulphureal Morbid Corpse
10. The Texas Chainsaw Massacre 2 Main Theme (The Texas Chainsaw Massacre 2 -Cover)



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