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KONQUEST – Dark Waters (2026)

(10.220) Olaf (6,0/10) Heavy Metal


Label: No Remorse Records
VÖ: 24.04.2026
Stil: Heavy Metal






Italien, ein Mann, ein Faible für die Achtziger: Hinter KONQUEST steckt Alex Rossi, der auch auf Dark Waters wieder alles selbst in die Hand genommen hat – vom Songwriting bis zur Produktion. Nach zwei Alben in kurzer Folge legt er nun das dritte Kapitel nach, und man merkt schnell: Hier geht es weniger um Innovation als um Hingabe. Klassischer Heavy Metal, tief verwurzelt irgendwo zwischen IRON MAIDEN, ANGEL WITCH und dieser angenehm staubigen Keep-it-True-Ästhetik, bei der Kutte und Bier automatisch mitgedacht werden.

Inhaltlich bewegt sich Dark Waters weg vom üblichen Schwert-und-Schild-Kosmos und eher in Richtung Innenleben. Es geht um mentale Unruhe, Überforderung, das Bedürfnis, einfach mal abzuschalten – „das Licht auszuknipsen“, bevor der Kopf endgültig durchdreht. Der Protagonist flüchtet sich in Fantasien, reist gedanklich durch Zeiten und Mythen, sucht nach einer einfacheren Welt. Das ist thematisch durchaus spannend und verleiht dem Album eine melancholische Grundnote, die sich angenehm vom Standard abhebt.

Musikalisch hingegen bleibt alles strikt im Traditionskorridor. Zweistimmige Gitarren, eingängige Leads, solide Riffs – das Handwerk stimmt, keine Frage. Aber genau hier liegt auch das Problem: Vieles wirkt vertraut, manches fast schon zu vertraut. Es fehlt der Moment, der wirklich hängen bleibt. Die Songs laufen gut durch, aber zünden selten nachhaltig. Dazu kommen Drums, die leider ziemlich steril klingen und dem Ganzen genau den organischen Schmutz nehmen, den dieser Stil eigentlich braucht.

Und trotzdem hat das Album seine Momente. The Giant ist ohne Diskussion der große Treffer. Eingängig, druckvoll, mit genau der richtigen Mischung aus Melodie und Drive – ein Song, der locker auf Killers hätte stehen können. Hier zeigt KONQUEST, was möglich wäre, wenn dieses Niveau öfter gehalten würde. Auch Kubla Khan (A Vision In A Dream) greift das Konzept stark auf und bringt eine gewisse epische Note ins Spiel, bleibt aber eher interessant als wirklich mitreißend.

Unterm Strich ist Dark Waters ein Album, das vieles richtig macht, aber wenig zwingend. Authentisch, sympathisch und handwerklich sauber – gleichzeitig aber auch ein Werk, das zu oft in bekannten Bahnen bleibt und selten über Durchschnitt hinauskommt. Für Fans traditioneller Klänge sicherlich ein sicherer Tipp, für mich persönlich eher ein Fall von „kann man hören, muss man aber nicht zwingend wieder auflegen“. Da greife ich in dem Bereich lieber zu Bands wie ZEPTER, die für meinen Geschmack mehr Druck und Eigenständigkeit mitbringen.

Anspieltips:
🔥The Giant
🎸Kubla Khan (A Vision In A Dream)


Bewertung: 6,0 von 10 Punkten


TRACKLIST

01. Turn the Lights off
02. Mindwanderer
03. One Ticket for one Ride
04. Dark Waters
05. The Giant
06. Man with a Stone
07. Over the Edge
08. Kubla Khan (A Vision in a Dream) 



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