STARQUAKE – Brawls & Witches (2026)
(10.205) Timo (8,0/10) Progressive Rock
Label: DIY
VÖ: 10.04.2026
Stil: Progressive Rock
Gleich mal vorweg, Multiinstrumentalisten Mikey liefert auch mit diesem neusten Streich wieder sehr ansprechend ab. Da gibt’s von meiner Seite auch nichts zu murren, oder gar zu knurren. Das Studioprojekt STARQUAKE aus München, konnte auch mit seinen letzten Alben durchaus für Aufsehen bei uns in der Redaktion sorgen. So schrieb Maestro und Vordenker Olaf in seinem Rezi zum 2019er Time Space Matter (9,0/10): Meine Güte, welche eine Vielfalt, kurzweilig und einfach grandios zu hören. Und auch Vonni fand auf At The Circus (7,5/10): Songs wie u.a. die Ballade „At The Circus“ klingen somit einfach grandios und lassen sogar den ein oder anderen Gänsehautmoment zu.
Auf 40 Minuten breitet sich nun das neue Material wohlig aus. Opulent beim 18minütigen Opener Beautifuly Dystopia. Der facettenreich, nahezu alle Register zieht. Erdiger Hard Rock, psychedelisch, spaciger 70’s Sound, gar Techno/Dancefloor Framente werden eingebunden. Verrückt. Zwischen epischer Kraft, bietet der Song einen fast unerschöpflichen Mix und eine nicht zu zähmende virtuose Kraft. Stark in Szene setzt sich auch das starke God is an Atheist, mit seinem treibenden Melodic Rock, der mir sehr gut gefiel. Oder das abschließend, bluesig kraftvolle Classic Rock Stück Can’t sing the blues.
STARQUAKE ist dabei trotz der klassischen Merkmale, des auch mal progressiven Hard/Heavy Rock der 70er und 80er, ein doch eigenständiges Album gelungen, dass jede Menge Hörfreude bereitet. Retro Rock, der auf eine gewisse Synthie Klangästhetik trifft, sind deutliche Triebfedern dieses Sounds. Einflüsse von Bands wie Genesis, Pink Floyd oder auch im kantigen Bereich wie King Crimson sind durchaus zu erkennen. Die düstere Energie ist jederzeit greifbar.
Wer gern in Musik eintaucht und sich fallen lassen kann ist hier jedenfalls goldrichtig. Denn hier gibt’s jede Menge zu entdecken und man wird viel Freude an STARQUAKE haben, die musikalisch doch einiges zu bieten haben. Die Produktion ist angenehm rau, aber auch kraftvoll und schön ausbalanciert. Bei all den überproduzierten Scheiben die einem monatlich zur Begutachtung vorgesetzt werden, doch ziemlich eine Wohltat für die Lauscher. Ein weiteres durchaus erhabenes Werk dieses spannenden DIY Projekts, dass auch weiterhin reichlich viel Magie in sich trägt.
Bewertung: 8,0 von 10 Punkten
TRACKLIST
01. Beautifuly Dystopia
02. God is an Atheist
03. Still Loving You, Baby
04. Memento Mori
05. Can’t Sing The Blues

