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SHEWOLFF – We're All Gonna Fukkin' Die (2026)

(10.283) Maik (8,0/10) Black Metal Punk


Label: Dying Victims Productions 
VÖ: 22.05.2026 
Stil: Black Metal Punk







Der Name der Wölfin ist ja schon oft in die Namensgebung metallischer Musikgruppen eingeflossen. Um sich von den anderen Lupinen abzugrenzen, war es den Belgiern SHEWOLFF wohl zu prollig, sich einfach zwei Punkte auf das ‚o‘ zu kloppen, oder eben nicht prollig genug. Was weiß man schon? Also bammelte der Dreier einfach ein zweites ‚f‘ hintendran. 

Das Trio hat nun ihre Debüt – EP herausgehauen, welche auf den knallharten aber nichtsdestotrotz zutreffenden Titel „We're All Gonna Fukkin' Die“ hört. Natürlich werden wir das, bis dahin können wir uns aber noch gediegen die Gehörgänge veröden lassen, wofür SHEWOLFF den perfekten Soundtrack liefern. 

Denn in den sechs Songs feiern Räudigkeit und Dreck fröhliche Urständ. Doch zunächst hört man zu Beginn des Openers Bachs „Toccata und Fuge in Moll“ und einen Typen, der in mir unverständlichem Flämisch irgendetwas rezitiert. Und dann ballert der Kram los. Black Metal aus der tiefsten Gruft seiner Entstehungsphase, gepaart mit garstigem Punk.

Sogleich fühlt man sich an HELLHAMMER- Demos erinnert, mit einer Spur der Black/Punk’N’Roll- Ära von DARKTHRONE. Dazu kreischt die Lady am Mikro derart infernalisch brutal, dass es sogar gestandenen Lärmfanatikern die Socken auf links dreht. Wenn K. Von Shewolff, so nennt sich die Dame, dich anschreit, du sollst endlich den Abwasch erledigen, fragst du nicht lange nach. Du tust das, tapezierst anschließend noch freiwillig die Küche und legst neue Fliesen. 

Zum bratzeligen Black’n’Death kommt insgesamt noch eine heftige Spur Punk in die Waagschale. Spontan fallen mir da Bands wie WOLFBRIGADE ein. Der Titelsong startet dazu noch mit einem Basslauf, der auch dem guten alten Lemmy aus dem Handgelenk gerutscht sein könnte. Auch hier wieder eine starke DARKTHRONE- Schiene, passend angepunked und natürlich räudig. Auch Bands wie MIDNIGHT schimmern etwas durch. SHEWOLFF sind aber um einige Strecken räudiger. Das ist die Mucke, die man sich in einem winzigen, verrauchten Club geben muss, wenn man schon mindestens 1,5 Promille im Turm hat und man beim Laufen schon an angetrockneten Bierlachen festklebt. Natürlich muss man auch headbangen bis man schweißgebadet müffelt wie tausend Otter. 

Das ist alles nicht wirklich schön und dem audiophilen Hörer keineswegs zu empfehlen, macht aber mordsmäßig Spaß. Der ganze Krach ist wunderbar kurzweilig, und dies ist nicht nur der Tatsache geschuldet, dass es eben nur eine EP ist. Ich höre mir das Ding gerade zum fünften Male an, und grinse die ganze Zeit als hätte mir jemand ins Hirn geschissen. 

Gut, während der ersten beiden Hördurchgänge habe ich die Küche geputzt. Vor den Fliesen kannste dich jetzt rasieren. Ist aber auch egal, denn wie es SHEWOLFF uns ja verklickern: wir werden alle verfickt noch mal sterben. Mit solcher Mucke, einem Kasten Bier und Genickmuskelkater wäre das allerdings ein schöner Tod. 

Anspieltipp:
💀 We're All Gonna Fukkin' Die“ 


Bewertung: 8,0 von 10 Punkten


TRACKLIST

01. Eternal Light 
02. Guillotines 
03. We’re All Gonna Fukkin‘ Die 
04. Nail + Burn 
05. Fantastik Fukk 
06. The Day The Whole World Ends



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