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ELVENKING – Rites Of Disclosure (2026)

(10.279) Clemens (6,0/10) Pagan Metal


Label: Reaper Entertainment 
VÖ: 22.05.2026 
Stil: Pagan Metal 






Wenn es kein Album ist, keine EP, keine Single oder Kompilation, dann ist es ein? Na klar, ein Begleitalbum, noch nie gehört, aber man lernt ja bekanntlich niemals aus im Leben. Jedenfalls haben ELVENKING mit „Rites Of Disclosure“ ein ebensolches Album veröffentlicht, dessen Inhalt für Außenstehende ebenso verwirrend wirken sollte, wie die Bezeichnung Begleitalbum an sich.
 
Auf dem Silberling befinden sich drei Titel, welche es bisher noch nie in physischer Form gegeben haben soll, da Sie nur digital veröffentlicht wurden. Zugleich schließt es wohl musikalisch ein zusammenhängendes Konzept, eine Trilogie ab, die auf den Namen „Reader Of Runes“ hört. Dann haben wir noch zwei komplett neue Titel mit am Start, sowie fünf Covertracks, welche die Einflüsse der Bands auf ELVENKING in deren Soundgewand würdigen sollen. Ein großes Sammelsurium, definitiv und für Fans der Italiener bestimmt eine feine Sache.

Ich jedoch gehe als Neuling an die Sache heran, kenne die Truppe zwar vom Namen her, habe Sie glaube ich auch schonmal im Vorbeigehen einmal für paar Minuten live gesehen, bin aber wohl dennoch recht unbeholfen, was die Band angeht, aber auch solche Hörer gilt es ja zu überzeugen, oder? Und so ein wenig schaffen Sie es auch mit ihren Power-, Folk-, Pagan- Mix, zumindest bei den ersten beiden Titeln und von denen besonders der „Rite Of Passage“. Der ist doch gut eingängig und nicht ganz so drüber und teilweise durcheinander, wie die folgenden drei Tracks, welche mir doch einfach ein Stück auch zu drüber sind. Gleichzeitig sind die drei Tracks aber auch irgendwie etwas zu kitschig daher gekommen, das ist einfach nicht meins. Obwohl die Instrumenten-Vielfalt und Co. schon was hat und für eine gewisse Atmosphäre sorgt. Der genannte Track aber, sowie sein Vorgänger, drücken zusätzlich noch ordentlich, weshalb ich die gut in Erinnerung behalten habe.

Und nun kommen wir zu dem Covertracks und das ist eine schwere, sehr schwere Sache, da mir die Band nicht so stark zusagt mit dem Ersteindruck der ersten eigenen Titel auf CD. Nun die Frage, wie weit muss, oder sollte das Cover am Original nah dran sein, wie weit im eigenen Fahrwasser, da die Waage zu halten schafft nicht jeder. Und auch wenn KING DIAMOND nicht allzu oft bei mir läuft, so muss ich sagen, ist mir das Original um Längen lieber, das hier ist meiner Meinung nach ein kompletter Reinfall, sorry.

Besser hingegen geht das IRON MAIDEN Cover ins Ohr, passt stimmlich viel besser, beziehungsweise passen die eigenen musikalischen Eigenarten der Italiener viel besser zum Track und dessen Umsetzung. Noch besser, auch wenn es überhaupt nicht meine Band ist, erklingt der CHILDREN OF BODOM Song, der könnte knapp mit Augen zu ja schon „fast“ instrumental her vom Original sein, da ziehe ich den Hut vor. Ein Spannenden Auf und Ab und wer sich solchen Bands stellt, bzw. das Umsetzen will, beweist egal wie es aufgenommen wird, definitiv Mut.

Aber drei Tracks haben wir ja noch, der kurze BATHORY Titel steht ebenso der Truppe, aber der Song ist auch gut gewählt, fast schon ein wenig auf Nummer sicher, schadet der Gesamtbewertung aber definitiv nicht, im Gegenteil. Zu VENOM und SKYCLAD kann ich nicht so viel sagen, da beide nicht meine Truppen sind und somit deren Titel auch nicht im anderen Gewand überzeugen müssen. Ich glaube aber das auch hier die Band einen guten Mittelweg innerhalb ihrer Möglichkeiten gefunden hat. Es ist und bleibt halt Geschmackssache. 

Alles in allem eine spannende Sache, zwischendurch schlechter als es angefangen hat, dann aber wieder doch besser, als man zwischenzeitlich dachte. Man muss sich rein hören und dafür ist dieses Begleitalbum doch überraschend Facettenreich genug, vielleicht sogar idealer als ein komplettes eigenständiges Album. Ich bin noch skeptisch, werde aber mal die Ohren in ein Vollwerk stecken und schauen, in welche Richtung die innere Musikgeschmackswaage dann kippt.  

Anspieltipps:
💣 Rite Of Passage
🤴 Children Of Decadence (Children Of Bodom Cover)


Bewertung: 6,0 von 10 Punkten


TRACKLIST

01. Blizzards Of Anger 
02. Rite Of Passage 
03. The Past Is Forever 
04. The Moon And Magic 
05. Ethel 
06. Arrival (King Diamond Cover)
07. No Prayer For The Dying (Iron Maiden Cover)
08. Children Of Decadence (Children Of Bodom Cover) 
09. Man Of Iron (Bathory Cover)
10. Salt On The Earth (Venom Cover) 
11. Prime Evil (Skyclad Cover)



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