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FURNACE – Echoes of a distant Future (2026)

(10.264) Phillip (5,8/10) Death Metal


Label: Emanzipation Productions
VÖ: 29.05.2026
Stil: Death Metal







Als ich zu Beginn 2025 zum Zephyrs Odem- Team gestoßen bin, habe ich mir still geschworen unter keinen Umständen jemals Teil des Roggaversums zu werden, beziehungsweise mir das anzuhören. Ja nun, es stellte sich heraus, dass es schwieriger ist, als ich dachte, bei den vorsichtig geschätzt 3792 Bands des Rogga Johansson den Überblick zu behalten, zumal Gerüchten zur Folge auch alle 4 Minuten eine neue Band gegründet wird, während alle 6 Minuten eine auf Eis gelegt wird. Jedenfalls fand ich den Bandnamen Furnace cool genug um die Platte diesen Monat mal auf den Seziertisch zu legen um danach erschrocken festzustellen, dass dahinter natürlich niemand anderes als Rogga steckt. Verdammt!

Die andere Seite der Wahrheit ist aber auch, dass bei all dem Output der schwedischen  Riffmaschine ab und an etwas Brauchbares herumkommt, zuletzt etwa bei Paganizer. Und so drückte ich hoffnungsvoll auf den dreieckigen Play-Button und wähnte mich sogleich auf einer Zeitreise in die frühen Zweitausender. Die heilige Allianz aus einer stoisch riffenden Gitarre einer anderen die hochmelodiös darüber spielt wirkt gleich zu Beginn wie etwas, was man schon viel zu lange vermisst hat, quasi seit In Flames nach Clayman komplett seltsam abgebogen sind, und mit durchgängigen Growls! Und dann klingt die Produktion auch noch so wie damals, so erdig und analog.

Doch zügig folgte die Erkenntnis der ernüchternden Wahrheit: Praktisch jeder Song klingt gleich, oder ist nach dem gleichen Schema aufgezogen. Wenige Parts, wie etwa Bridges oder Solo-Einlagen, wurden mit ein bisschen mehr Augenmerk bearbeitet, doch die sich einstellende Eintönigkeit lässt sich nicht mehr leugnen. Ich möchte sogar behaupten, dass jeder Song mit der exakt gleichen Note auf der Gitarre beginnt. Schade, eigentlich.

Doch was will ich erwarten, von einer Kombo die auf dem Papier seit 2019 existiert und hiermit ihr siebtes Album vorlegen. Da gibt es doch nur zwei realistische Möglichkeiten: Entweder hier sind absolute Meister am Werk, Visionäre des Death Metal. Oder aber hier wird ausnahmslos jedes Riff und jede Idee verwurstet die Furnace einfallen. Bei erster Möglichkeit wäre die Band sicherlich bereits einer breiteren Öffentlichkeit bekannt, bei der zweiten Möglichkeit sitze ich hier und hadere mit hässlichen Coverartworks, die lieblos zusammengesammelt aussehen, ohne Linie oder identitätsstiftenden Stil.

Dementsprechend konnte mich das Gesamtpaket Echoes of a distant Future, trotz rahmengebender Sci-Fi-Story, nicht überzeugen. Ja, der Beginn war erhellend, doch danach wurde es schnell grau und trist. Lichtblicke finden sich im Sound wieder, doch insgesamt hat das Teil hier wenig Strahlkraft.

Anspieltipps:
🗡 Shores of Oblivion


Bewertung: 5,8 von 10 Punkten


TRACKLIST

01. Shores of Oblivion
02. Vast Horizons
03. Refracted City Lights
04. The Enemy of My Enemy
05. Semblance of Sanity
06. This Engine Runs on Spite
07. Betrayal
08. Cathedral Gates
09. 61 Cygni
10. Astral Ascension



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