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ORACLE OF WORMS – Cult of Suffering (2026)

(10.259) Phillip (7,5/10) Death Metal


Label: F.D.A. Records
VÖ: 22.05.2026
Stil: Death Metal






Wenn man das Orakel von Worms (sorry, den konnte ich nicht liegen lassen) fragt, ob es auf der Welt nicht bereits genug HM2-Death Metal gibt, kommt sicherlich ein energisches „Nein!“ zurück geschallt. Und so macht sich das Gießener Sterbe- Blech- Quartet auf seinem ersten Full- Length- Album auf, uns allen eine Begründung für diese Antwort zu liefern.

Nach einem stimmungsvollen Intro gehen Oracle of Worms direkt in die Vollen und feuern mit Claws of Famine direkt eine Breitseite aus Signatur-Schwedensound und einer groben Kelle Melodie ab, dieser Chorus setzt sich definitiv fest! An dieser Art Grundrezeptur wird dann im weiteren Verlauf auch wenig gerührt. Im mittleren bis leicht erhöhtem Tempo treibt das unermüdliche Schlagzeug, mit herrlich trockenem Kickdrumsound, die Truppe an.

Cult of Suffering, der gut gewählte Titeltrack des Albums, steht hier exemplarisch. Variabel im Tempo, mit schickem Solo, vereint er die Stärken der Band. Lässt aber auch einen kleinen Blick auf die Schwächen zu. Denn häufig, wenn Bassmann und Vokalist Chris nicht wüst ins Mikro bölkt, hören sich die Gitarren ziemlich alleine gelassen an. In den Strophen, als Gegenentwurf, legen Oracle of Worms dann all ihre Kraft und bündeln diese punktgenau.

Das ist selbstverständlich höchst subjektiv und trifft nicht immer zu, denn um diese Situation zu vermeiden oder sogar Langeweile einkehren zu lassen, streuen die Gießener immer mal wieder ein paar Blast-Attacken in ihren Sound. Dazu gesellen sich, wie in Acolytes, immer wieder äußerst mitreißende Strophen, die auch auf Albumlänge mit durchgängig exzellenter Qualität glänzen. Hat man auch nicht oft.

Wer auf im Tempo variablen Schwedentod steht, sollte Oracle of Worms zwingend mal auschecken. Die knapp 35 Minuten Albumlänge sind nicht einen Takt zu viel und spielen die Stärken der Band gut aus: Geile Growls, knurrender Bass, wunderbare Strophen, immer wieder gut gesetzte Blasts und ein organisches Gesamtbild im Klang. Live mit Sicherheit ein Komplettabriss, auf Platte lullt mich das HM2-Pedal allerdings immer ein wenig ein. Dies bleibt für mich allerdings der einzige, wenn auch entscheidende, Negativ-Punkt. Um positiv zu enden: On top kommt ein ausgesprochen schickes Cover-Artwork hinzu. Dieses wurde vom Berliner Alvar Baptist gestaltet und erinnert stark an die einzigartigen Artworks des leider kürzlich verstorbenen Turkka Rantanen (Adramelech, Demilich, Demigod, Galvanizer und viele mehr).
Dieser darf, wie auch Oracle Of Worms, in Zukunft gerne häufiger in Erscheinung treten.

Anspieltipps:
Claws of Famine
🙌 Cult of Suffering
💉 Strychnine Hill


Bewertung: 7,5 von 10 Punkten


TRACKLIST

01. Intro 
02. Claws of Famine 
03. Walking Ghost 
04. Cult of Suffering 
05. The Script 
06. Acolytes 
07. Valor 
08. Rabid 
09. Strychnine Hill 
10. Lost Generation



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