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ARCANUS – Ancient Woods (EP) (2026)

(10.254) Miriam (9,8/10) Black-Death Metal


Label: DIY
VÖ: 01.05.2026
Stil: Black-Death Metal







Die Post kam – und zwischen den Umschlägen sprang mir sofort ein Name ins Auge: ROMAN ZIMMERHACKEL. Reflexartig riss ich mir das Paket unter die Krallen. In meinen Händen hielt ich die erste EP der 2023 gegründeten Band ARCANUS. Vielleicht klingelt es bei einigen bereits: Das Fronttier der deutschen Melodic-Death/Thrash-Metal-Band SOUL DEMISE hat sich mit Steven Nevermann und Robert Beier zusammengetan und präsentiert hier einen melodischen Black-/Death-Metal-Knaller, der mir vom ersten Moment an ein fettes Grinsen ins Gesicht zaubert.

Genug gelabert – drückt auf Play und verschwindet im Nebel frostig-dunkler, uralter Wälder.

Schon das Intro Into the Woods lässt mein Herz höherschlagen. Wer mich kennt, weiß: Piano im Black Metal trifft bei mir einfach einen Nerv. Leider ist die Freude nur von kurzer Dauer, denn mit Eternal Descent wird man ohne Vorwarnung in den eiskalten, tiefschwarzen Wald gestoßen und von Blastbeats durchs Unterholz gejagt. Hier zeigt sich wieder eindrucksvoll, wie viel Wirkung man mit wenigen Akkorden erzielen kann. Und ich muss sagen: Lieber Roman – mach mehr Black Metal! Deine Stimme passt in dieses Genre wie Arsch auf Eimer. Zum Ende hin wird es für meinen Geschmack etwas zu drumlastig. Die Wucht der Drums nimmt dem Ganzen ein kleines bisschen Luft – etwas weniger hätte hier vielleicht besser gepasst. Aber das ist natürlich reine Geschmackssache.

Dann: Stopp. Ende. Chor. GÄNSEHAUTMOMENT.

Embracing The Northern Soul beschert mir direkt den nächste Haarorgasmus. Roman, deine Stimme jagt mir hier eine nach der anderen Gänsepelle über den Rücken. Ein schöner, fetter, fast oldschooliger Sound donnert ins Trommelfell. Stimmungswechsel, Blastbeats, ein Hauch Chor – die Atmosphäre packt einen sofort.

Mit Harmony in the Canopy verliere ich mich endgültig. Diese Melodie schwebt wie dichter Nebel über kaltem Waldboden, bevor sie sich zwischen rasenden Riffs und druckvollen Akkorden wieder auflöst. In diesen zehn Minuten wird man durch sämtliche Facetten dieses dunklen Klangwaldes gejagt. Gegen Ende rollt die volle Wucht melodischer Intensität heran: Synths, Drums – alles sitzt genau da, wo es hingehört. Man verfällt diesem Bann vollkommen und möchte ihn eigentlich nicht mehr verlassen.

Und dann kommen wir leider schon zum Abschluss: Call of the Void. Verzeiht mir den emotionalen Ausbruch – aber es gibt nur wenige Alben, die mich von der ersten Sekunde an so erwischen und mir derart tränenreiche Momente bescheren. Das Zusammenspiel aus Melodie, druckvollen Riffs und dieser überwältigenden Atmosphäre treffen mich mitten ins Herz. Also lasse ich mich einfach treiben, verliere mich in diesem Stück und freue mich umso mehr auf das kommende Album.

Der einzige Nachteil an der ganzen Sache? Es hört einfach viel zu schnell auf.

Auch das Cover bleibt sofort hängen: Walddämonen, frostige Atmosphäre – eine Bildsprache, die sich direkt in mein künstlerisches Hirn eingebrannt hat.

Fazit: ARCANUS bietet eine EP, die mich emotional komplett abgeholt hat. Atmosphärisch dicht, melodisch stark und mit einer Stimme, die perfekt in dieses frostige Black-/Death-Gewand passt. Wenn das ein Vorgeschmack auf das kommende Album ist, dann kann da noch Großes auf uns zukommen.

Zu kaufen gibt es das grandiose Teil direkt über die verschiedenen Kanäle der Band.

Anspieltipps: ALLE 


Bewertung: 9,8 von 10 Punkten


TRACKLIST

01. Into the Woods
02. Eternal Descent
03. The Northern Soul
04. Harmony in the Canopy
05. Call of the Void



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