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Arroganz – Death Doom Punks (2026)

(10.2025) Stephanie (9,4/10) Death Metal


Label: Testimony Records  
VÖ: 15.05.2026 
Stil: Death Metal

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Mein Kopf hat Arroganz immer mehr mit Black als mit Death Metal verbunden, was aber wohl eher daran lag, dass ich sie bisweilen einfach häufig auf Black Metal Events gesehen haben. Gewisse Elemente gibt es, aber diese halten sich stark in Grenzen. Mit Death Doom Punks bekommen wir das siebte Album des deutschen Trios vorgestellt und der Name ist definitiv Programm.

Und die Jungs spielen auch nicht um den heißen Brei herum: Der Mix aus typischen Death Metal Elementen und Punk ist gleich im ersten Song Die For Nothing zu hören - kein Schnickschnack, roh wie ein Mettigel. Hier wird geballert, ohne es zu übertreiben. Guter Start in die Platte! Wenn ich die Message richtig verstanden habe, so kam sie zumindest bei mir an, handelt es sich hier um einen Anti-Kriegs-Song bzw. das sinnlose Sterben für andere, die einen dazu ermutigen für etwas zu sterben.

Under Scarred Skin startet stark. Ich kann gar nicht oft genug sagen, wie sehr ich es schätze, wenn der Bass bewusst dominant eingebaut wird und der Twist zusammen mit der Distortion am Ende, klasse.
Der Titelsong Death Doom Punks ist ein schönes Potpourri verschiedenster Musikstile, welcher das ja schon traditionelle Thema der Ablehnung von Religion behandelt und die Rückbesinnung zu dem, was das Universum und somit alles um uns herum eigentlich ausmacht – Entropie. Dabei lauschen wir zu rotzigen, ehrlichen Growls und äußerst eingängigen Riffs. Technisch sauber, kein Gepose.

Hört euch Anti-Ideology an: Musste noch wer an Trump denken? Der Break im letzten Fünftel kam überraschend und bin kurz innerlich gestolpert, aber ich liebe es! 

Was passt besser zusammen als Melodien und ein entspanntes Bad? Denn melodischer als in Arsenic Bath wirds von der Seite von Arroganz auf dieser Platte nicht mehr. Und ich bin happy nach langer Zeit endlich wieder ein Album ohne Ballade zu hören. 

Aber danach wird's erst mal wieder ein bisschen schneller und cleaner. Never change a running system, Old School Death Metal lässt in Incubus’ Vains grüßen...bis sie mir wieder einen synkopischen Knoten in den Gehörgang machen, der dann im Laufe des Outros sanft entwirrt wird.

Die Songs, die für mich am besten auf Platte funktioniert ist mit Abstand Earths Final Dose und Spirit Arsonist. Wir haben mittlerweile so sehr “hier passiert viel”-Musik um uns herum, dass sich unsere, oder zumindest definitiv meine, Hörgewohnheiten geändert haben und einem fast schon was fehlt, wenn man zurück zu den Wurzeln geht. Beide Songs hören sich etwas moderner an als der Rest der Platte. Ich bin mir sicher, dass man dadurch mehr Death Metal begeisterte Personen abholen kann, je nach eigener Stilpräferenz.

Die fast schon Skit-mäßigen Zwischensequenzen sind ein Kirschchen auf dem Death Doom Punk Eisbecher. 

Ich bin mir sicher, dass das Album Death Doom Punks live ein richtig geiles Erlebnis sein wird. Manche Werke gehören eher auf die Bühne als auf die heimischen Kopfhörer, und das kann ich mich hier sehr gut vorstellen. Hoffentlich sehe ich die Jungs bald wieder live. 

Anspieltipps:
🔥 Spirit Arsonist


Bewertung: 9,4 von 10 Punkten


TRACKLIST

01. Die for Nothing 
02. Under Scarred Skin 
03. Pain Forged Armor 
04. Death Doom Punks 
05. Anti-Ideology 
06. Arsenic Bath 
07. Incubus’ Vains 
08. Earths Final Dose 
09. Spirit Arsonist 



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